Fußball-Stadtmeisterschaft

BW Wertherbruch wird zum ersten Mal Stadtmeister

Blau-Weiße jubeln, aber nicht die aus Dingden: Wertherbruch holte sich durch einen 1:0-Finalsieg über den Bezirksliga-Aufsteiger erstmals den Sieg bei der Stadtmeisterschaft.

Foto: Gerd Hermann

Blau-Weiße jubeln, aber nicht die aus Dingden: Wertherbruch holte sich durch einen 1:0-Finalsieg über den Bezirksliga-Aufsteiger erstmals den Sieg bei der Stadtmeisterschaft. Foto: Gerd Hermann

Hamminkeln.   BW Wertherbruch holt seinen Premieren-Titel bei den Hamminkelner Stadtmeisterschaften. Bezirksligist Hamminkelner SV „blamiert sich maßlos“.

BW Wertherbruch ist zum ersten Mal überhaupt Hamminkelner Fußball-Stadtmeister. „Das ist etwas für unsere Geschichtsbücher“, sagte der überwältigte Trainer Rene Olejniczak nach dem Schlusspfiff. Der B-Ligist hatte das Endspiel gegen den großen Favoriten BW Dingden mit 1:0 (1:0) für sich entschieden. „Eine großartige Leistung der ganzen Mannschaft. Wir haben den Titel für das ganze Dorf geholt“, so Olejniczak, der erst seit diesem Sommer an der Seitenlinie des A-Liga-Absteigers steht. „Das ist natürlich auch ein toller Einstand.“

BWD-Trainer Dirk Juch war nach dem verlorenen Finale enttäuscht. „Natürlich wollten wir gewinnen. Wertherbruch hat es aber gut gemacht, das muss man auch anerkennen“, sagte er. Der Übungsleiter hatte gegen den Nachbarn aus Wertherbruch nicht wechseln können, da alle vier Reserve-Spieler angeschlagen waren. „Das soll aber keine Ausrede sein“, so Juch.

Die Wertherbrucher gewannen bei den Titelkämpfen, die auf dem Platz des HSC Berg ausgetragen wurden, jedes Spiel. Dazu blieben die Blau-Weißen ohne Gegentor. „Wir haben das Augenmerk auf eine kompakte Defensive gelegt“, sagte der BWW-Coach. Nach dem Abpfiff sprang ihm Domenik Schweers, der Siegtorschütze des Finales, in die Arme. Von allen Seiten nahm er die Glückwünsche entgegen. Gerechnet hatte mit dem Erfolg niemand. „Auch ich nicht. Aber nach dem zweiten Gruppensieg haben wir gemerkt, dass hier etwas geht“, meinte Olejniczak.

Torsten Exo markiert den entscheidenden Treffer

Die rund 100 Zuschauer sahen ein packendes Finale, in dem die Wertherbrucher dem Bezirksligisten das Leben schwer machten. Dennoch besaß der Vorjahressieger aus Dingden die erste Chance. Steffen Buers setzte einen Kopfball an den Innenpfosten (3.). Dingden hatte zwar mehr Spielanteile, Wertherbruch präsentierte sich jedoch bissiger in den Zweikämpfen und war jederzeit gefährlich. „Sie waren heißer als wir“, so Dirk Juch. Nach einer maßgenauen Flanke von Torsten Exo markierte Domenik Schweers in der sechsten Minute das 1:0.

Die Mannschaft von Dirk Juch rannte immer wieder an, konnte ihre wenigen Möglichkeiten aber nicht nutzen. Rene van der Heiden scheiterte gleich zwei Mal per Kopf am BWW-Keeper Micha Schlebes (14./24.,). Robin Volmering vergab in der 26. Minute freistehend. Wertherbruch hatte durch Domenik Schweers die große Chance auf die vorzeitige Entscheidung. Dem Angreifer sprang der Ball jedoch über den Schuh (38.). „Im Finale haben wir nicht gut gespielt“, so Juch, der anfügte: „Unsere beste Leistung haben wir gegen den Hamminkelner SV abgerufen.“ Gegen den Liga-Konkurrenten hatten sich die Blau-Weißen in der Gruppenphase mit 5:0 durchgesetzt.

HSV-Trainer: „Da haben wir uns maßlos blamiert!“

Der Mit-Favorit HSV musste bereits nach dem ersten Tag seine Titelhoffnungen begraben. Allerdings sah Trainer Thorsten Albustin das frühe Aus auch dem Rumpfkader am Samstag geschuldet. Mit den dazugestoßenen Jan Sweers, Lars Klein-Hitpaß und Tom Wirtz gab es gestern ein 4:1 gegen den HSC Berg. „Mit dem Kader hätten wir das erste Spiel gewonnen“, meinte der Coach. Stattdessen hieß es 0:1 gegen GW Lankern, anschließend noch 0:5 gegen den Bezirksliga-Kontrahenten BW Dingden. „Dabei haben wir uns maßlos blamiert“, räumte Albustin ein. Natürlich hätte sich der HSV-Trainer ein erfolgreicheres Abschneiden gewünscht. „In erster Linie befinden wir uns auch bei der Stadtmeisterschaft immer noch in der Testspielphase.“

Im Spiel um den dritten Platz setzte sich der VfR Mehrhoog im Elfmeterschießen mit 3:1 gegen GW Lankern durch. Die beiden Teams hatten sich im Vorfeld darauf geeinigt, die Partie vom Punkt aus zu entscheiden. GWL-Trainer Markus Rambach war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: „Wir haben uns gut verkauft und sind in einer schweren Gruppe weitergekommen Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Im Halbfinale ist uns die Kraft ausgegangen.“ Sein Team musste sich dem späteren Sieger BW Wertherbruch mit 0:4 geschlagen geben. „Die Niederlage war schon verdient. Wertherbruch war die bessere Mannschaft“, so Rambach. Im zweiten Halbfinale unterlag der VfR Mehrhoog BW Dingden mit 0:1.

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