Ironman-WM auf Hawaii

Die Weselerin Mareen Hufe fühlt sich sehr gut vorbereitet

Mareen Hufe (links) lief beim Hanse-Citylauf neue Bestzeit.

Foto: FUNKE Foto Services

Mareen Hufe (links) lief beim Hanse-Citylauf neue Bestzeit. Foto: FUNKE Foto Services

Wesel/Kailua-Kona.   Nach einer chaotischen Anreise ist die Profi-Triathletin auf Hawaii eingetroffen und hat auch schon die ersten Trainingseinheiten absolviert.

Mareen Hufe hat sich für das Telefonat extra den Wecker gestellt. Auf Hawaii ist es 5.30 Uhr morgens. „Kein Problem“, lacht die Profi-Triathletin. Die Weselerin will sich ohnehin ans frühe Aufstehen gewöhnen und schnell in den richtigen Rhythmus für die Ironman-WM am 14. Oktober kommen. Am Montag hat sich die 39-Jährige vom Niederrhein aus in Richtung „Aloha State“ aufgemacht und nach einer „chaotischen Anreise“ auch irgendwann ihr Ziel erreicht.

Dass dabei sowohl der Großteil ihrer Anziehsachen als auch das Fahrrad den Weg zu ihr noch nicht gefunden haben, macht der gut gelaunten Sportlerin keinen allzu großen Kummer. „Ich bin halt erstmal in geliehenen Klamotten rumgelaufen und habe mir auch für das Lauftraining etwas geborgt. Meine Trainerin musste den Trainingsplan auch ein wenig ändern, weil ich eigentlich schon eine Radeinheit haben sollte. Wenn das Fahrrad morgen immer noch nicht da sein sollte, werde ich mir wohl auch eines leihen müssen“, sagt Hufe.

Zwei lockere Einheiten

An Tag eins nach der Ankunft absolvierte die für die Triminators des TV Voerde startende Athletin eine recht ruhige 40 Minuten-Schwimmeinheit im Meer und lief anschließend locker zehn Kilometer. In den nächsten Tagen werden dann in den einzelnen Disziplinen durchaus nochmal ein paar Belastungsspitzen gesetzt, die extrem langen Einheiten wird es aber nicht mehr geben.

Gesund und verletzungsfrei durchgekommen

Es geht nur noch um den Feinschliff, die Form, so denkt Hufe selbst, stimmt längst. „Ich glaube nicht, dass ich schon einmal so gut vorbereitet hier angereist bin“, sagt die Weselerin. Die Vorbereitung auf ihre sechste Teilnahme beim traditionsreichen Event verlief weitgehend komplikationslos: „Ich bin gesund und verletzungsfrei durchgekommen“, erzählt Hufe, die bis zum Montag letzter Woche noch ein Trainingslager auf Fuerteventura absolvierte und dann am Samstag beim Hanse-Citylauf in ihrer Heimatstadt an den Start ging. Als ausgesprochen positiv bewertet sie auch die Tatsache, dass sie in diesem Sommer keinen weiteren Langdistanz-Wettbewerb bestritt und deshalb konstant intensiv durchtrainieren konnte.

Viel hängt von den Bedingungen ab

Es sieht also erst einmal richtig gut aus. Aber Mareen Hufe hat mittlerweile schon viel erlebt und weiß genau, von wie vielen Faktoren am Ende ein gelungenes Rennen abhängt. Und dass die Bedingungen auf Hawaii schwierig bis höllisch sein können, ist kein Geheimnis. Die Frage nach den konkreten Zielsetzungen ist für die Weselerin dann auch gar nicht so leicht zu beantworten: „Zwei, drei Grad mehr und deine Laufzeit ist fünf Minuten langsamer. Bei starkem Wind können es auf dem Rad auch locker zehn Minuten mehr werden“, weiß die Triathletin, die ebenso wenig eine Platzierung als Ziel ausgeben will.

Nicht besser, weil zwei ausfallen

Schließlich kann viel passieren, die ein oder andere Kontrahentin auch mal schwächeln, so wie es Hufe selbst bei ihrem Start vor zwei Jahren kurz vor dem Ziel erleben musste. „Und wenn vor mir zwei ausfallen sollten, bin ich ja nicht besser gewesen“, findet Hufe, die sich am Ende an der jeweiligen Performance in den einzelnen Disziplinen messen lassen will. Ganz bestimmt nicht der schlechteste Ansatz. Gelingen alle drei Teilabschnitte, sollte schließlich auch das Endergebnis nicht das schlechteste sein.

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