2. Volleyball-Bundesliga

Neuer Trainer setzt bei BW Dingden auf Automatismen

Die Dingdener Zweitliga-Volleyballerinnen, die am kommenden Wochenende in die fünfte Spielzeit in Folge in die zweithöchste Klasse gehen (von links): Andrea Harbring, Eva Schmitz, Louisa Baumeister, Patricia Langhoff, Lena Priebs, Maike Schmitz, Sarah Kuipers, Sophie Emming, Katrin Kappmeyer, Lara Kruse, Julia Neuhäuser und Karina Hegering. Im Hintergrund: Trainer Marinus Wouterse und Co-Trainer Hans-Georg Bodt.

Die Dingdener Zweitliga-Volleyballerinnen, die am kommenden Wochenende in die fünfte Spielzeit in Folge in die zweithöchste Klasse gehen (von links): Andrea Harbring, Eva Schmitz, Louisa Baumeister, Patricia Langhoff, Lena Priebs, Maike Schmitz, Sarah Kuipers, Sophie Emming, Katrin Kappmeyer, Lara Kruse, Julia Neuhäuser und Karina Hegering. Im Hintergrund: Trainer Marinus Wouterse und Co-Trainer Hans-Georg Bodt.

Foto: BWD

Hamminkeln.  Marinus Wouterse spricht beim Volleyball-Zweitligisten BW Dingden nicht über den Klassenerhalt. Der neue Trainer setzt andere Prioritäten.

Marinus Wouterse hält nicht viel davon, über Saisonziele wie den Klassenerhalt zu sprechen. Natürlich will der neue Trainer der Volleyballerinnen von BW Dingden die 2. Bundesliga mit seinem Team halten. Der Niederländer setzt aber andere Prioritäten. „Ich möchte die Spielerinnen besser machen“, sagt der 63-Jährige. Daraus entwickle sich dann ein Automatismus – bessere Spielerinnen, bessere Leistung, mehr Punkte = Klassenerhalt. Das strebt der Nachfolger von Olaf Betting an, der am kommenden Samstag mit den Blau-Weißen in die fünfte Spielzeit hintereinander in der zweithöchsten Liga geht.

Der neue Coach sieht beim ausgegebenen Ziel Klassenerhalt weitere Risiken. „Die größte Gefahr ist, sich zu früh Gedanken zu machen, bleibe ich drin oder steige ich ab.“ Dadurch entstehe ein unnötiger Druck, so der Trainer, der im Volleyballdorf bestens eingeschlagen hat. „Die Mädels sind von ihm begeistert“, sagt der Teammanager Dirk Kappmeyer. Er sucht vor dem beginnenden Pflichtspielstress noch ein wenig Erholung im Urlaub. Urlaub sowie andere berufliche Verpflichtungen bilden auch die Punkte, die Wouterse in der Vorbereitung als einzige negativ aufgefallen sind. „Wir haben zwar einen guten Kader mit zwölf Spielerinnen, aber ich habe nicht einmal komplett mit allen trainieren können“, erzählt der Niederländer.

Trainer teilt Spiele in zwei Kategorien ein

Dabei stellt Wouterse im gleichen Atemzug klar, dass „hier niemanden die Schuld trifft. Die Spielerinnen stecken nun mal in einer Phase, in der Beruf und Studium wichtiger werden.“ Das wirkt sich dann auf das Hobby Volleyball aus. Leidtragender ist der Trainer. Doch Wouterse wägt auch ab: Besser mal in der Vorbereitung fehlen, als während der Saison bei den Spielen.

Diese hat der Coach, der in den Niederlanden auch schon Erstligisten betreut hat, in zwei Kategorien eingeteilt. Da sind zum einen die Begegnungen gegen Teams wie Borken oder Leverkusen. „Das sind Spiele, in denen wir uns keine großartigen Gedanken machen müssen, in die wir befreit reingehen und diese genießen können. Die Partien können wir absolut nicht gewinnen, aber daraus lernen“, sagt der Übungsleiter. Er stellt dabei einen Vergleich mit dem Fußball an. „Paderborn wird auch nicht unbedingt gegen Bayern München gewinnen, aber gegen Düsseldorf ist das schon möglich.“

Marinus Wouterse hofft auf „gleitenden Übergang“

Zum anderen gibt es eben Gegner eines Kalibers wie Fortuna Düsseldorf auch in der 2. Volleyball-Bundesliga. „Da müssen wir dann bei BW Dingden dafür sorgen, dass wir alle topfit sind, um diese Partien zu gewinnen“, verdeutlicht der Niederländer. Aufgrund dieser Zweiteilung der Liga bezeichnet Marinus Wouterse den Volleyballsport auch als „ein ganz simples Spiel“.

Personell hat sich bei den Blau-Weißen im Vergleich zur Vorsaison wenig verändert. Rieke Tidden hat ihre Volleyball-Karriere beendet. Auch Pauline Kappmeyer, die in Düsseldorf lebt, wird aufgrund des Aufwands im Laufe der Saison aufhören. Dafür sind Sophie Emming (TV Gladbeck) und Sarah Kuipers (SCU Emlichheim) gekommen. Kuipers soll als Zuspielerin Pauline Kappmeyer ersetzen, weilt aber noch bis Mitte Oktober aus Studiengründen in Südafrika.

Und da die Position der Zuspielerin in den Augen des Trainers besonders wichtig ist, hofft er auf eine längere Zeit von Pauline Kappmeyer bei BWD als nur bis Mitte Oktober. „Damit der Übergang gleitend wird“, sagt Wouterse. Er will Kuipers nicht zu sehr unter Druck setzen. Seinem neuen Team spricht er „unheimlich viel Potenzial“ zu. Außerdem lobt er die Trainer-Kollegen Michael Kindermann und Hans-Georg Bodt. „Das klappt optimal.“

Ohne Priebs und Kuipers gegen DSHS Köln

Zum Saisonauftakt gastiert das Team der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln am kommenden Samstag (19.30 Uhr) in der Sporthalle am Mumbecker Bach. Der neue Dingdener Trainer hat eine hohe Meinung vom Gegner. „Wenn ich mir den Etat und die Mannschaft ansehe, dann können wir vielleicht einen oder zwei Sätze gewinnen“, sagt Marinus Wouterse. Das Team aus der Domstadt erwartet er auf jeden Fall in der oberen Tabellenhälfte.

Allerdings sieht er in der frühen Ansetzung des Spiels auch einen Vorteil. Denn eher zu Beginn der Saison könne es sein, dass sich die favorisierten Teams noch nicht so in der Topform präsentierten. Bei den Blau-Weißen fehlen Lena Priebs (Urlaub) und Neuzugang Sarah Kuipers, die aus Studiengründen bis Mitte Oktober noch in Südafrika weilt.

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