Fußball-Landesliga

0:2! BW Dingden auch gegen Sterkrade-Nord offensiv harmlos

Zu spät am Ball: Dingdens Sebastian Kamps (in Weiß) scheitert hier an Sterkrades Torhüter Marcel Dietz.

Zu spät am Ball: Dingdens Sebastian Kamps (in Weiß) scheitert hier an Sterkrades Torhüter Marcel Dietz.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.  Aufsteiger Blau-Weiß Dingden musste sich in der Fußball-Landesliga dem neuen Tabellenführer Sterkrade-Nord im Heimspiel mit 0:2 (0:0) beugen.

Mehr Mut hatte Blau-Weiß Dingdens Trainer Dirk Juch von seinen Landesliga-Fußballern vor dem Treffen mit Topteam Sterkrade-Nord gefordert. Dazu gab es eine Menge interner Umstellungen in der Startelf. In der Abwehr, im Mittelfeld und auch vorn. Doch nach 90 ordentlichen Spielminuten bei bestem Sonntagswetter reichte es gegen den neuen Tabellenführer aus Oberhausen nur zu verbaler Anerkennung. Beim 0:2 (0:0) entpuppte sich Dingdens Offensive erneut als nicht durchschlagskräftig genug.

So ähnlich sah das auch Trainer Juch: „Ich gehe mit dem Gefühl nach Hause, dass hier für uns mehr drin war.“ Das musste man an zwei Faktoren festmachen: Angreifer Sebastian Kamps und Schiedsrichter Jan Peter Weßels, der pikanterweise ausgerechnet für Sterkrades Widersacher SV Scherpenberg zur Pfeife greift.

Sebastian Kamps hatte vor der Pause die beiden besten Gelegenheiten. Dingdens Angriffsturm scheiterte aber jeweils im Eins-gegen-eins-Duell an Gäste-Torsteher Marcel Dietz (29), der in ganz jungen Jahren immerhin auch schon mal zum Zweitliga-Aufgebot von Rot-Weiß Oberhausen gezählt hatte.

Foulelfmeter verweigert

Referee Weßels kam erst ganz spät ins Spiel. Genauer: drei Minuten vor dem Ende. Da hätte es nach einem Foul am eingewechselten Felix Leyking im Sterkrader Strafraum einen Elfmeter für Dingden geben können. „Das war für mich eine klare Fehlentscheidung“, betonte Juch. Das teilte er auch lautstark dem Unparteiischen mit, kassierte dafür die Gelbe Karte und ärgerte sich anschließend noch über den zweiten Gegentreffer. Der eingewechselte Damian Vergara Schlootz nahm im Konter alle Spannung aus der Partie.

Für das 1:0 kurz nach der Pause hatte Sven Konarski gesorgt. Der Standard-Experte der Gäste nutzte einen Fehler im linken Defensivbereich der Dingdener und vollstreckte freistehend im Strafraum eiskalt.

Ansonsten war der blau-weißen Abwehr kaum ein Fehler nachzuweisen. Das neu sortierte 4-4-2 mit Michael Leyking und Gerrit Lange in der Innenverteidigung stellte die angriffslustigen Nordler vor Probleme. Dingden hatte das Angriffstrio mit Julius Ufer, Stefan Jagalski und dem von Fichte Lintfort geholten Florian Witte weitgehend unter Kontrolle.

Kapitän Kevin Juch spielte im Vergleich mit der 1:3-Schlappe gegen den SV Scherpenberg am vergangenen Sonntag deutlich defensiver, zog den Ball und damit das Spiel in Libero-Manier immer wieder an sich und überzeugte mit schönen Pässen in die Spitze.

Doch hier offenbarte sich Dingdens Schwäche. Im Angriff mangelt es an Durchsetzungskraft, an Robustheit, an spielerischer Klasse. „Wir hatten keinen Punch“, so Trainer Dirk Juch, „das ist auch eine Frage der Qualität.“ Genau die gab gegen den neuen Spitzenreiter den Ausschlag – zugunsten der Gäste.

Das Spiel in der Statistik:

BWD: J. Buers – Tulgay, M. Leyking, Lange, Rülfing – Cavusman, Juch, Volmering, Schluse (75. Sack) – Holtkamp (61. F. Leyking), Kamps (66. Rensing).

Tore: 0:1 Konarski (49.), 0:2 Vergara Schlootz (88.).

Schiedsrichter: Weßels (SV Scherpenberg).

Zuschauer: 300.

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