Skilanglauf

Jugend trainiert für Olympia: Auswahl wohl am grünen Tisch

Ein Foto aus besseren Zeiten. Aktuell warten Gerhard Klose (l.) und Detlef Buchwald vom SC Girkhausen vergeblich auf den Schnee.

Ein Foto aus besseren Zeiten. Aktuell warten Gerhard Klose (l.) und Detlef Buchwald vom SC Girkhausen vergeblich auf den Schnee.

Foto: Florian Runte

Girkhausen.  Welche Schulen zum Bundesfinale fahren, wird vermutlich erneut am Schreibtisch entschieden. Girkhausens Detlef Buchwald flüchtet sich in Zynismus.

Der SC Girkhausen und eigentlich alle Wittgensteiner Skivereine sollten langsam, aber sicher mal ein ernstes Wort mit Frau Holle sprechen. Denn auch in den nächsten Wochen ist Schnee im Altkreis nicht zu erwarten. Das ist auch der Grund, warum das Landesfinale für „Jugend trainiert für Olympia“ am gestrigen Mittwoch auf der Girkhäuser Steinert ausfallen musste.

„Es ist einfach zu viel Schnee liegengeblieben, wir werden den ganzen Massen einfach nicht Herr“, flüchtet sich deshalb auch der Vorsitzende Detlef Buchwald in Zynismus. Eigentlich sollte der angesetzte Wettkampf Aufschluss darüber geben, welche Nachwuchsathleten aus Wittgenstein und dem Hessen am Bundesfinale teilnehmen dürfen – der Ausweichtermin, kommende Woche Mittwoch (21. Januar), wird aber wohl auch keine Ergebnisse liefern. Dass es bis dahin schneit, ist nach aktuellen Prognosen zwar nicht ausgeschlossen, die prognostizierten Mengen würden aber nicht reichen – und tauen soll es auch wieder.

Bundesweites Schneeproblem

„Es ist eine Katastrophe. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass die Sportler, wie im vergangenen Jahr, am Grünen Tisch ausgewählt werden“, erklärt Buchwald. Der Landestrainer und das Kultusministerium werden, sollte kein Landesfinale stattfinden, anhand der bereits erzielten Ergebnisse der vorangegangenen Wettkämpfe, die besten sechs Athleten auswählen.

„Die Hessen und eigentlich ganz Deutschland haben ja die gleichen Probleme wie wir. Es liegt kein Schnee und es wird auch den ganzen Monat keinen Schnee geben. Das macht unsere Aufgabe als Verein nicht einfacher. Eventuell muss man überlegen, ob Wintersport überhaupt noch möglich ist, oder ob man sich neu aufstellt“, so Buchwald abschließend.

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