2. Volleyball-Bundesliga

Dingden muss am Karnevalswochenende gleich zweimal ran

Die BWD-Damen wollen am Wochenende wieder jubeln.

Die BWD-Damen wollen am Wochenende wieder jubeln.

Hamminkeln.   Blau-Weiß-Damen empfangen am Freitag das Schlusslicht aus Schwerin, bevor am Samstag das brisante Derby gegen Borken auf dem Programm steht.

Das närrische Treiben lässt die Volleyballerinnen von BW Dingden noch relativ kalt. Muss es auch, denn der Zweitligist hat ausgerechnet am Karnevalswochenende gleich zwei Begegnungen zu bestreiten. Immerhin bleibt den Blau-Weißen dabei eine längere Auswärtsfahrt erspart. Dingen empfängt am Freitag um 19 Uhr Schlusslicht VCO Schwerin in der Sporthalle am Mumbecker Bach, am Samstag steigt dann um 19.30 Uhr an gleicher Stelle das Derby gegen die Skurios Volleys Borken.

Mindestens drei Punkte

Mindestens drei Punkte möchte BWD-Trainer Pascall Reiß in den beiden Partien sammeln. Die sollen schon am Freitag nach dem Duell mit dem noch sieglosen Tabellenletzten aus Mecklenburg-Vorpommern auf dem Konto sein. Der Gast aus Schwerin stellt eine ganz junge Mannschaft mit Talenten, die alle zwischen 14 und 19 Jahre alt sind und irgendwann den Sprung in die erste Liga zum Partnerclub Schweriner SC schaffen sollen.

„Wir werden Schwerin auf keinen Fall unterschätzen. Das ist ein Team, das sich im Laufe einer Saison immer auch entwickelt. Die Mädels trainieren da ja im Internat teilweise auch zweimal am Tag“, warnt Reiß. Zuletzt ließ der VCO auch gegen Spitzenreiter Köln sein Können aufblitzen, agierte lange auf Augenhöhe und gewann sogar einen Satz.

Brinkmann nach Borken

Die deutlich schwierigere Aufgabe dürfte dennoch am Samstag auf die Blau-Weißen warten. Borken hat den ohnehin schon sehr gut besetzten Kader noch einmal verstärkt: Anika Brinkmann kam im Januar vom Ligakonkurrenten SV Bad Laer. Die Außenangreiferin hat viele Jahre in der ersten Liga gespielt und auch international in Griechenland Erfahrung gesammelt. „Ich rechne auf jeden Fall mit einem sehr starken Gegner“, sagt Pascall Reiß. An Motivation sollte es dem Gast dabei auch nicht mangeln. Die Borkenerinnen haben die 1:3-Hinspielniederlage noch nicht vergessen, wollen den nächsten prestigeträchtigen Vergleich unbedingt für sich entscheiden.

„Eine besondere Brisanz“

„Das Spiel hat sicher für die Spielerinnen beider Teams eine besondere Brisanz. Borken ist ja quasi um die Ecke. Viele kennen sich noch aus der Jugend“, weiß der BWD-Übungsleiter, dessen Marschroute einmal mehr lautet: „Ein gutes Spiel machen, alles geben und dann sehen, wozu es reicht.“

Gelassen in die Rest-Saison

Nachdem der Abstieg längst kein Thema mehr ist, geht Reiß ohnehin ganz gelassen in die verbleibenden Spiele: „Wir wollen natürlich immer gewinnen, aber ob wir am Ende Dritter, Vierter oder Siebter werden, ist nicht so wichtig.“ Der Coach will die Restsaison auch dazu nutzen, „allen Spielerinnen gerecht zu werden“, die Einsatzzeiten noch besser zu verteilen. Angesichts von zwei Spielen in zwei Tagen könnte auch am Wochenende schon etwas mehr rotiert werden, um Kräfte zu sparen. Dingden kann aus dem Vollen schöpfen. Die angeschlagenen Vera Koopmann und Inga van Gemmeren sind wieder mit von der Partie.

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