Handball

Verbandsligist HSG Wesel will schnell in die Spur finden

HSG-Trainer Jan Mittelsdorf (Mitte/Szene aus der vergangenen Saison) und seine Spieler hatten Redebedarf.

HSG-Trainer Jan Mittelsdorf (Mitte/Szene aus der vergangenen Saison) und seine Spieler hatten Redebedarf.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Wesel.  Nach der überraschend deutlichen Heimpleite zum Start der Handball-Verbandsliga ist die HSG Wesel am Samstag in Grefrath gefordert.

Der überraschend deutliche Fehlstart hatte Nachwirkungen: Bei den Verbandsliga-Handballern der HSG Wesel stand im Verlaufe dieser Woche Ursachenforschung an. Das Team von Trainer Jan Mittelsdorf wollte die Gründe ausloten, weshalb es zum Saisonstart zu Hause gegen den TSV Kaldenkirchen eine 20:31-Klatsche gab. Und natürlich lag das Augenmerk darauf, was besser zu machen ist, um im anstehenden Auswärtsspiel bei der Turnerschaft Grefrath am Samstagabend (18.45 Uhr) bestehen zu können.

„Es war nach nur einem Spieltag sicher kein Krisengespräch. Aber wir mussten uns sammeln und besprechen, was da genau passiert ist”, so der Trainer der HSG-Handballer. Seine Analyse ist klar: „Wir haben uns taktisch nicht gut verhalten, unklug gespielt und vor allem in Sachen Chancenverwertung noch viel Luft nach oben.”

Fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor

Denn auch wenn das Ergebnis eine andere Sprache spricht: In der ersten Halbzeit war die HSG mehr als nur ein ebenbürtiger Gegner. Erst die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor des Gegners sowie zahlreiche Unkonzentriertheiten brachten die Kaldenkirchener erst zurück ins Spiel und nahmen den Weselern dann die Zuversicht.

Und genau dort findet Mittelsdorf auch die Ansatzpunkte, um in gegnerischer – zudem für die HSG ungewohnt harzfreier – Halle bestehen zu können. „Wenn wir an die Leistung der ersten 22 Minuten anknüpfen und das auch über die gesamte Zeit spielen, bin ich zuversichtlich, die beiden Punkte mitnehmen zu können”, so der Coach. „Das würde uns auch die nötige Ruhe für die weitere Arbeit geben.”

Borowski und Horstmann dabei

Die Gastgeber ihrerseits, die schon in der abgelaufenen Saison lange um den Klassenverbleib bangen mussten, haben den Auftakt ebenfalls vermasselt. Die Turnerschaft verfügt zwar über ein eingespieltes und kompakt auftretendes Team, das vor allem im Abwehrverband geschlossen arbeitet. „Aber einen Überspieler, der heraussticht, ist in dieser Mannschaft nicht zu finden”, so Mittelsdorf. „Wir müssen halt schauen, dass wir gegen einen Gegner auf Augenhöhe rasch in Gang kommen.“

Personell gibt es aber auch gute Nachrichten rund um die HSG. Der Kader für die aktuelle Saison ist zwar klein, doch am Samstagabend stehen dem Coach alle 13 Spieler zur Verfügung. Will heißen: Niklas Borowski, der nach einer Nasen-OP lange Zeit rekonvaleszent war, kehrt auf die Bank zurück und dürfte eine zusätzliche Option im Spiel der HSG sein. Und auch Linksaußen Ole Horstmann, den es im Sommer beruflich nach Hamburg verschlug, wird ein weiteres Mal aushelfen. „Insofern ist meine Hoffnung groß, dass wir erfolgreich sein werden und die ersten beiden Punkte einfahren können”, sagt Mittelsdorf.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben