Fußball-Landesliga

PSV Lackhausen ist am Tabellenende angekommen

Besaß zwei Großchancen, die er nicht genutzt hat: Eray Tuncel (rechts). Die zwischenzeitliche 1:0-Führung durch Alpay Erdem legte er allerdings mustergültig auf. Am Ende stand aber eine 1:4-Pleite.

Foto: Gerd Hermann

Besaß zwei Großchancen, die er nicht genutzt hat: Eray Tuncel (rechts). Die zwischenzeitliche 1:0-Führung durch Alpay Erdem legte er allerdings mustergültig auf. Am Ende stand aber eine 1:4-Pleite. Foto: Gerd Hermann

Wesel.   Die sechste Niederlage in Folge bringt dem Fußball-Landesligisten PSV Lackhausen die Rote Laterne. Gegen den Duisburger SV 1900 hieß es 1:4.

Der PSV Lackhausen hat seine ungebremste Talfahrt weiter fortgesetzt und die sechste Niederlage in Folge bezogen. Tabellarisch geht es in der Fußball-Landesliga allerdings nicht mehr tiefer. Nach der 1:4 (1:0)-Heimschlappe gegen den Duisburger SV 1900 liegen die Weseler auf dem letzten Platz. „Gewisse Parallelen zur letzten Saison kann man schon ziehen“, sagte Trainer Björn Assfelder. Auch in der vergangenen Spielzeit waren die Weseler lange Schlusslicht, retteten sich erst nach einer imponierenden Aufholjagd in der zweiten Serie.

Der PSV-Trainer hatte in der Heimpartie freiwillig auf Nico Giese verzichtet. „Er saß aufgrund der taktischen Ausrichtung auf der Bank“, erläuterte der Coach. Auf Oliver Vos musste er komplett verzichten, da der Abwehrspieler trotz mehrerer Versuche nach einer im Training erlittenen Leistenzerrung nicht rechtzeitig fit wurde. Finn Tammer rückte in die Abwehr.

PSV lädt die Gäste zu ihren Toren regelrecht ein

Nach den zuvor fünf Niederlagen in Serie versuchte der Gastgeber über Ballbesitz Sicherheit zu bekommen. Die Duisburger ließen dies geschehen. „Der Gegner war nicht so präsent, wie ich das erwartet hatte“, sagte Assfelder. Die erste Großchance der Weseler ergab sich zufällig: Einen weiten Abschlag von Keeper Sebastian Kaiser unterschätzte der Gast, doch Eray Tuncel zögerte frei vor dem DSV-Schlussmann zu lange (11.) und wurde noch geblockt. Fünf Minuten später machte er es besser, umkurvte Marcel Kischka, doch seinen Versuch klärte Hakan Yildirim auf der Linie.

Im dritten Anlauf kam der PSV dann zur durchaus verdienten Führung. Diesmal war Tuncel der Vorbereiter, Alpay Erdem vollstreckte (28.). Kurios wurde es wenig später. Nach einer Abwehraktion von Timo Giese an Ryuka Nakayama entschied Schiedsrichter Jannis Hedwig (Niederwenigern) zunächst auf Elfmeter für den DSV 1900, nach Rücksprache mit seinem Assistenten gab es aber nur Eckball.

Ansonsten ließ die Defensive der Assfelder-Elf nichts zu. Das sollte sich im zweiten Durchgang aber grundlegend ändern. Der Gast agierte nun aggressiver, attackierte früher. Mit riskantem Ballgeschiebe in der eigenen Abwehr lud der PSV nun die Duisburger regelrecht zum Toreschießen ein. Und die nahmen dies dankbar an. Kosuke Hatta (51./53.) drehte die Partie, der PSV fand nun kaum noch statt. Can Yilmaz (67.) und Ikechukwu Ihnacho (90.) drückten mit ihren Treffern den Verlauf der zweiten Halbzeit aus.

„Wir haben nach der Pause die Zweikämpfe mehr oder weniger eingestellt, das war eine ganz schwache Leistung“, so Assfelder. Dagegen fand der Übungsleiter „die erste Halbzeit okay“. Die Vorstellung in Hälfte zwei war dann aber eines Schlusslichts würdig.

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