SV Schermbeck

Torjäger Milaszewski soll bleiben

Dominik Milaszewski, hier im Testspiel gegen Schalkes U23, steht beim SV Schermbeck vor der Vertragsverlängerung.

Foto: Markus Joosten

Dominik Milaszewski, hier im Testspiel gegen Schalkes U23, steht beim SV Schermbeck vor der Vertragsverlängerung. Foto: Markus Joosten

Schermbeck.   Zwei Niederlagen zum Start ins Fußball-Jahr 2018: Beim Westfalenligisten SV Schermbeck läuft’s noch nicht rund. Da muss der Torjäger helfen.

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Zwei Niederlagen zum späten Start ins Fußball-Jahr 2018: Beim Westfalenligisten SV Schermbeck läuft’s noch nicht rund. Sieben Gegentore aus den beiden Partien daheim gegen den SV Spexard (1:2) und beim SV Rödinghausen II (2:5) haben Trainer Thomas Falkowski gründlich die Laune verhagelt. Und wenn sich jetzt auch noch der beste Torjäger des SVS eine kleine Ladehemmung gönnt, wird es wohl nichts mit der angepeilten Rückkehr in die Oberliga. „Wir haben nur vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz“, erhebt Dominik Milaszewski Einspruch.

Der 32-Jährige steht in Schermbeck wohl wie kein Zweiter für die Hoffnung der Schermbecker, aus einer bisher durchwachsenen Saison noch eine richtig gute machen zu können. 15 Treffer hat Milaszewski zu den bisher 44 Toren – in der Statistik liegt Schermbeck auf Platz eins der Tabelle – des aktuellen Tabellensechsten beigesteuert. Damit steht der Offensivmann in der Liga auf Platz zwei der Goalgetter-Liste. „Das interessiert mich nicht“, winkt Milaszewski ab, „wichtig ist nur, dass wir die Spiele gewinnen.“

Vom Vorbereiter zum Vollstrecker

Schließlich ist er etwas unfreiwillig zu seiner neuen Profession gekommen. Eigentlich ist Milaszewski nämlich eher im offensiven Mittelfeld zu Hause und mehr Vorbereiter als Vollstrecker. In seinen letzten beiden Spielzeiten beim SC Hassel kam er auf 13 Tore in 62 Einsätzen. In Schermbeck sind es nun 15 Einschüsse in bisher 19 Partien. „In der Hinrunde war jeder Schuss ein Treffer“, lacht Milaszewski.

Einer seiner wertvollsten Assi-stenten dabei war Marek Klim-czok. Der Pole, mittlerweile schon sieben Jahre in Schermbeck, hat inzwischen das stolze Fußballer-Alter von 38 Lenzen erreicht. „Marek ist ganz wichtig für uns“, weiß Knipser Milaszewski.

In Essen geboren und in der Jugend von seinem Heimatklub DJK Dellwig zu den Rot-Weissen an die Hafenstraße gewechselt, ist Milaszewski inzwischen schon zum dritten Mal beim SV Schermbeck. „Der Verein ist wie eine Familie für mich. Ich kann sonntags einfach mit meiner Freundin und unserer kleinen Tochter zum Platz kommen – und alle fühlen sich wohl“, betont Milaszewski.

Der VfB Homberg, der FC Kray und zuletzt der SC Hassel waren für ihn sicher nicht nur Übergangsstationen, aber nach Schermbeck zieht es ihn eben immer wieder zurück. So sehr, dass er seine sportliche Karriere – zumindest im höherklassigen Fußball – voraussichtlich in der Volksbank-Arena beenden will. „Ich habe einen Dreijahresvertrag vorliegen“, verrät Milaszewski. Nächste Woche soll die Unterschrift folgen.

Am besten mit einem Sieg im Rücken. Tabellenführer Gievenbeck ist der Konkurrenz zwar enteilt, doch dahinter mischt die halbe Liga um Platz zwei mit – auch der kommende Gegner TuS Hiltrup (Sonntag, 15 Uhr). „Unser Anspruch ist es von Beginn an gewesen, oben mitzuspielen. Dafür müssen wir jetzt endlich punkten“, weiß Milaszewski.

Vor allem in den nächsten Wochen gegen Teams wie Münster II, Vreden und Stadtlohn, die zurzeit alle vor Schermbeck stehen und ebenfalls über die Relegation den Sprung in die Oberliga vor Augen haben. Doch bis dahin ist es noch ein wenig hin – aber höchste Zeit für Schermbecks Torjäger Milaszewski in Bestform aufzulaufen.

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