Fußball-Oberliga

Beim SV Schermbeck führt der Torfluch zur Ergebniskrise

Patrick Rudolph (r.) hat schon vier Verwarnungen gesehen, bei der nächsten muss er ein Spiel pausieren. Sandro Poch fällt mit einem Muskelfaserriss aus.

Patrick Rudolph (r.) hat schon vier Verwarnungen gesehen, bei der nächsten muss er ein Spiel pausieren. Sandro Poch fällt mit einem Muskelfaserriss aus.

Foto: NRZ

Schermbeck.  Seit drei Spielen steht beim Fußball-Oberligisten SV Schermbeck die Null. Im Heimspiel gegen die TSG Sprockhövel will das Team wieder treffen.

Drei Spiele, ein Punkt, null Tore: Diese ernüchternde Bilanz der vergangenen Wochen würde bei vielen Klubs ausreichen, um eine veritable Krise auszurufen. Nicht so bei den Oberliga-Fußballern des SV Schermbeck. Vor dem anstehenden Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den Tabellenneunten TSG Sprockhövel gehen die Verantwortlichen des SVS – allen voran Trainer Thomas Falkowski – weitgehend entspannt mit der Situation um, die mit Blick auf die Tabelle gar nicht so dramatisch erscheint.

Mit 13 Zählern haben sich die Schermbecker im Mittelfeld einsortiert, und dort wollen sie bleiben. „Wir können unsere aktuelle Situation sehr gut einschätzen”, sagt der Coach der Rot-Weißen vor der Aufgabe am Wochenende. „Wir haben eine Ergebniskrise, wir haben aber keineswegs eine Leistungskrise.”

Thomas Falkowski fehlt fast die Hälfte des Kaders

Betrachtet man rückblickend die beiden vergangenen Auftritte des SVS, muss man dem Trainer Recht geben. Im Heimspiel gegen den ASC Dortmund (0:2) verpasste es seine Elf, ein überlegen geführtes Spiel trotz zahlreicher Torchancen siegreich zu gestalten. Und am vergangenen Sonntag beim Auswärtskick in Gütersloh (0:0) musste man sich trotz starker Leistung mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Falkowski nennt das aktuelle Problem seines Teams beim Namen. „Aus irgendeinem Grunde treffen wir gegenwärtig das Tor nicht.” Dabei ehrt es ihn, dass er einen anderen Umstand als Entschuldigung für die jüngsten Ergebnisse nicht gelten lassen will. Gegenwärtig muss der Schermbecker Coach fast auf die Hälfte seines Oberliga-Kaders verzichten.

Niehoff und Mule-Ewald noch drei Spiele gesperrt

Ärgerlich sind die beiden Ausfälle von Raphael Niehoff und Kevin Mule-Ewald, weil beide beim Pokalspiel in Menden zu selbstverschuldeten Roten Karten kamen und noch drei Pflichtspiele zwangspausieren müssen. Zudem werden Maik Habitz (Kreuzbandriss), Sandro Poch (Muskelfaserriss), Malte Grumann (Schulterprobleme), Miles Grumann (Urlaub), Bilal Can Özkara (Innenbandriss im Knie), Gökhan Turan (Oberschenkelzerrung) und auch Kevin Rudolph (Wadenverletzung) am Sonntag nicht einsatzfähig sein.

Gelbsperre droht Patrick Rudolph und Klimczok

Schlimmer noch: Sowohl Patrick Rudolph als auch Marek Klimczok sind bereits vier Mal mit Gelb vorbelastet und könnten ebenfalls demnächst für ein Spiel gesperrt sein. „Personell”, sagt Falkowski, „gehen wir arg auf dem Zahnfleisch. Aber wir werden nicht jammern. Das ist nicht unsere Art.” Schließlich bleibt die Zuversicht, auch mit Akteuren aus der Reservemannschaft gegen Sprockhövel bestehen zu können.

Zwar kommt der Gegner nach vier Spielen ohne Niederlage (acht Punkte) mit breiter Brust nach Schermbeck, aber Falkowski will dem offensiven und technisch versierten Tempospiel der TSG Leidenschaft und Kampfkraft entgegensetzen. „Wir wollen anschließen an die Leistung in Gütersloh und Vollgas geben”, sagt der SVS-Übungsleiter. „Dann haben wir daheim in unserem Wohnzimmer die Chance, den Torfluch zu beenden und dieses Match zu gewinnen.”

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