Jugend-Basketball

U16-Basketball-Bundesliga: Tolle Premiere trotz Niederlage

Xalis Öztürk (Nr. 13). kämpft um jeden Ball und ist sich dabei auch für Bodenkontakt nicht zu schade. Am Ende unterlagen die Gastgeber trotzdem.

Xalis Öztürk (Nr. 13). kämpft um jeden Ball und ist sich dabei auch für Bodenkontakt nicht zu schade. Am Ende unterlagen die Gastgeber trotzdem.

Foto: Udo Gottschalk

Oberhausen.   Carbon Baskets unterliegen Rostock vor heimischen Publikum am Ende mit 65:78. Xalis Öztürk und Jacob Finkeldey zeigten sich sehr einsatzfreudig.

Der „Käthe Dome“ ist mit 150 Zuschauern gut gefüllt, die Stimmung gut. „Da hat Oberhausen einen tollen Job gemacht“, lobt Trainer Felix Engel. Doch am Ende können weder die Trommeln noch die beiden Lokalmatadore Xalis Öztürk und Jacob Finkeldey verhindern, dass die Premiere eines Jugend-Basketball-Bundesligaspiels in Sterkrade verloren geht. Mit 65:78 (24:33) unterliegen die gastgebenden Carbon Baskets den EBC Rostock Junior Talents und verweilen mit zwei Zählern auf dem letzten Rang der Gruppe.

Öztürk und Finkeldey stammen von den Sterkrade 69ern, neben den Witten Baskets und dem VfL Astro Stars Bochum dem dritten Kooperationsverein der Carbon Baskets, die sich in der Altersklasse U 16 mit den ganz Großen in Deutschland messen. „Das macht uns natürlich auch Stolz, wenn unsere Jungs die Chance bekommen, in der Bundesliga mitzuspielen“, so Marek Lüers.

Fünf Mal pro Woche Training

Der Sportwart der Sterkrader trainiert die U 16 der 69er in der Oberliga und die beiden schon seit vielen Jahren. Denn neben zwei bis drei Einheiten pro Woche in Bochum trainieren die beiden 15-Jährigen auch noch zweimal pro Woche in Sterkrade mit. Den Fahrdienst übernehmen die Mütter oder die Bahn. Hinzukommen die Spiele am Wochenende mit Fahrten bis nach Lübeck oder eben Rostock.

„Bundesliga-Profi“ antworten beide auf die Frage, wie weit sie es in diesem Sport bringen möchten. „Sonst würden wir diesen ganzen Aufwand nicht betreiben“, so Xalis Öztürk, der sich gegen die Talente aus dem Osten mächtig reinschmeißt und am Ende mit elf Rebounds die meisten zweiten Bälle seiner Mannschaft sichert.

Finkeldey verwandelt alle seine drei Versuche aus der kürzeren Distanz

Jacob Finkeldey ist mit seinen 1,94 Metern sogar noch vier Zentimeter größer als Öztürk und spielt trotzdem nicht nur auf der Center-Position, sondern auch als Small oder Power Forward. Seine drei Versuche aus der Nähe sind alle drin, nur von jenseits der Dreierlinie klappt es bei ihm diesmal wie bei den meisten seiner Carbon-Kollegen wenig bis gar nicht. Und auch von der Freiwurflinie lassen die Gastgeber 19 von 39 Versuchen ungenutzt.

„Wir haben alles gegeben, deshalb sollten wir nicht traurig sein“, resümiert Xalis Öztürk. „Der Gegner war körperlich stärker und wir in der Defense manchmal etwas verpeilt.“ Letztlich entscheidend war das dritte Viertel, als die aggressiven Rostocker die Hausherren teilweise Minutenlang komplett am Aufbau hinderten, den Ballverlust erzwangen und die Führung ausbauten. Erst im Schlussviertel fand die Gastgeber in der Käthe-Kollwitz-Halle wieder besser in die Partie, während es die Rostocker ein wenig lockerer angingen ließen – aber vielleicht auch der hohen Intensität ihres Stils Tribut zollen mussten.

Dank geht auch an New Baskets Oberhausen

„Die Leute und die Stimmung waren für die Jungs Ansporn. Aber mit dem sportlichen Druck sind wir nicht gut klar gekommen“, resümierte Cheftrainer Engel. „Mit so vielen Ballverlusten wird es schwer, ein Spiel auf diesem Niveau zu gewinnen. Trotzdem bin ich stolz, dass die Mannschaft sich nie aufgegeben hat.“

Ein Erfolg war die Bundesliga-Premiere für die Sterkrader allemal. „Wir haben vor sechs Jahren unsere Jugendarbeit komplett umgestellt, sind in der Zeit von 92 auf knapp 300 Mitglieder und von fünf auf 18 Mannschaft gewachsen“, erläutert Marek Lüers, der sich auch bei den New Baskets Oberhausen bedankt: „Sie haben uns ihre Tribüne aus der Halle Ost und mit Herman Piekenäcker auch ihren Hallensprecher ausgeliehen, der das auch bei uns sehr professionell gemacht hat“, so Lüers. „Wir haben mit der Käthe-Halle eine Heimat gefunden, für die wir der Stadt sehr dankbar sind und die wir dementsprechend gut pflegen – und in der wir vor 150 Zuschauern Nachwuchs-Basketball aus der Bundesliga präsentieren.“

Wer es verpasst hat: Am Sonntag, 28. Januar, empfangen die Carbon Baskets die Baltic Sea Lions in der Halle am Käthe-Kollwitz-Berufskolleg. Los geht es gegen die Spielgemeinschaft der TSV Kronshagen und des BBC Rendsburg um 15 Uhr.

Carbon: P. Kuhfuß (5 Punkte), Wilke (12), N. Kuhfuß (2), Tomao (8), Müller (5), Krall (9), Kettling (9), Bickert (2), Öztürk (6), Böther, Finkeldey (7).

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