Handball-Oberliga

Die HSG Wesel ist bei der HG Remscheid nur Außenseiter

Daniel Weber (am Ball) und die HSG fahren als Außenseiter nach Remscheid.

Foto: ERWIN POTTGIESSER

Daniel Weber (am Ball) und die HSG fahren als Außenseiter nach Remscheid. Foto: ERWIN POTTGIESSER

Wesel.   Für Wesels Trainer Sven Esser ist der nächste Gegner trotz dürftigen Starts immer noch ein Topfavorit auf den Titel. Mettmann hat Mut gemacht.

Am vergangenen Wochenende war es für die HSG Wesel endlich so weit. Der erste Punkt in der noch recht jungen Oberliga-Saison wanderte auf das Konto der Weseler Handballer. Ob damit der Knoten endlich geplatzt ist? Diese Frage will das Team am Samstagabend (19.15 Uhr) bei der HG LTG/HTV Remscheid möglichst mit einem lauten „Ja“ beantworten.

Schwer dürfte die Beweisführung allemal werden. Immerhin wurden die Remscheider von vielen als Topfavorit in der Liga gehandelt. Trotz der bisher noch nicht überzeugenden Ausbeute von 3:3 Punkten hat auch Sven Esser die Gastgeber noch immer auf dem Zettel. „Aus meiner Sicht sind sie noch immer der Favorit“, betont der Weseler Trainer, der daher auch mit Blick auf das anstehende Duell ganz klar festhält: „Das wird eine extrem schwere Aufgabe. Wir sind nur Außenseiter.“

Gegner konnte sich verstärken

Remscheid bietet einen fast beneidenswert guten Kader auf. „Unfassbar gut“, findet Sven Esser zum Beispiel Zugang Tobias Geske. Der Torhüter kam von der SG Langenfeld, mit der er 2016 den Aufstieg in die 3. Liga geschafft hatte. Mit Zweit- und Drittligaerfahrung kann zudem Michael Heimansfeld wuchern. Der Rückraumspieler, beim unglücklichen 21:21 in Überruhr am vergangenen Wochenende mit sechs Toren bester Werfer der Remscheider, lief bereits für Erlangen (2. Liga) sowie unter anderem für die OSC Löwen Duisburg und die HSG Krefeld (3. Liga) auf.

Einfache Fehler vermeiden

„Im Rückraum und auf der Torhüter-Position sind sie sehr gut besetzt“, weiß Sven Esser, der den Plan für das Spiel bereits genau formuliert hat. „Wir müssen im Angriff die einfachen Fehler vermeiden“, warnt er. Genau diese Patzer waren der HSG besonders in den ersten beiden Saisonspielen zum Verhängnis geworden. Dazu soll der Deckungsverband sicher stehen. Esser: „Wir dürfen gerade den starken Rückraum der Remscheider nicht ins Spiel kommen lassen.“

Eine Trainingseinheit ist ausgefallen

Dass durch den Feiertag am Dienstag eine Trainingseinheit ausfallen musste, kam für den Tabellenelften zur Unzeit. Der phasenweise sehr gute Auftritt der Vorwoche gegen Mettmann spricht nämlich dafür, dass die Weseler aus einigen Fehlern lernen konnten. Darum soll eben diese Partie auch als gutes Beispiel dienen. „Das war letzte Woche zum Teil sehr gut. Wir müssen eben diesmal alles komplett abrufen, dann haben wir, denke ich, auch in Remscheid eine Chance“, setzt Sven Esser eine dicke Portion Vertrauen sein Team.

Personell ist die HSG gut aufgestellt. Mit Matthias Kalus, der im Urlaub weilt, muss Esser nur einen Ausfall notieren. „Ansonsten habe ich die Qual der Wahl. Aber da gibt es sicher Schlimmeres.“

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