Handball

Die HSG Wesel will den nächsten Schritt gehen

Fabian Hoffmann und die HSG Wesel wollen sich mit einem Sieg gegen Oberhausen endgültig aller Abstiegssorgen entledigen.

Fabian Hoffmann und die HSG Wesel wollen sich mit einem Sieg gegen Oberhausen endgültig aller Abstiegssorgen entledigen.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Wesel.  Weseler hoffen darauf, sich mit einem Sieg gegen die HSG RWO TV aus dem Abstiegskampf zu verabschieden. Duell gegen Tabellennachbarn.

Nach dem enttäuschenden Teilerfolg am vergangenen Samstag beim 24:24 gegen den TV Neukirchen wollen die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel am Wochenende endlich einen Riesenschritt in Sachen Klassenverbleib machen. Das Team von Trainer Jan Mittelsdorf empfängt am späten Sonntagnachmittag (17 Uhr) die Oberhausener Spielgemeinschaft HSG RWO TV und trifft dabei auf den Tabellennachbarn, der aus den bisherigen 16 Saisonspielen gerade mal einen Punkt mehr als die Weseler erspielen konnte.

Deutlich formverbessert

Das Ziel ergibt sich aus eben dieser Konstellation. „Der Plan ist es, dass wir beide Punkte daheim in Wesel behalten wollen”, sagt der Coach der HSG. „Aber sicher wird das ein Spiel auf Augenhöhe. Die Auseinandersetzungen mit den Oberhausenern waren in der Vergangenheit stets eng und hatten nicht immer das bessere Ende für uns.”

Das soll diesmal anders werden. Die HSG zeigte sich nach der kurzen Weihnachtspause – klammert man das letzte Auswärtsspiel in Neukirchen einmal aus – deutlich formverbessert. Deshalb ist es aus Sicht des Trainers enorm wichtig, die zurückliegende Partie rasch zu vergessen und dennoch die richtigen Lehren daraus zu ziehen. „Wir müssen dieses Spiel aus den Köpfen bekommen und als Team den nächsten Schritt gehen”, sagt Mittelsdorf. „Wir wollen uns in dieses Spiel reinbeißen und gegen RWO bestehen. Dann sollte das Thema Abstieg für uns endgültig Vergangenheit sein.“

Nur zu gern würde der Trainer der Weseler Handballer gemeinsam mit seinen Spielern den dann noch ausstehenden neun Saisonspielen entspannter entgegen sehen. Auch um die Mannschaft, deren Kader im Winter um drei Spieler erweitert wurde, weiter einzuspielen, wäre es hilfreich, nicht ständig unter Zugzwang zu sein. „Das würde uns als Team sicher weiterbringen”, sagt Mittelsdorf mit Blick auf die Zukunft der HSG. Gegenwärtig allerdings bleibt ihm erst einmal nur seine Zuversicht. „Ich bin optimistisch, dass wir gewinnen werden”, sagt er, auch wenn ihm mit Michael Steffens (grippeerkrankt) und Jonas Kulinski (beruflich verhindert) zwei Akteure fehlen werden und Keeper Marius Hünting verletzungsbedingt fraglich ist.

Insofern gilt es, mit Engagement und Leidenschaft einem Gegner zu begegnen, der unangenehm zu bespielen sein wird. Das von Ex-TUSEM-Essen-Profi Krzysztof Szargiej trainierte Team verfügt über zahlreiche Spieler, die bereits in der Oberliga Erfahrungen sammeln konnten. Die Mannschaft der HSG ist im Kern schon Jahre zusammen, eingespielt und „abgezockt”, wie Mittelsdorf weiß. Dreh- und Angelpunkt in der Oberhausener Offensive ist Patrick Kerger, der das Spiel der Gäste lenkt. „Ausschalten kann man den nicht”, sagt der HSG-Coach. „Aber wir werden seine Kreise eindämmen müssen, wenn wir Erfolg haben wollen. Deshalb werden wir ihm mit gesunder Handball-Härte begegnen, um ihm die Lust am Spiel zu verleiden.”

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