SV Schameder lässt den Aufstieg in die Landesliga sausen

Mit Emelie (links) und Marie Schwarz (Mitte) kann der SV Schameder vorerst nicht planen. Nadine Zimmermann bleibt dem SVS erhalten.

Mit Emelie (links) und Marie Schwarz (Mitte) kann der SV Schameder vorerst nicht planen. Nadine Zimmermann bleibt dem SVS erhalten.

Foto: Florian Runte

Schameder.  Die Mehrheit der Spielerinnen des SV Schameder traut sich die höhere Liga nicht zu – auch wegen gravierender Abgänge. Zwei Neuzugänge kommen.

Zur Möglichkeit des Landesliga-Aufstiegs sind die Fußballerinnen des SV Schameder wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Als Bezirksliga-Vierter ergab sich überraschend die Option, weil es in der Landesliga vier Rückzüge zur neuen Saison gab und der Tabellenzweite der Bezirksliga 3, der SV Hohenlimburg II, nicht aufsteigen durfte, da schon dessen „Erste“ in der Landesliga spielt. Weil er zur Saisonhalbzeit Dritter war, hätte der SVS im Zuge der Corona-Sonderregelungen nur ein Jahr nach dem Abstieg wieder hochgedurft.

Der Konjunktiv verrät bereits: Dazu kommt es nicht. „Wir haben uns am Sportplatz getroffen und abgestimmt. Wir bleiben in der Bezirksliga“, verrät Stürmerin Pia Hofius. Einstimmig sei die Sache allerdings nicht gewesen: „Wir hatten auch eine Spielerin, die wollte es in der Landesliga probieren.“

Auch Dirk Hüster lehnt Aufstieg ab

Aber: Die Mehrheit sah es anders, darunter auch Trainer Dirk Hüster. Die Argumente für einen Verzicht wurden bereits im Vorfeld erörtert. Vor dem Abbruch gewann Schameder nur eines der fünf zurückliegenden Spiele, dazu gibt es nun gravierende personelle Einbußen. Eileen Roeser schließt sich den Sportfreunden Siegen an, dazu kann mit Emelie und Marie Schwarz nicht geplant werden, wenngleich die Pässe beim SVS bleiben – die eine zieht um, die andere hört verletzungsbedingt vorerst auf.

„Es reizt natürlich, aber es wäre enorm schwierig geworden. Und wir wissen noch, wie hart es in der Landesliga ist, welch großer Aufwand da betrieben wird“, erklärt Pia Hofius die Entscheidung des Teams. „Sollten wir jetzt Meister werden, können wir es noch mal angehen. Jetzt soll der Spaß im Vordergrund stehen, wir wollen erstmal piano machen.“

Rückzug des TuS Sundern

Auch, weil der Verein mehrere B-Juniorinnen sowie Quereinsteigerinnen ins Team integrieren will – dies sei leichter in der Bezirksliga als in der Landesliga zu realisieren. Mit der aus Erndtebrück stammenden Allrounderin Lea Pickhardt (zuletzt TuS Weitefeld-Langenbach) sowie Offensivspielerin Janine Saft (fängt wieder an) gibt es zwei weitere neue Spielerinnen.

In der Bezirksliga trifft Schameder, der an diesem Dienstag in die Vorbereitung startet, nun auf neue Gegner. Dazu zählen unter anderem die Kreisliga-Meister SG Hickengrund, TuS Medebach und FFC Lüdenscheid 2018. Aus der Landesliga kommt der frühere Westfalenliga-Dino FC Finnentrop runter. Der TuS Sundern hingegen erklärte am Montag seinen Rückzug aus der Bezirksliga.

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