Frauenfußball

Der PSV Lackhausen trotzt Favorit GW Lankern ein Remis ab

Verbissene Zweikämpfe, wie hier zwischen der Lackhausenerin Sophie Esser (links) und Lankerns Marleen Tielkes, gab es einige im temporeichen Derbv.

Verbissene Zweikämpfe, wie hier zwischen der Lackhausenerin Sophie Esser (links) und Lankerns Marleen Tielkes, gab es einige im temporeichen Derbv.

Foto: Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Am Niederrhein.  Das Derby in der Landesliga endet 1:1. Rückkehr ist für GWL-Coach Taner Demir ein „komisches Gefühl“. Lankern drückt in der Schlussphase.

Für Taner Demir war es „ein ganz komisches Gefühl.“ In den vergangenen zwei Spielzeiten hatte der Übungsleiter die Fußballerinnen des PSV Lackhausen trainiert, die Mannschaft vor seinem Abschied im Sommer noch in die Landesliga geführt. Am Sonntag kehrte Demir als Coach des Weseler Ligakonkurrenten GW Lankern an den Molkereiweg zurück – und traf dort natürlich auf besonders motivierte Ex-Spielerinnen. Der gastgebende Aufsteiger trotzte den favorisierten Grün-Weißen ein 1:1 (1:1)-Remis ab und fuhr damit im dritten Anlauf den ersten Zähler der noch jungen Saison ein.

Es war von Beginn an ein offener Schlagabtausch, den sich die Nachbarn vor ordentlicher Kulisse auf dem PSV-Hauptplatz lieferten. Keine Minute war gespielt, da erzielte Nina Siatkowski aus dem Gewühl heraus bereits die Führung für Lackhausen. In der Folge hatten die Postsportlerinnen weitere sehr gute Gelegenheiten, um die Führung auszubauen, aber auch Lankern kam immer wieder gefährlich vor das Weseler Tor. Die flinke Natalie Jeromin ließ sich in der 20. Minute auch von einem Foul nicht stoppen, umkurvte Emma Busch im PSV-Tor und traf zum Ausgleich.

Erwin Althoff ist mit dem Engagement zufrieden

Nach dem Wechsel agierte der Aufsteiger noch rund 20 Minuten ebenbürtig, war dann aber mit seinem Kräften am Ende. Die Schlussphase gehörte eindeutig Lankern. „Da haben wir dann Glück gehabt, dass es noch zu einem Punkt gereicht hat“, gestand Erwin Althoff. Der neue PSV-Coach konnte mit dem Engagement seines Teams dennoch sehr zufrieden sein: „Manchmal haben wir vielleicht sogar ein wenig übermotiviert agiert. Und die letzte Konzentration hat auch einige Male gefehlt.“

Taner Demir trauerte noch ein wenig einer vergebenen Großchance in der Nachspielzeit nach, wollte aber auch nicht meckern: „Die Mädels haben leidenschaftlich gekämpft. Die Zuschauer haben ein temporeiches Spiel gesehen. Es ging hin und her. Meinem Ex-Club gönne ich den Punkt natürlich auch. Ich bin mir sicher, dass der PSV die Klasse halten wird.“

Meike Rudolph bleibt vor dem Tor cool

Der SV Brünen musste sich beim GSV Moers II ebenfalls mit einem 1:1 (0:0) begnügen. „Wir haben zwei Punkte liegen lassen“, urteilte SVB-Coach André Dirks, dessen Team die Begegnung über weite Strecken bestimmte, aber einfach zu viele Chancen ausließ. Den Moerser Führungstreffer (52.) legten die Gäste dagegen mit einem Querpass im eigenen Sechzehner mustergültig auf. Meike Rudolph, die in der 67. Minute vor dem gegnerischen Tor ganz cool blieb, rettete immerhin noch einen Zähler.

Auch wenn der dritte Sieg im dritten Spiel möglich gewesen wäre, relativierte Dirks hinterher: „Man muss bedenken, dass wir einige Ausfälle verkraften mussten und mehrere Spielerinnen nicht hundertprozentig fit waren. Moers hatte auch drei Spielerinnen aus dem Regionalliga-Kader dabei.“

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