2. Volleyball-Bundesliga

Dingdener Druck ist für Schlusslicht Schwerin zu groß

Wenig gefordert, viel Grund zum Feiern: die Damen von BW Dingden.

Foto: Lars Fröhlich

Wenig gefordert, viel Grund zum Feiern: die Damen von BW Dingden.

Hamminkeln.   Die Blau-Weiß-Damen werden am Freitagabend vom VCO kaum gefordert und können Kräfte für das Heim-Derby gegen Borken am Samstag schonen.

Die Volleyballerinnen von BW Dingden haben ihre Pflichtaufgabe erfüllt. Der Zweitligist setzte sich in der eigenen Halle ohne große Mühe mit 3:0 (25:11, 25:23, 25:10) gegen das abgeschlagene Schlusslicht VCO Schwerin durch. Die Blau-Weißen stehen damit weiter auf Rang vier – zwei Zähler hinter dem Dritten Stralsund und dem Zweiten Leverkusen.

Gegen die überforderten Schwerinerinnen mussten die Gastgeberinnen gestern Abend zu keiner Zeit an ihre Leistungsgrenze gehen. Einzig im zweiten Satz kam am Ende leichte Spannung auf. Allerdings nur, weil die Blau-Weißen es kurzzeitig etwas zu locker angegangen waren. „Die Mannschaft hat es gut gemacht“, sagte BWD-Coach Pascall Reiß, der die drei Punkte fest eingeplant hatte. Denn alles andere als die volle Ausbeute wäre gegen den Gast, der gerade einmal einen Punkt auf dem Konto hat, eine Ernüchterung gewesen. Die Dingdenerinnen konnten sich für das heute anstehende Derby gegen Borken schon einmal warmspielen.

Mit dem Aufschlag unter Druck gesetzt

Die Gastgeberinnen gingen zu Beginn des ersten Durchgangs zunächst in Rückstand. In der Folge konnten sie ihre Unkonzentriertheiten jedoch abstellen und dominierten die Partie. Sobald das Team von Pascall Reiß ernst machte, hatte das junge Team aus Schwerin nichts entgegenzusetzen. „Wir haben sie direkt mit unserem Aufschlag unter Druck gesetzt. Das war entscheidend“, so Reiß. Der Gast patzte gleich reihenweise in der Annahme. Auch wenn die Blau-Weißen lange nicht mit voller Kraft agierten, so war zwischen den Kontrahenten doch ein Klassenunterschied zu erkennen.

Schwerin im Angriff harmlos

Im zweiten Satz ließ der Tabellenvierte es etwas ruhiger angehen, hatte die Partie jedoch zu jeder Zeit im Griff. Die Gäste präsentierten sich im Angriff lange zu harmlos. „Aber das war auch unser Verdienst. Wir haben das Angriffsspiel des Gegners unterbunden“, stellte Reiß fest. Sein Team leistete sich dann aber kurz vor dem Ende des Durchgangs eine kurze Schwächephase. So ließ es den Gegner nach einer Führung von 22:16 noch einmal auf einen Punkt herankommen. Am Ende machte Eva Schmitz die Hoffnungen der Schwerinerinnen auf einen Satzgewinn mit dem Punkt zum 25:23 zunichte. „Da war ein kleiner Spannungsabfall zu bemerken. Außerdem sind einige Entscheidungen nicht zu unseren Gunsten ausgefallen“, analysierte Reiß, dessen Mannschaft sich im dritten Durchgang dann wieder steigerte. Den gewannen die Blau-Weißen klar und deutlich. „Wir haben uns nicht aus dem Rhythmus bringen lassen. Außerdem konnten wir etwas durchwechseln und unsere Kräfte schonen“, sagte Reiß. Auf ihn und seine Mannschaft wartet im Heimspiel gegen Borken mit Sicherheit ein anderes Kaliber.

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