Fußball-Landesliga

PSV Lackhausen hat Blut geleckt und will oben dabei bleiben

Lauritz Meis (r.) steht zur Verfügung. Lennart Laader ist gelb-rot-gesperrt.

Lauritz Meis (r.) steht zur Verfügung. Lennart Laader ist gelb-rot-gesperrt.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Wesel.  Landesligist Lackhausen hat Gefallen an seiner guten Tabellenposition gefunden, hat in Bedburg-Hau aber Personalsorgen. Premiere für den Trainer.

Für Björn Assfelder ist es eine Premiere. Noch nie hatte der Coach des PSV Lackhausen das Vergnügen mit der SGE Bedburg Hau – weder als Aktiver noch als Übungsleiter. Wenn die Weseler am Sonntag um 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Schulstraße gastieren, wird es für den 36-Jährigen also zumindest in der Trainerrolle ein Novum sein. Einen Einsatz als Spieler schließt er aus, auch wenn der ein oder andere Schützling angesichts der großen Personalnot beim Fußball-Landesligisten unter der Woche schon unkte, Assfelder könne gemeinsam mit seinem Co-Trainer Admir Begic in vorderster Front agieren. „Lassen wir besser“, schmunzelt der Trainer des aktuellen Tabellenzweiten.

Viele Ausfälle

Dabei drückt vor allem – aber nicht nur – in der Offensive der Schuh. Möglicherweise steht kein einziger der etatmäßigen Angreifer zur Verfügung. Zuletzt musste sich auch noch Eray Tuncel (Rippenbruch) abmelden. Youngster Jannis Herbstsommer war in den letzten zwei Wochen krank. Bei Viktor Klejonkin (Adduktorenzerrung) ist auch noch nicht wieder an einen Einsatz zu denken.

Außerdem fehlen die verletzten Christopher Abel, Mo Baydoun, Alpay Erdem, Deniz Özel, Donovan Sadek, Daniele Kowalski und Jona Sobotta. Mit Nico Giese und Lennart Laader sind zwei Akteure noch gesperrt. Sebastian Eisenstein ist nach seinem Muskelfaserriss erst wieder leicht ins Lauftraining eingestiegen, Dorian Weber war beruflich bedingt zuletzt kaum beim Training. Luis Blaswich ist in der Meisterschaft noch nicht spielberechtigt, Ersatzkeeper Canberk Cevirgen liegt mit „Magen-Darm“ flach.

„Das ist natürlich eine blöde Situation. Wir müssen gucken, dass wir Sonntag überhaupt elf Mann haben, fahren aber auf jeden Fall dahin, um etwas mitzunehmen. Im Idealfall drei Punkte“, sagt Assfelder, der auf Unterstützung aus der B-Liga-Reserve hofft.

Respekt vor dem Gegner

Der Respekt vor dem Gastgeber, der als Aufsteiger bereits zehn Punkte gesammelt hat und schon einige Male überraschte, ist groß im PSV-Lager: „Bedburg-Hau tritt sehr kompakt und robust auf, hat dazu vorne vier gefährliche Leute“, weiß der Lackhausener Trainer.

Weil Spitzenreiter Sterkrade-Nord am Sonntag den Tabellendritten SV Scherpenberg empfängt, könnten sich die Weseler im Erfolgsfall wieder an die Spitze setzen oder zumindest das Team aus Moers etwas distanzieren. Ein zusätzlicher Anreiz für den PSV, der längst Blut geleckt hat: „Jetzt wollen wir auch oben dabei bleiben. Das ist doch viel schöner“, hat Assfelder an der derzeitigen Tabellenkonstellation Gefallen gefunden. Seine Rumpftruppe wird aber gewiss gut daran tun, sich voll auf die eigene Aufgabe zu konzentrieren.

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