Fußball-Landesliga

Trainer des PSV Lackhausen spricht von Arbeitsverweigerung

Sah eine schwache Vorstellung des PSV Lackhausen: Trainer Björn Assfelder.

Sah eine schwache Vorstellung des PSV Lackhausen: Trainer Björn Assfelder.

Foto: Markus Weissenfels/FFS

Wesel.  Das war gar nichts: Der bisher ungeschlagene Fußball-Landesligist PSV Lackhausen ging beim Neuling VfL Tönisberg mit 2:6 mal so richtig baden.

Nichts wie weg! Die meisten Akteure des PSV Lackhausen wollten nach Spielende so schnell wie möglich in die Kabine. Mit 2:6 (1:2) war der Fußball-Landesligist bei Aufsteiger VfL Tönisberg unter die Räder gekommen. Und schon wenige Sekunden nach dem Abpfiff verließen die meisten Grünen den Platz frustriert. Torjäger Eray Tuncel war mit der erste, der vom Feld stapfte. In den 90 Minuten zuvor hatte er zwar zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen, aber ansonsten viel über seine Mitspieler gemeckert, als er von vorne mitansehen musste, wie selbige von den Platzherren ausgespielt wurden.

„Das hatte sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet“, konstatierte PSV-Trainer Björn Assfelder nach der ersten Saisonniederlage und fügte an: „Zuletzt ist es durch unsere späten Tore oft noch mal gut gegangen, heute aber nicht. Heute haben wir einen vor den Bug bekommen. Und zwar so richtig.“

Der PSV-Coach hatte im Vorfeld bereits offen mit dem Gedanken gespielt, die Startelf infolge unzufriedenstellender Trainingsleistungen zu verändern, und tat dies auch. Neben dem verletzten Sebastian Eisenstein mussten auch Luis Blaswich und Timo Giese auf der Bank Platz nehmen. Der Last-Minute-Siegtorschütze aus dem Spiel gegen Amern in der Vorwoche, Stephan Sanders, wurde mit einem Startelfplatz als linker Verteidiger belohnt. Außerdem rückten Linus Dersch im rechten und Florian Karwath im zentralen Mittelfeld ins Team.

Doch eine Leistungssteigerung bewirkte dies nicht. Tönisberg kaufte dem Zweitplatzierten mit einer aggressiven Spielweise bisweilen den Schneid ab. Auch spielerisch gefielen die Gastgeber, während Lackhausen oft keinen Zugriff fand. Die frühe VfL-Führung erzielte Niklas Jahny, der nach einem Traumpass von Rechtsverteidiger Sören Höffler PSV-Torwart Sebastian Kaiser umkurvte und einschob (11.). Praktisch aus dem Nichts erzielte Eray Tuncel mit einem sehenswerten Volleyschuss aus rund 20 Metern den Ausgleich (24.). Fast mit dem Pausenpfiff staubte Nico Jeegers aus kurzer Distanz zur erneuten Tönisberger Führung ab, nachdem Jahny auf dem Flügel drei Verteidiger hatte stehen lassen.

„Ich habe in der Halbzeitansprache von Arbeitsverweigerung gesprochen, aber das traf auch auf die komplette zweite Halbzeit zu“, sagte Trainer Assfelder. Die Mannschaft zerfiel in der Phase in ihre Einzelteile. Zwei weitere Male Nico Jeegers (48., 52.) und noch mal Niklas Jahny (54.) schraubten das Ergebnis auf 5:1 hoch. Vorangegangen waren jeweils sehenswerte Kombinationen, bei denen die Gäste-Defensive jedoch auch kaum Gegenwehr leistete. Das Spiel war damit entschieden. Nur statistischen Wert hatten das 2:5 von Yannik Oenning per Kopf nach einem Freistoß (65.) und das Kontertor von Phillip Grund zum 6:2-Endstand (70.).

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