Handball-Oberliga

HSG Wesel kann sich nicht über den ersten Punkt freuen

Fabian Gorris traf zehnmal für die Gastgeber.

Foto: ERWIN POTTGIESSER

Fabian Gorris traf zehnmal für die Gastgeber. Foto: ERWIN POTTGIESSER

Wesel.   Beim 30:30 gegen Mettmann-Sport hat der Weseler Handball-Oberligist den Sieg in der Schlussphase in der Hand. Harte Entscheidung gegen Weghaus.

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Die HSG Wesel hat in der Handball-Oberliga zu Hause gegen Mettmann-Sport beim 30:30 (14:18) den ersten Punkt der Saison geholt. So richtig freuen wollte sich aber keiner der Weseler Akteure, als die Schlusssirene ertönte. Noch zu geschockt wirkte die Mannschaft, hatte die HSG den Sieg doch in der letzten Minute klar in der Hand gehabt. Doch dann gab Niklas Weghaus – aus Sicht der Schiedsrichter – nach Ballverlust das Spielgerät in der Mettmanner Hälfte nicht schnell genug frei. Weghaus sah die rote Karte, das Schiedsrichtergespann sprach den Gästen einen Siebenmeter zu, den Moritz Peter sicher zum Endstand verwandelte.

Zu Beginn der Partie zeigte sich Mettmann wacher und konnte sich in der ersten Viertelstunde eine 10:7-Führung aufbauen. Die HSG ließ sich aber nicht hängen und versuchte, den Abstand nicht zu groß werden zu lassen. Dennoch hatte das Team von Trainer Sven Esser vor allem mit Rückraumspieler Andre Loschinski Probleme, der acht seiner neun Treffer vor der Pause verzeichnen konnte.

Zum Seitenwechsel lag Wesel mit vier Toren hinten, drehte dann aber auf. Vor allem Torwart Adrian Schnier konnte mit einigen starken Paraden den Offensiv-Rhythmus der Gäste entscheidend stören, Andre Loschinski wurde zudem in Manndeckung genommen. Der Weseler Angriff patzte nun deutlich seltener als noch in ersten Halbzeit und nutze durch Fabian Gorris auch alle Möglichkeiten von der Siebenmetermarke.

Daniel Weber gelang in der 41. Spielminute erstmals wieder der Ausgleich zum 21:21. Wesel war wieder dran und konnte sich in der Schlussviertelstunde einige Male auch mit zwei Toren absetzen, deutlicher wurde die Führung jedoch nie. Es fehlte am Ende dann vielleicht doch die letzte Konzentration, um entscheidend wegzuziehen, der Siebenmeter kurz vor Schluss war dann jedoch mehr als bitter. Mit etwas mehr Glück wäre es der erste Sieg für die HSG in dieser Saison geworden, jetzt muss das Team mit dem einen Zähler leben.

„Aus meiner Sicht sind die Regeln in der Schlussszene sehr streng ausgelegt worden. Nichtsdestotrotz hätten wir das Spiel auch eher selbst entscheiden müssen. Für uns fühlt sich das gerade natürlich mehr wie ein Punktverlust an. Mit etwas Abstand betrachtet, haben wir, glaube ich, vor allem in der zweiten Hälfte aber viel richtig gemacht. Das Unentschieden wird uns sicher auch Selbstbewusstsein geben“, meinte HSG-Trainer Sven Esser nach der Partie.

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