Fußball-Oberliga

1:5! SV Schermbeck steckt weiterhin mitten im Abstiegskampf

Verpasste es, die SVS-Führung noch auszubauen: Bilal Can Özkara (links).

Verpasste es, die SVS-Führung noch auszubauen: Bilal Can Özkara (links).

Foto: Oleksandr Voskresenskyi/FFS

Schermbeck.  Die Oberliga-Fußballer des SV Schermbeck warten weiter auf den ersten Sieg. Bei Preußen Münster II gab es ein 1:5 und etliche Kritikpunkte.

Die Durststrecke des SV Schermbeck in der Fußball-Oberliga hält auch nach dem sechsten Spiel an. Die weiterhin sieglose Elf von Trainer Sleiman Salha kassierte bei Preußen Münster II eine deftige 1:5 (1:2)-Niederlage. „Nach dem 1:3 sind wir eingebrochen. Wenn man vorher fünf Spiele nicht gewonnen hat, dann ist dies auch ein mentales Problem“, meinte der Schermbecker Coach, der mit seiner Truppe weiterhin auf dem drittletzten Platz rangiert.

Zwischen den Pfosten hatte Sleiman Salha einen Wechsel vorgenommen. Erstmals in dieser Saison hütete Neuzugang Florian Kraft anstelle von Cedric Drobe das SVS-Tor in der Meisterschaft. „Er hat sehr gute Einheiten bestritten, deshalb haben wir ihn belohnt“, begründete der Übungsleiter die Umstellung. Von den fünf Gegentreffern habe er keinen verhindern können. Im Gegenteil: Kraft bewahrte die Schermbecker noch vor einer höheren Niederlage, als er nach 70 Minuten einen Foulelfmeter parierte.

SVS vergibt noch zwei Hochkaräter

Zu dem Zeitpunkt war mit dem 1:4-Zwischenstand schon alles gelaufen. Dabei hatte es zu Beginn der Begegnung überhaupt nicht nach einer deutlichen Klatsche ausgesehen. Mike Jordan brachte den Gast bereits nach vier Minuten in Führung. Und der SVS hätte den Vorsprung durchaus erhöhen können, ja sogar müssen. Doch Oguz Karagüzel scheiterte in einer Eins-gegen-Eins-Situation am Münsteraner Schlussmann (6.) und den Versuch von Bilal Can Özkara klärten die Platzherren auf der Linie (9.). „Mit drei Siegen im Rücken wären die Chancen reingegangen“, so Salha.

Große Mängel in der Rückwärtsbewegung

Stattdessen lief die Partie in eine ganz anderen Richtung. Ousama Touray (17.) und Avni Kürsat Özmen (37.) drehen das Spiel noch vor der Pause. Als maßgebend für die Gegentreffer sah der Coach die Schwächen im Umschaltspiel nach hinten. „Wir haben jeweils den Ball im Mittelfeld verloren und bekommen die Rückwärtsbewegung nicht hin.“ Trotzdem bezeichnete er die erste Halbzeit noch als „vernünftig“.

Dies traf dann aber nicht mehr für die zweiten 45 Minuten zu. Özmen (46./74.) und Touray (66.) schraubten das Resultat in die Höhe. Im Heimspiel am Mittwoch gegen Sprockhövel „müssen wir eine deutliche Leistungssteigerung zeigen“, fordert Salha, der seine Mannschaft vom Saisonstart an im Abstiegskampf sieht. „Wir wollen einfach nur die Klassen halten“, so der Übungsleiter.

SVS: Kraft; Steinrötter, Habitz (71. Kara), Jordan, Zugcic, Niewerth, Niehoff, Karagüzel (67. Aris), Gllogjani (67. Miles Grumann), Özkara, Smykacz. (R. P.)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben