Volleyball

BW Dingden verpasst den Auftaktsieg gegen Köln nur knapp

Louisa Baumeister und Maike Schmitz konnten gegen große Kölnerinnen viele Bälle blocken.

Louisa Baumeister und Maike Schmitz konnten gegen große Kölnerinnen viele Bälle blocken.

Foto: foto: Gerd Hermann / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.  Die Volleyballerinnen aus Dingden nehmen nach dem 2:3 am 1. Spieltag der 2. Bundesliga gegen einen starken Gegner immerhin einen Punkt mit.

Die Stimmung war gut, der Frust über die Niederlage nicht allzu groß, dennoch lag eine gewisse Unsicherheit in der Luft. Die Volleyballerinnen von BW Dingden hatten zum Auftakt in der 2. Bundesliga knapp mit 2:3 (28:30, 25:21, 25:23, 21:25, 10:15) gegen das Team der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln verloren. Die Vorzeichen vor der Begegnung waren eigentlich klar. Köln war der große Favorit, die Gastgeberinnen wollten sich ordentlich verkaufen. Ihr Ziel erreichten die blau-weißen Damen allemal, ärgerlich nur, dass sogar der Sieg drin war. Ganze zwei Stunden und 16 Minuten dauerte es, bevor eine Entscheidung gefallen war, und rein spielerisch gesehen hatte nicht die bessere Mannschaft gewonnen.

Aber der Reihe nach: Die Dingdenerinnen erwischten einen guten Start und zogen Mitte des ersten Satzes auf 15:12 weg. Von Zufriedenheit an der Seitenlinie vorerst keine Spur. Dingdens neuer Trainer Marinus Wouterse blickte ernst drein und schritt unruhig auf und ab. Beim Stand von 16:16 unterlief Jule Neuhäuser der nahezu einzige Fehler bei der Annahme an diesem Abend, die Gäste gingen in Führung. Ob Neuhäuser oder Neuzugang Sophie Emming, beide Libera erwischten einen guten Tag und machten ihre Sache sehr ordentlich. Der Satz blieb ausgeglichen. Beim Stand von 24:22 schafften die Gastgeberinnen es aber nicht, den Deckel drauf zu machen. Im Gegenteil, der Satz ging noch 28:30 verloren. „Ich glaube“, sagte Wouterse nach dem Spiel, „uns hat heute in einigen Situationen die Cleverness gefehlt. Von den fünf Sätzen hätte Dingden vier gewinnen müssen.“

Kappmeyer und Harbring führen BWD zum Satzgewinn

Die ohnehin geringe Fehlerquote auf Dingdener Seite wurde im zweiten Durchgang noch geringer. Die Blau-Weißen spielten im Angriff variabel und konnten trotz der körperlichen Defizite im Vergleich zu den großgewachsenen Kölnerinnen einige Bälle blocken. Der Ausgleich nach Sätzen gelang souverän. Nach genau einer Stunde stand es 1:1.

Der gewonnene Durchgang gab BWD noch mehr Sicherheit, denn auch wenn Dingden im dritten Durchgang mit 18:20 im Hintertreffen lag, so glaubte das Team weiter an sich und konnte noch alles zum Guten wenden. Besonders Diagonalangreiferin Katrin Kappmeyer und Mittelblockerin Andrea Harbring waren in der Schlussphase für den Satzgewinn verantwortlich. Der erste Punkt war also sicher.

So gut die ersten drei Durchgänge waren, so schwach gerieten die Anfangsphase im vierten Satz. Die Gäste aus der Domstadt spielten schlau. Allen voran Zuspielerin Kirsten Tälkers, die ihre Nebenleute immer wieder gut in Szene setzte. Schnell waren die Gastgeberinnen mit 1:5 im Hintertreffen und konnten im gesamten Durchgang auch nicht mehr ausgleichen.

Wouterse kann mit vielen Dingen zufrieden sein

Im entscheidenden fünften Satz folgte dann erneut der schnelle Rückstand. Beim 5:10 sah sich Wouterse gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Seine Worte fanden Anklang und BWD kämpfte sich noch einmal heran. Nach dem 10:13 durch einen Schmetterball von Harbring war die Luft allerdings raus und der Favorit aus Köln entführte zwei Punkte vom Mumbecker Bach. „Gegen Köln zu verlieren ist nicht schlimm, denn Köln spielt immer ganz oben mit. Wenn man das ganze Spiel sieht, dann war Dingden heute die bessere Mannschaft. Wir haben wenig Fehler gemacht, aber die Kölnerinnen haben ihre Länge sehr gut ausgespielt. Das Spiel hat aber gezeigt, dass wir Vertrauen in unsere Mannschaft haben können“, resümierte Wouterse.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben