1. Weseler Marathon

Sascha Hubbert gewinnt Wesel-Marathon nach kleinem Drama

Rund um den Auesee war am Sonntag eine Menge los. Es gab stattliche 1438 Meldungen.

Rund um den Auesee war am Sonntag eine Menge los. Es gab stattliche 1438 Meldungen.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Wesel.  Beim ersten Wesel-Marathon der Lauffreunde HADI gelang Triathlet Sascha Hubbert sowie Kirsten de Baey-Ruszin jeweils ein Gastgebersieg.

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Der 1. Weseler Marathon rund um den Auesee war ein kleines Drama. 30 Kilometer lang lag Lukas Arnas Indicianskis vorn. Doch der gebürtige Litauer, der im Weseler Marienhospital als Mediziner arbeitet, stand kurz vor der Aufgabe. „Mein rechter Oberschenkel hat geschmerzt, ich musste vor der letzten von sechs Runden leider bremsen und dachte sogar kurzzeitig an Aufgabe“, erklärte der Ultraläufer, der im neuen Jahr bei der Europameisterschaft über 100 Kilometer an den Start gehen will.

Immerhin kam der „Doc“ mit schmerzverzerrtem Blick als Zweiter über die Marathon-Distanz ins Ziel – hinter Sascha Hubbert. Der Weseler Triathlet feierte in 2:48,32 Stunden einen Heimsieg auf seiner Trainingsstrecke, mit gut dreieinhalb Minuten Vorsprung auf Indicianskis, der für das Essener Ayyo Team unterwegs war.

Beiden gemein waren mit Schlamm verzierte Wadenmuskeln. „Klar, die Strecke war zwischendrin etwas matschig. Aber das Wetter war optimal mit wenig Wind, die Stimmung auf der Strecke toll. Und das Rennen war für mich total geil“, erklärte der 29-jährige Hubbert, der seine Bestzeit allerdings um sieben Minuten überboten hatte. „Das ist aber nicht tragisch, ich hatte auf eine Zeit um 2:48 hintrainiert. In diesem Jahr steht für mich eh der Triathlon über die Mitteldistanz wieder im Mittelpunkt.“

Ein erneuter Start beim Ironman auf Hawaii ist kein Thema. Hubberts Fokus liegt auf der Titelverteidigung bei den Deutschen Meisterschaften im Duathlon.

Hinter dem Gesamtsieger reihten sich noch zwei Weseler Trainingspartner mit starken Platzierungen ein. Fernando Concha, am Sonntag für die LG Alpen unterwegs, wurde in 2:55,34 Stunden Gesamtachter, Hubberts Lebensgefährtin Carina Fierek (TuS Xanten) schaffte es in 3:01,28 auf Platz 13 und gewann dazu in ihrer Altersklasse W35.

Fierek war dazu letztlich zweitschnellste Frau. Nicht zu schlagen war am Sonntag allerdings Katrin Ochs von der LG Filder aus Filderstadt nahe Stuttgart. Die Deutsche Marathon-Meisterin der W40-Altersklasse setzte sich in starken 2:58,07 Stunden durch und verfehlte ihre persönliche Bestzeit nur um 46 Sekunden.

Überaus zufrieden mit der Weseler Marathon-Premiere war auch Kirsten de Baey-Ruszin Hamminkelner SV, die sich nach ihrem Sieg im Halbmarathon in 1:21,43 Stunde die Belohnung im großen Festzelt bei Cheforganisator Christopher Kloß abholte: ein Rucksack, ein Fläschchen Weseler Eselsbier, die Siegerurkunde und die gezackte Keramik-Plakette auf einem kleinen Stein.

Schröer verfehlt das Ziel

„Es war einfach toll, auch wenn ich wegen der kühlen Temperaturen etwas gefroren habe und ich mich deshalb auch nicht gräme, nur die halbe Distanz gelaufen zu haben“, erklärte de Baey-Ruszin. Die frisch gebackene Profi-Triathletin wird 2020 größere Herausforderungen meistern. Etwa die Duathlon-EM im April in Alsdorf bei Aachen. Oder Anfang Juni den von Zürich nach Thun verlegten Ironman der Schweiz.

Ludger Schröer von der LG Deiringsen war am Sonntag bei seinem Halbmarathon-Sieg zunächst am Ziel vorbeigelaufen. „Das war noch nicht auf, also bin ich durch das Staffelziel“, schmunzelte der Soester, dem der Umweg einige Sekunden kostete. Cheforganisator Christopher Kloß sorgte umgehend dafür, dass die Schwachstelle behoben wurde.

Es war die einzige kleine Panne des Sonntags aus Sicht des Gastgebers, die Lauffreunde HADI Wesel. 1438 Starter, die wegen zahlreicher Nachnennungen für eine halbe Stunde Startverzögerung gesorgt hatten, bedeuteten am Ende eine großartige Debützahl. Die Gastgeber hatten schließlich nur mit 500 bis 600 Läuferinnen und Läufe beim ersten Marathon am Auesee gerechnet.

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