Fußball-Kreisliga C

Polat Aydin verlässt im Sommer verärgert Wesel Anadolu Spor

Kann sich mit der Mentalität der Spieler nicht wirklich anfreunden: Polat Aydin, der im Sommer Wesel Anadolu Spor den Rücken kehrt.

Kann sich mit der Mentalität der Spieler nicht wirklich anfreunden: Polat Aydin, der im Sommer Wesel Anadolu Spor den Rücken kehrt.

Foto: Gerd Hermann/FFS

Wesel.  Polat Aydin will nicht mehr: Der Fußball-Trainer kehrt im Sommer dem C-Ligisten Wesel Anadolu Spor den Rücken. Er ärgert sich über die Spieler.

Polat Aydin saß wohl am 1. März letztmals auf der Trainerbank des Fußball-C-Ligisten Wesel Anadolu Spor – wenn man von einem Saisonabbruch aufgrund der Coronavirus-Pandemie ausgeht. In diesem ersten Spiel nach der Winterpause bezog sein auf dem achten Platz liegendes Team eine 1:4-Heimklatsche gegen die SV 08/29 Friedrichsfeld III. Im Sommer hört der 55-Jährige nun definitiv bei Anadolu Spor auf. Der Grund für seinen Entschluss liegt hauptsächlich in der Einstellung der Kicker.

„Die Spieler machen, was sie wollen“, ärgert sich Polat Aydin. Dies bezieht der Coach besonders auf die Trainingsbeteiligung. Wenn es aufgrund der wegen Unbespielbarkeit des Platzes gesperrten Anlage in die Halle geht, dann zählt Aydin schon mal an die zwölf Akteure. „Aber wenn es mal ein bisschen regnet, dann sind es gerade mal vier bis sieben Spieler“, erzählt der Übungsleiter. Dabei hat er sich eine Mindestgrenze gesetzt: Bei weniger als acht Anwesenden führt Polat Aydin kein Training durch.

„So etwas habe ich noch nie erlebt, das ist sehr schlimm geworden. Außerdem haben die Spieler sowieso keine Vereinsbindung mehr“, sagt Aydin. Er war in der Winterpause der vergangenen Saison bei Wesel Anadolu Spor eingesprungen, nachdem Osman Ali Demir zum damaligen Bezirksliga-Schlusslicht RWS Lohberg gewechselt war und noch eine Vielzahl an Akteuren mitgenommen hatte. Polat Aydin konnte mit der dezimierten Truppe den Klassenerhalt in der Kreisliga B nicht mehr realisieren.

In der C-Liga hatte er nun eine Grundlage für eine bessere Zukunft der ersten Fußball-Mannschaft schaffen wollen. „Aber mit den Jungs kann man nichts aufbauen“, so der Trainer, der zwei Anfragen vorliegen hat. Anadolu Spor sucht nun einen neuen Coach.

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