Wiedersehen mit Chan Kong Wah

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TISCHTENNIS. Willi Klaßen war beim World-Team-Cup in Magdeburg für die Einteilung der Schiedsrichter verantwortlich.

Als Willi Klaßen an seinem gestrigen 54. Geburtstag die Glückwunsch-Post geöffnet hat, waren wieder Grüße aus ganz Tischtennis-Deutschland dabei. Und ebenso Glückwünsche von vielen internationalen Zelluloid-Freunden. Schließlich stand der Osterfelder erst am Wochenende weltweit im Blickpunkt: Als einer von drei Oberschiedsrichtern beim in Magdeburg ausgetragenen World-Team-Cup sorgte Oberhausens "Vorzeige-Funktionär" in Sachen Tischtennis für den reibungslosen Ablauf des hochkarätigen Turniers, bei dem die jeweils acht besten Herren- und Damen-TT-Teams der Welt an die Tische gehen.

"Mit meinen aus Frankfurt und dem Schwarzwald angereisten Kollegen war ich für die Nominierung der Unparteiischen bei dieser Großveranstaltung, die mit den Weltmeisterschaften auf einer Stufe steht, verantwortlich", erklärt Klaßen: "Zwölf Schiedsrichter, acht deutsche und vier ausländische waren am Start."

Verständigungsprobleme gibt es unter der Leitung des Oberhauseners nicht: "Ob die anderen deutschen Kollegen oder der Chinese Piao Lin, in der weltweiten Tischtennis-Familie versteht man sich bestens - auch unter den Schiedsrichtern", lacht der nun frischgebackene 54-Jährige.

Leider kein Glück gebracht

Während Willi Klaßen, der selbst viele Jahre bei der SG Osterfeld aktiv spielte, dem deustchen Team, das ohne den erkrankten Spitzenmann Timo Boll antrat, kein Glück brachte (die Herren schieden in der Vorrundengruppe aus), gab es im Finale ein Wiedersehen mit einem anderen "Oberhausener": Der frühere PSV-Zweitligaspieler Chan Kong Wah, der außerdem mehrere Jahre die Nachwuchscracks des Post SV Oberhausen trainierte und Talente wie die Lorenczik-Zwillinge Stefan und Christian oder Sebastian Frintrop förderte, hatte die Nationalmannschaft Hongkongs ins World-Cup-Endspiel gegen China geführt. Der Hongkong-Chinese mit deutschem Pass, der nach seinen Engagements in Oberhausen und Mülheim mittlerweile wieder in Hongkong lebt, ist als Nationaltrainer der verantwortliche Mann für das Nationalteam der Asiaten.

Dass die beiden "Oberhausener" Tischtennis-Experten am Rande des World-Cups in Magdeburg ausgiebig fachsimpelten, versteht sich von selbst: "Wir kennen uns seit 20 Jahren, treffen uns regelmäßig bei wichtigen internationalen Turnieren", verrät Willi Klaßen, der unter anderem mit dem "Blue Bedge", einer internationalen Schiedsrichter-Qualifikation, die weltweit erst rund 100 Referees erhalten haben, ausgestattet ist, dass es ihm an den hiesigen Tischen längst zu eng geworden ist. . .

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