Handball

TVB-Frauen brauchten eine Pausen-Ansprache

Lena Döller (Mitte) vom TV Biefang feierte einen gelungenen Saisoneinstand, allerdings mit Anlauf.

Lena Döller (Mitte) vom TV Biefang feierte einen gelungenen Saisoneinstand, allerdings mit Anlauf.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Zum Auftakt der Handball-Saison lief es bei den TVB-Damen zunächst unrund. Trainer Dieter Schölwer fand die richtigen Worte.

Oberliga Damen: TV Biefang – TV Lobberich 28:23 (11:14):

In einer von TVB-Seite sehr nervös gestalteten ersten Hälfte fand die Mannschaft von Dieter Schölwer keine vernünftige Einstellung. Der TVL wurde durch Ballverluste immer wieder zu Tempogegenstößen eingeladen. „Ich war von unserem Auftreten entsetzt. So kann man nicht Handball spielen“, echauffierte sich ichtuige Worte. Trainer in der Pause.

Schölwers deutliche Worte in der Kabine zeigten Wirkung. Die Biefangerinnen entdeckten ihr Kämpferherz, packten in der Defensive konsequent zu und verwerteten ihre Möglichkeiten. Die ersatzgeschwächten Gäste wurden mit fortschreitender Spieldauer müde und hatten nichts mehr entgegenzusetzen. Anja Häßler und Pia Steinzen verdienten sich ob ihrer Anschub-Mentalität ein Sonderlob.

Am Ende doch ein Lob

TVB: Groß, Geukes; Reinartz, Hegemann (6/4), F. Schneider (3), Schlinkert, Opladen (5), Rösner, Häßler (3), Steinzen (5/1), J. Benninghoff (1), Rosenke (1), L. Döller (4).

Verbandsliga Herren: DJK Adler Königshof II – HSG RW O TV 30:30 (16:15): Das Remis stand auf der Anzeigetafel zwar in Stein gemeißelt. Doch womöglich werden die Rot-Weißen den verdienten Zähler am grünen Tisch verlieren. Tobias Schindler wurde im Vorfeld nicht auf dem Spielberichtsbogen eingetragen.

Als der Abwehrmann dann von Krzystzof Szargiej auf die „Platte“ geschickt wurde, war dieser bürokratische Regelverstoß nicht mehr zu heilen. Die Oberhausener präsentierten sich in Krefeld ordentlich. „Lässt man die Fehler in der Schlussphase außen vor, hat die Mannschaft ein gutes Spiel abgeliefert. Die Abläufe müssen noch besser werden“, analysierte der HSG-Übungsleiter hinterher.

Wechselfehler kann Punkt kosten

HSG: Klein, Vöpel, Baumbach; P. Kerger, Brandscheid, Wagner, Janduda, Schindler, F. Krämer, Grieger, F. Hanenberg, M. Jany, Ortega, Jankowski, D. Kerger.

Verbandsliga Damen: TV Biefang II – SV Heißen 15:29 (9:11): Die TVB-Reserve verkaufte sich in den ersten 30 Minuten teuer. Das Team von Sebastian Köster deckte leidenschaftlich in der Abwehr, ließ aber vorne einige gute Gelegenheiten liegen. Nach dem Seitenwechsel war es bei den Biefangerinnen allerdings wie abgerissen. Heißen zog den TVB-Damen mit offensiver Deckung den Zahn. „Wir sind nicht mehr ins Tempo gekommen und konnten keinen Druck entwickeln. Da wartet noch eine Menge Arbeit auf uns“, sagte Köster.

TVB: Plaga, C. Winstermann; L. Pauly, Späh (3), Prchala (2/1), Kunz, Kottkamp (1), J. Winstermann (1), Klaude (7/3), Baum, Konopek, Gehrke (1), Krause.

Landesliga Herren: TV Biefang –SV Schermbeck 24:15 (10:7): Das war ein starkes Ausrufezeichen vom Aufsteiger. „Die Jungs haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Da war viel Souveränität mit dabei“, musste sich Christian Hoffmeister nach dem Auftakt erst einmal selbst kneifen. Der TVB-Linienchef sah eine ausgeglichene erste Viertelstunde. Im Anschluss bekamen seine Schützlinge Oberwasser. Die Abwehr stand sicher mit einem überragenden Torhüter Richard Kleinelsen dahinter.

Die Bifis kamen immer wieder ins Umschaltspiel und schlossen zielgerichtet ab. Schermbeck gelang kurz nach dem Wiederanpfiff zwölf Minuten kein einziger Treffer.

Richtig runde Vorstellung

TVB: Braam, Kleinelsen; I. Regolin (4), Bongers (4), F. Klein (2), D. Benninghoff (1), Vollmer, Gehrke, D. Rosin (4), Neugebauer (2/1), T. Rosenke (2), Neumann (2), Westerkamp (3), Y. Schröder.

SC Bottrop – TB Oberhausen 27:23 (13:11): „Wir waren nicht clever genug. Das geht besser“, sagte Tim Kullmann zur Auftaktpleite. . Es war eben nicht so, dass der TBO-Trupp seinem Gegner hoffnungslos unterlegen war. Das TBO-Team führte gar in der zweiten Halbzeit mit 22:21, schaffte es aber nicht, nachzulegen. Im Gegenteil. Der Vorjahres-Achte verwarf in einer wichtigen Phase drei Siebenmeter in Folge und durfte sich nach 60 Minuten nicht wundern, dass die Bottroper siegten.

TBO: Raths, Klinger; Krämer, Bennewirtz, P. Buschhorn, Thiedig, Krampe, D. Lotz, F. Lauer, Bartesch, Walgenbach, Berkenfeld, Bologna, Gelszat.

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