Kommentar zum Jugendfußball

Fair-Play-Liga: Neu ist nicht immer schlecht

Tore werden bis zur F-Jugend nicht offizielle gewertet, sportlichen Ehrgeiz und rassige Zweikämpfe gibt es in der Fair-Play-Liga natürlich dennoch.

Tore werden bis zur F-Jugend nicht offizielle gewertet, sportlichen Ehrgeiz und rassige Zweikämpfe gibt es in der Fair-Play-Liga natürlich dennoch.

Foto: Peter Kehrle / Hans Peter Kehrle

Die Fair-Play-Liga im Jugendfußball polarisiert. Bei aller Kritik: Sie bietet Kindern die Rahmenbedingungen, sich auf dem Sportplatz zu entfalten

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Der Aufschrei ist häufig riesig, wenn altbewährte Regeln über den Haufen geschmissen werden. „Früher hat uns das auch nicht geschadet“, ist ein Spruch, den man an vielen Ecken dann vernehmen kann. Doch nur weil es „früher“ funktioniert hat, heißt es ja noch lange nicht, dass es immer die beste Lösung seien muss.

Im Jahr 1848 verfassten Studenten in Cambridge die ersten Fußballregeln, 1857 wurde der erste Verein gegründet. Damals waren nur Pässe nach hinten erlaubt.

Seitdem haben sich die Voraussetzungen des Spiels in vielfacher Art und Weise immer wieder geändert – überwiegend zum Positiven und hin zu dem Spiel, das wir alle lieben. Hin zu dem Spiel, das Kinder motiviert und inspiriert diesen Sport auszuüben.

Regeln nehmen den Kindern den Druck

Natürlich lässt sich darüber streiten, ob die „Abschaffung“ von Sieg und Niederlage im F-Jugendbereich sinnvoll ist. Doch viel wichtiger als Meisterfeiern und Kantersiege ist im Endeffekt die Gewissheit, dass sich die Kinder auf den Sportplätzen der Region frei austoben können. Ohne Druck, fair und gesittet.

Die Fair-Play-Liga bietet dafür zumindest die passenden Rahmenbedingungen. Denn die Kinder wollen einfach Fußball spielen.

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