Fußball-Kreisliga A

BW Wertherbruch empfängt das Schlusslicht HSC Berg

Die Blau-Gelben aus Berg wollen das Ruder herumreißen, die Schwarz-Weißen aus Ringenberg können das Polster nach unten vergrößern.

Die Blau-Gelben aus Berg wollen das Ruder herumreißen, die Schwarz-Weißen aus Ringenberg können das Polster nach unten vergrößern.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Am Niederrhein.  In der Fußball-Kreisliga A steht ein Hamminkelner Derby mit klar verteilten Rollen an. SV Bislichs Trainer Steffen Herden erwartet Ex-Klub.

In der Fußball-A-Liga empfängt BW Wertherbruch den HSC Berg am Sonntag zum Nachbarschaftsduell. Die Rollen sind im Vorfeld klar verteilt – dazu reicht ein Blick in die Tabelle. Während die Blau-Weißen mit neun Punkten aus sieben Spielen einen soliden Start erwischten, steht der Aufsteiger aus Berg ohne einen Zähler am Tabellenende. Der Mut hat den HSC trotz des katastrophalen Saisonbeginns aber nicht verlassen: „Wir haben phasenweise gezeigt, dass wir auch eine Chance haben“, gibt sich HSC-Trainer Adolf Grill kämpferisch.

Zu oft schlug sich der Aufsteiger jedoch selbst. Beim jüngsten 0:5 gegen TuB Bocholt II hatte der HSC bereits nach vier Minuten mit 0:2 in Rückstand gelegen. „Wir müssen zusehen, dass wir mal eine Halbzeit lang die Null halten. Dann ist etwas drin“, so der Trainer, dem nun mehr Spieler zur Verfügung stehen. Aufgrund der extrem schlechten Personalsituation wurde die Zweite Mannschaft vom Spielbetrieb in der C-Liga abgemeldet und füllt nun den Kader des A-Ligisten auf. „Der Verein hält zusammen. Das ist das Wichtigste“, so Grill, der auf Dominik Leiting (beruflich verhindert) verzichten muss.

BWW-Coach Rene Olejniczak hat Respekt vor der Aufgabe: „Berg will das Ruder mit aller Macht herumreißen“, ist er sich sicher. Gleichzeitig weiß der Übungsleiter der Blau-Weißen auch, dass gegen das Schlusslicht nur ein Sieg zählt. „Wir werden gewinnen, wenn wir unsere Leistung abrufen. Und wenn es einmal nicht läuft, müssen wir den Sieg eben erzwingen.“ Jan Hegmann (Knöchel) und Marc van Drünen (Schulter) fallen aus. Hinter Leonardo Moschüring und Fabian Schweers steht noch ein Fragezeichen.

Der SV Brünen ist beim Tabellendritten Fortuna Millingen zu Gast. Das Team von Aycin Özbek hat in der Ferne bisher noch keinen Punkt geholt. „Es wird Zeit. Bei einer guten Tagesform können wir auch Millingen schlagen“, so Özbek, für den es vor allem auf eine gute Defensive ankommt. „Die wenigen Chancen, die wir bekommen, müssen wir dann nutzen“, sagt er. Max Pannen und Leon Lenkeit fallen verletzt aus. Nils Hutmacher, Lukas Damen und Nico Janzen kehren ins Aufgebot zurück.

Der SV Bislich empfängt den Vorletzten SV Krechting. Aufgrund der Arbeiten am Flutlicht auf dem neuen Kunstrasen wird die Partie auf dem derzeit holprigen Rasenplatz stattfinden. „Wir wollen wieder besser Fußball spielen. Da wäre uns der Kunstrasen schon entgegengekommen“, sagt Trainer Steffen Herden. Der Übungsleiter will aber keineswegs nach Ausreden suchen: „Auf eigenem Platz muss ein Sieg das Ziel sein.“ Vor dem Gegner, den Steffen Herden vor zwei Jahren noch interimsweise gecoacht hat, warnt der Bislicher Coach: „Von den Spielern, die ich trainiert habe, sind nicht mehr viele übrig. Dennoch ist das keine schlechte Truppe. Ich habe großen Respekt“, so Herden.

Der SV Ringenberg hat GW Vardingholt zu Gast. „Wir wollen uns mit einem Sieg ein komfortables Polster auf die Abstiegszone verschaffen. Das ist eine Riesen-Chance“, so Trainer Dennis Reddmann, der wieder auf die Offensivkräfte Tobias van Wahnem und Mathias Nienhaus zurückgreifen kann.

In der A-Liga Recklinghausen zählt für den TuS Gahlen im Heimspiel gegen Schlusslicht Adler Weseke II nur ein Dreier. „Wir können nur verlieren. Das sollte allen Akteuren bewusst sein. Mit der nötigen Konzentration werden wir uns durchsetzen“, so Trainer Thomas Grefen. Tim Brus fehlt urlaubsbedingt.

Der SV Schermbeck II will gegen den 1. FC BW Wulfen den sechsten Sieg in Serie einfahren. „Der Gegner hat eine super Mannschaft. Aber wir sind immer in der Lage, viele Tore zu schießen. Und ich erwarte, dass wir uns in der Defensivarbeit noch etwas steigern“, so SVS-Trainer Sleiman Salha. Leo Pelaj (verletzt) und Nicolas Wickermann (gesperrt) sind nicht dabei.

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