Fußball-Landesliga

BW Dingden verliert das Glücksspiel mit dem Wind

Julian Weirather (rechts) vergab für BW Dingden eine der ganz wenigen Gelegenheiten.

Julian Weirather (rechts) vergab für BW Dingden eine der ganz wenigen Gelegenheiten.

Foto: Gerd Hermann/FFS

Hamminkeln.  In der Fußball-Landesliga zog BW Dingden im Kellerduell bei der SV Hönnepel-Niedermörmter mit 0:1 den Kürzeren – bei irregulären Bedingungen.

Die Auftakteuphorie war nur von kurzer Dauer. Nach dem jüngsten 1:0-Erfolg gegen Amern musste Fußball-Landesligist BW Dingden gestern eine empfindliche Niederlage einstecken. Die Blau-Weißen unterlagen dem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf SV Hönnepel-Niedermörmter auswärts mit 0:1 (0:1) und bleiben weiter Tabellenvorletzter. Hö.-Nie. hat bei noch drei ausstehenden Nachholspielen nun vier Punkte Vorsprung vor den Dingdenern.

BWD-Trainer Dirk Juch war angefressen – und zwar nicht allein wegen der schmerzhaften Pleite. Vielmehr stießen ihm die widrigen Umstände sauer auf. Der starke Wind machte das Fußballspielen unmöglich. „Dieses Spiel hätte niemals angepfiffen werden dürfen. Das hätte ich auch gesagt, wenn wir gewonnen hätten. Das haben alle auf dem Platz so gesehen – nur das Schiedsrichtergespann nicht“, so Juch.

BW Dingden einmal in Hälfte eins über der Mittellinie

Die Unparteiischen hätten noch vor dem Anpfiff Rücksprache mit der Staffelleitung gehalten – mit dem fragwürdigen Ergebnis, das Spiel anzupfeifen, so Juch. Vor ruhenden Bällen musste das Spielgerät von einem nicht ausführenden Akteur festgehalten werden, der Ball wäre sonst weggerollt. „Von 50 Bällen sind 48 ins Aus geflogen. Wir waren in der ersten Halbzeit einmal über die Mittellinie“, sagte Juch, dessen Team zunächst gegen den Wind hatte spielen müssen.

Juch: Den Elfmeter muss man nicht pfeifen

In der 37. Minute ging der Gastgeber dann mehr oder weniger glücklich in Führung. BWD-Abwehrspieler Tillmann Kruse hatte einen Hö.-Nie.-Akteur zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Edin Husic verwandelte die einzige nennenswerte Gelegenheit in der ersten Halbzeit zum 1:0. „Den Elfmeter muss man nicht pfeifen“, sagte Juch.

Auch der Rückenwind im zweiten Durchgang sollte kein Vorteil für die Gäste sein. Aus dem Spiel heraus konnten die Dingdener keine Gefahr ausstrahlen. Julian Weirather köpfte in der 75. Minute nach einer Ecke knapp vorbei. „Es ist sehr ärgerlich, ausgerechnet dieses wichtige Spiel auf diese Art und Weise zu verlieren“, sagte Juch.

BWD: J. Buers; Schluse (77. Rülfing), Weirather, Kruse (87. van Stegen), Cavusman, S. Buers, Sack (63. Lange), Kamps (81. Volmering), F. Leyking, Klein-Schmeink, Salman.

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