Handball-Oberliga

HSG Wesel fehlt die richtige Einstellung in der Deckung

Cedric Schnier erzielte in Lobberich seinen einzigen Treffer mit einem direkten Freiwurf, der die Pausenführung bedeutete. Rechts im Hintergrund: Fabian Gorris.

Foto: Gerd Hermann

Cedric Schnier erzielte in Lobberich seinen einzigen Treffer mit einem direkten Freiwurf, der die Pausenführung bedeutete. Rechts im Hintergrund: Fabian Gorris. Foto: Gerd Hermann

Wesel.   In der Handball-Oberliga kassierte die HSG Wesel eine 27:33-Niederlage beim TV Lobberich. Danach sah es nach 47 Minuten jedoch nicht aus.

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Der Erfolg über Mettmann in der Vorwoche wirkte befreiend. Mit dem perfekt gemachten Oberliga-Klassenerhalt im Rücken fuhren die Handballer der HSG Wesel ohne jeden Druck zum TV Lobberich. Trainer Sven Esser hatte im Vorfeld angemahnt, auch die letzten Partien noch engagiert und vernünftig zu bestreiten. Das gelang in Nettetal nur bedingt. Eine durchweg schwache Abwehrleistung sorgte am Ende eines lange Zeit trotzdem noch sehr ausgeglichenen Spiels für eine 27:33 (17:16)-Niederlage. Für den Gastgeber ein überlebenswichtiger Sieg im Abstiegskampf.

Die Weseler hatten sich vorgenommen, viel durchzuwechseln und im Hinblick auf die nächste Spielzeit ein wenig unter Wettkampfbedingungen zu experimentieren. Esser nahm dann auch nach einer Viertelstunde seine erste Sechs vom Feld. Die Niederlage daran festmachen wollte der Coach hinterher aber keineswegs.

Nach 47 Minuten hieß es in Lobberich noch 25:25

„Wir haben hinten, egal in welcher Formation, einfach nicht die richtige Einstellung gefunden. Gegen einen Gegner wie Lobberich, der viel über Außen spielt und auf Durchbrüche aus ist, hätten wir seitlich viel besser verschieben müssen“, befand Esser. Hinzu kam, dass auch Torhüter Adrian Schnier, sonst häufig ein Sieggarant, keinen guten Tag erwischte.

Weil es im Angriff aber eigentlich sehr gut lief, blieb die Partie lange vollkommen offen. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf besorgte Cedric Schnier die Pausenführung, auch nach 47 Minuten hieß es noch 25:25. Dann legten die Lobbericher in der Defensive aber noch einmal an Engagement und Härte zu, erarbeiteten sich so eine 29:26-Führung (50.), die den Hausherren weitere Sicherheit verlieh.

HSG Wesel bekommt Liedtke-Brüder nicht in den Griff

Überhaupt nie in den Griff bekamen die Weseler Christopher und Benedikt Liedtke. Die Brüder erzielten zusammen 21 Treffer. „Am Ende hat sich Lobberich den Sieg auch einfach mehr verdient“, gab Esser zu.

Am Samstag um 18 Uhr verabschiedet sich die HSG nun mit einem Heimspiel gegen Lintorf in die Sommerpause. (tik)

HSG: A. Schnier; Heffels, Walla (2), Borowski, Fehlemann (5), Müngersdorf (1), Gorris (7/2), Kalus (1), Weber (1), C. Schnier (1), Möhle (3/1), Steffens (2), Hauenstein, Weghaus (4).

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