Fußball

Kreisliga A: Die Mannschaften wollen doch nur spielen

Bislichs Mehmet Hamzaoglu kann gegen Wertherbruch nicht mithelfen, die Schmach aus dem Hinspiel wieder gutzumachen. Er fehlt an diesem Wochenende gesperrt (fünfte glebe Karte).

Bislichs Mehmet Hamzaoglu kann gegen Wertherbruch nicht mithelfen, die Schmach aus dem Hinspiel wieder gutzumachen. Er fehlt an diesem Wochenende gesperrt (fünfte glebe Karte).

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Am Niederrhein.  Die Teams hoffen, dass das Wetter mitspielt. Spannendes Duell zwischen Wertherbruch und Bislich. HSC Berg tritt gegen den Primus an.

Am Sonntag soll es dann auch für den gastgebenden SV Wertherbruch (9. Platz/28 Punkte) in der Fußball-Kreisliga A losgehen, für 15 Uhr ist der SV Bislich (8./31) zur Schulstraße eingeladen. „Wir hoffen natürlich, dass es nicht wieder ausfällt, wir wollen unbedingt spielen“, sagt Trainer Rene Olejniczak, dessen Team unter der Woche kurzfristig noch einen Test vereinbarte. 2:4 (2:1) hieß es beim Bezirksliga-Fünften SV Biemenhorst. „Ein richtig guter Test. Aber wo man wirklich steht, weiß man erst, wenn es um Punkte geht“, so Olejniczak, für dessen Team Domenik Schweers und Torsten Exo trafen. „Bislich ist ein 50:50-Spiel und enorm wichtig für uns. Danach kommen vier Gegner, gegen die wir in der Hinrunde verloren haben“, erinnert der BWW-Coach, der auf Danny Verbücheln (Knöchelverletzung) und Max Aholt (Rückenprobleme) verzichten muss.

Das Hinspiel hatte Wertherbruch in Bislich mit 4:2 für sich entschieden – ein Umstand, der Bislichs Trainer Steffen Herden noch immer wurmt: „Das war katastrophal und nach dem Spiel gegen Suderwick, die zweitschlechteste Leistung der Saison.“ Herden hofft auf einen deutlich verbesserten Auftritt seines Teams, weiß aber auch, dass die Aufgabe wieder nicht ohne sein wird: „Wertherbruch hat gefühlt seit 17 Jahren nicht mehr auf ihrer Asche verloren. Ich hoffe, dass wir den Kampf annehmen und uns für die Niederlage im Hinspiel rehabilitieren.“ Verzichten muss Bislich weiterhin auf Felix Gerwers (Oberschenkelverletzung), Jan Lantermann (Trainingsrückstand) und Luca Züpke, der erst ab 1. April spielberechtigt sein wird. Wegen seiner fünften gelben Karte muss Mehmet Hamzaoglu fehlern. Mit Matthias Hußmann und Denis Theißen kehren aber zwei Spieler zurück.

HSC Berg gibt sich kämpferisch

Letzter gegen Erster heißt es bei der Partie HSC Berg gegen Fortuna Millingen (So, 15 Uhr). „Von der Tabelle her ist das eindeutig, aber meine Jungs sind gut drauf. Ich habe die Hoffnung, zu gewinnen und rechne mit einem Unentschieden“, sagt HSC-Coach Adolf Grill kämpferisch. Auch wenn vergangene Woche das Duell bei der DJK Barlo verloren ging (0:3), sah Grill dort positive Aspekte seiner Truppe. „Ich bin zuversichtlich und freue mich auf das Spiel. Hoffentlich findet es statt.“

Einen vor allem über das Kämpferische kommenden Gegner erwartet Dennis Reddmann, Übungsleiter vom SV Ringenberg, der beim SV Krechting antreten muss (So, 15 Uhr). „Die spielen gegen den Abstieg und wahrscheinlich auf Asche, da wird Fußball spielen schwierig“, so Reddmann. „Für uns gilt in erster Linie, dort nicht zu verlieren, damit wir nicht weiter nach unten rutschen“, so der Coach. „Unsere Leistung wird aber vom Kampf und dem Kopf abhängig sein.“ Mit der Vorbereitung ist er zufrieden: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Im Kreis Recklinghausen in Westfalen tritt der Tabellendritte SV Schermbeck II beim FC RW Dorsten (So, 15 Uhr) an. „Meine Jungs sind heiß, die Motivation ist da“, freut sich Trainer Sleiman Salha. „Wir wollen versuchen, früh ein Tor zu erzielen und haben dafür ein, zwei Ideen im Kopf.“ Salha erwartet auf Asche ein anderes, schwierigeres Spiel als sonst. „Aber auch für Asche haben wir uns vorbereitet. Arbeiten müssen wir an unserer Chancenverwertung.“

Der Zweite, TuS Gahlen, reist zum SC Reken II (So, 13 Uhr). „Das Hinspiel endete remis, von daher wissen wir, dass wir nichts geschenkt bekommen und die richtige Einstellung brauchen“, weiß Thomas Grefen. „Das erste Spiel nach der Pause ist immer schwierig, aber für uns ist ein Sieg ein Muss.“ Mit der Vorbereitung zeigt er sich hochzufrieden: „Die lief sehr gut.“ Alle Akteure sind mit dabei.

Sieg der Stehaufmännchen des SV Brünen

Aycin Özbek war die gute Laune auch am Telefon anzuhören. Der wichtige 4:2 (1:1)-Sieg am Mittwochabend im Kellerduell mit dem GSV Suderwick diente als bester Stimmungsaufheller. „Das hat wirklich gut getan“, sagte der Trainer der A-Liga-Fußballer des SV Brünen. In einer turbulenten Partie hatten sich die Hamminkelner auch von einem zweimaligen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Nach einem vom Schiedsrichter unglücklich abgefälschten Ball erzielte Suderwick früh (3.) das 1:0. Kurz vor der Pause schaffte Luca Schanzmann (44.) den Ausgleich. „Wir hatten in der ersten Halbzeit so viele Chancen, die hätten für zwei Spiele gereicht“, so Özbek. Nach der Pause schlugen die Gäste erneut eiskalt zu – 1:2 (56.). Özbek: „Dann kommen wir durch Nico Janzen eine Minute später wieder zurück.“ Ein schöner Spielzug brachte in der 73. Minute endlich auch die hochverdiente Führung durch Schanzmann. Nach einem Platzverweis (83.) war Suderwick in den Schlussminuten chancenlos. Janzen traf in der Nachspielzeit zum Endstand.

Bitter: Doppeltorschütze Janzen und Kapitän Lukas Dames sahen die fünfte gelbe Karte und fehlen am Sonntag (15 Uhr) beim Spiel gegen Favorit SV Spellen. „Da müssen wir uns etwas einfallen lassen. Zu Hause auf Asche werden wir aber definitiv alles dafür tun, die Punkte zu behalten“, verspricht Özbek.

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