Fußball-Landersliga

Meister-Prämie „spricht für den Charakter der Mannschaft“

Ein gewohntes Bild: Dingdener nach einem Treffer.

Ein gewohntes Bild: Dingdener nach einem Treffer.

Foto: Erwin Pottgiesser/FFS

Hamminkeln.  Fußball-Landesligist BW Dingden reist mit viel Selbstvertrauen zu TuS Fichte Lintfort. Beim Gastgeber gibt es einige Kicker mit Grippe-Symptomen.

Bis auf den Nachbarn PSV Lackhausen hat Fußball-Landesligist BW Dingden bisher jeden Gegner aus dem Weg geräumt. Das jüngste 5:1 bei der SV Hönnepel-Niedermörmter war der fünfte Sieg in Folge. Mit einem Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter SV Sonsbeck mischen die Blau-Weißen als Tabellendritter oben mit. Am Sonntag (15.15 Uhr) sind sie beim Siebten TuS Fichte Lintfort gefordert. Mit einem Sieg kann sich das Team von Dirk Juch in der Spitzengruppe festsetzen. Der Übungsleiter übt sich aber in Zurückhaltung: „Wir wollen dort punkten.“

Die Dingdener weisen nach sechs Spielen satte acht Zähler mehr auf als der Gegner, der in der vergangenen Saison mit BWD noch gegen den Abstieg gekämpft hatte. Der Saisonabbruch brachte beiden Teams eine weitere Chance in der Landesliga. Mit dem Abstiegskampf scheinen die Blau-Weißen diesmal nichts mehr zu tun zu haben. Und das soll auch möglichst so bleiben. „Unser Ziel ist es, im Winter für die kommende Saison in der Landesliga planen zu können“, sagt Dirk Juch. Dass sein Kapitän im NRZ-Interview unter der Woche gar über eine ausgehandelte Meister-Prämie sprach, stört den Übungsleiter nicht. „Das spricht für den Charakter der Mannschaft. Wir alle haben einen hohen Anspruch. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Meisterschaft unser Ziel ist.“

BW Dingden wird nicht mehr unterschätzt

Das Etikett des Fast-Absteigers der Vorsaison sind die Dingdener nach der jüngsten Siegesserie mittlerweile los. „Wir werden nicht mehr unterschätzt“, sagt der Coach. Überrascht vom eigenen Erfolg scheint das Juch-Team aber nicht. „Wir haben derzeit viel Selbstvertrauen.“ Das liegt auch an den teilweise klaren Siegen, die seine Elf eingefahren hat. „Wir haben nicht mit Glück so oft gewonnen“, sagt Juch.

Sein Team stellt mit 20 Treffern immerhin den zweitbesten Angriff der Liga. Diese Statistik hängt vor allem mit Torjäger Mohamed Salman zusammen, der sein Konto mit einem Hattrick am letzten Sonntag weiter ordentlich aufpolierte. Der Stürmer, der bisher auf neun Treffer kommt, war in Hö-Nie aufgrund von Rückenproblemen nur eingewechselt worden und hatte die Partie danach fast im Alleingang entschieden. „Die Zuspiele waren auch überragend“, so Juch.

Viele Spiele mit Grippe-Symptomen in Lintfort

Dass der Torgarant nun wieder beginnen wird, ist so gut wie sicher. Alexander Sack (Knieblessur) und Timo Holtkamp (privat verhindert) fehlen. Hinter dem Einsatz von Philipp Rensing (Oberschenkelblessur) steht ein Fragezeichen.

Wesentlich mehr Fragezeichen finden sich bei den Lintfortern. Fünf Spieler hätten sich in den vergangenen Tagen mit Grippe-Symptomen abgemeldet, so Coach Volker Hohmann. Das Abschlusstraining am Freitag fiel deshalb aus. Einen Coronafall gab es bei Fichte bis zum frühen Freitagabend nicht. Innenverteidiger Alexander Lenders ließ sich am Montag in seiner niederländischen Heimat testen, nachdem er zuletzt erkrankt gefehlt hatte. Das Testergebnis war negativ.

Eine mögliche Spielabsage gegen Dingden zieht der Sportliche Leiter Georg Mewes derzeit nicht in Erwägung. „Ich kann ja nicht den Staffelleiter anrufen, weil wir vier oder fünf Erkältete ersetzen müssen. Da blamiere ich mich ja.“ (miry/fp)

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