Sportentwicklungsplan

Beauftragtes Institut empfiehlt drei Fußball-Zentren

Ein Zentrum soll das Auestadion werden, das auch bei der Leichtathletik die Nummer 1 bleibt.

Foto: Gerd Hermann

Ein Zentrum soll das Auestadion werden, das auch bei der Leichtathletik die Nummer 1 bleibt. Foto: Gerd Hermann

Wesel.   Der Sportentwicklungsplan für Wesel wird dem Schul- und Sportausschuss am 5. Oktober vorgestellt. Drei Fußball-Zentren werden darin empfohlen.

Auf mehr als 150 Seiten kommt der Sportentwicklungsplan für Wesel daher, der am 5. Oktober (ab 16.30 Uhr) im Rahmen der nächsten Schul- und Sportausschuss-Sitzung vorgestellt wird. Dabei beinhaltet der vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) verfasste Abschlussbericht auch einiges an Konfliktpotenzial. Denn in Sachen Handlungsempfehlungen bei den Sportplätzen stuft das beauftragte Institut drei Anlagen als besonders wichtig ein: Im Auestadion, am Molkereiweg und in Büderich/Ginderich ist von künftigen Fußballzentren die Rede, deren Dringlichkeit als recht hoch bewertet wird. Die Anlage Nord belegt in dem Ranking hingegen einen hinteren Platz. Dieser Sportentwicklungsplan nimmt politische Entscheidungen allerdings nicht vorweg, sondern dient als Grundlage für die Politik in den nächsten Jahren.

Für die Anlagen, die in dem Papier keine ausdrückliche Erwähnung finden, bedeutet dies keineswegs das Aus. Zumal beim SV Bislich derzeit mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes Fakten geschaffen und etliche Euro investiert werden. Trotzdem wird die Anlage nicht unter den Handlungsempfehlungen aufgeführt. Eine Priorität wird hier also nicht gesehen. Ähnliches trifft auf das Waldstadion in Flüren und das Lippestadion zu. Eine Konzentration des Weseler Fußballs auf den drei letztgenannten Anlagen soll es nicht geben, Investitionen beispielsweise in Kunstrasenspielfeldern sind im Wald- und Lippestadion also eher nicht zu erwarten.

Kapazitäten bei den Sporthallen sollen erhalten bleiben

Dass es zu viele Fußballvereine in Wesel gibt, dies steht auch bei den meisten Klubverantwortlichen nicht mehr zur Diskussion. Doch beim Thema Zusammenschluss hört die Einsicht auf. Diese angestrebten Zentren sollen nun helfen, den Fußball an einigen wenigen Orten zu konzentrieren. Bei den Vereinen SV Büderich und SV Ginderich kann man sich sehr gut vorstellen, eine Anlage gemeinsam zu betreiben. Bei den Sporthallen kommt der Entwicklungsplan zu dem Ergebnis, dass die Kapazitäten erhalten, moderat erweitert und die Hallen qualitativ aufgewertet werden sollten.

Für die Bedarfsanalyse sind Fragebögen zum Sport in Wesel an 10 500 Bürger geschickt worden, 1664 Antworten gingen ein. Zudem beteiligten sich alle Schulen und 74 der 115 Weseler Sportvereine, die 77 Prozent der Vereinsmitglieder repräsentieren, an der Fragebogenaktion. IKPS nahm die Antworten als Grundlage für die Planung. Vier Arbeitssitzungen mit Vertretern aller Betroffenen folgten noch. (R. P.)

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