Volleyball

Volleyball: Frauen-Kreisliga lebt wieder auf

Die männliche U16 des TV Dresselndorf spielt ebenfalls in der Kreisliga mit und belegt momentan den zweiten Rang.

Die männliche U16 des TV Dresselndorf spielt ebenfalls in der Kreisliga mit und belegt momentan den zweiten Rang.

Foto: volkher Pullmann

Siegerland.  Mithilfe von Jugend- und Mixed-Mannschaften ist die Frauen-Volleyball-Kreisliga zurück und findet eine positive Rückmeldung vor.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Volleyball-Kreisliga Siegen/Olpe der Damen ist wiederauferstanden – auch dank männlicher und vor allem jugendlicher Unterstützung. Die Liga ist jetzt bunter und jünger. In der neuen Klasse treffen je drei Mannschaft im Modus „Jeder gegen Jeden“ aufeinander. Die Spieldauer beträgt zwei Gewinnsätze in Tie-Breaks bis 13. Und das Wichtigste: Zugelassen sind reine Jungenmannschaften der U16 sowie Mixed-Mannschaften mit mindestens drei Damen und Jungen nur bis Jahrgang 2004.

Die Verantwortlichen im Vorstand des VK Siegen/Olpe um den Vorsitzenden Josef Basch (VC SFG Olpe) griffen diese Idee auf, die schon im Hochsauerlandkreis mit Erfolg praktiziert wird. Philipp Mörschel vom CVJM Siegen stellte schließlich auf dem Kreistag den Antrag zur Einführung einer modifizierten Kreisliga für die Saison 2019/20.

Kürzere Fahrten sind die Folge

In der Vergangenheit waren die weiten Reisen das große Dilemma der Vereine, besonders aus dem Wittgensteiner Raum und dem südlichen Siegerland. Und je weniger Mannschaften aus dem Volleyballkreis Siegen/Olpe meldeten, umso schwieriger war es, eine Kreisliga einzurichten. Das führte schließlich zur Auflösung einer gemeinsamen Kreisliga. Für die Teams blieb nur die Teilnahme an der Bezirksklasse, doch das zog weite Fahrten für die letzten Aufrechten nach sich. Innovative Maßnahmen waren gefragt und wurden gefunden. Mit dem neuen System wurden nun schon mehrere Spieltage absolviert und die Reaktionen sind überaus positiv:


Lara Terkowsky (VTV Freier Grund 3): „Das ist eine echte Win-Win-Situation. Die Liga hat ein ausgeglichenes Niveau. Es macht auch den jungen Spielerinnen mehr Spaß als im Vorjahr in der Bezirksklasse.“


Stipe Brekalo (TV Dresselndorf, männliche U16): „Wir hatten in der Jugendrunde sehr weite Fahrten und weniger Spiele. Ich bin wirklich positiv überrascht und kann alle Spieler einsetzen.“


Jürgen Reinhard (Abteilungsleiter des VfL Bad Berleburg): „Es bereichert den Volleyballsport auf Kreisebene enorm. Es können auch Vereine Mannschaften melden, die geschlechtsspezifisch nicht genügend Spieler zur Verfügung hätten.“
Marla Blechert (TV Hoffnung Littfeld): „Wir haben unsere Damenmannschaft wegen zu dünner Spielerdecke aus der Bezirksklasse zurückgezogen. Jetzt können Anfänger besser herangeführt werden. Wir wären sonst in der Bezirksklasse abgeschossen worden. Die Spiele gegen Jungs sind aber auch irgendwie anders, da spürt meine Mannschaft eine gewisse Verunsicherung.“


Lea Uebach (VC Freudenberg): „Aus unserer Sicht ist das eine sehr gute Sache. Den Mädels macht es sehr viel Spaß, gerade gegen ‚gleichgesinnte‘ Anfänger zu spielen, auf ähnlichem Niveau. Da ist es kein Problem, dass auch Jungs mitspielen. Es ist ein Erfolg, dass eine ‚Anfängerliga‘ gegründet wurde.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben