Wasserball

Wegen Corona: Christopher Hans sitzt auf dem Trockenen

Christopher Hans, hier noch bei einem Spiel seines Ex-Klubs ASCD zwischen den Pfosten, vermisst den Sport.

Christopher Hans, hier noch bei einem Spiel seines Ex-Klubs ASCD zwischen den Pfosten, vermisst den Sport.

Foto: Zoltan Leskovar / FFS

Schermbeck.  Auch der Schermbecker Wasserball-Torhüter Christopher Hans muss sich wegen der Coronakrise neue Wege suchen, um fit zu bleiben.

Dieser Tage findet man Christopher Hans oft in seiner Schermbecker Heimat – auf dem Fahrrad bei einer Tour in der schönen Natur oder in seinem Elternhaus, wo der Wasserballer des Duisburger SV 98 kräftig mit anpackt. Der Torwart sitzt, wie alle seine Teamkollegen – darunter mit Frederic Schüring, Florian und Fabian Gromann und Gabriel Dostlebe weitere Aktive aus Schermbeck und Umgebung – wegen der Coronakrise im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen. „Manchmal weiß ich tatsächlich nichts mit mir anzufangen. Sonst spielen wir in der Sommerpause oft Volleyball auf der Vereinsanlage, aber auch das geht natürlich gerade nicht“, so der 24-Jährige, der in den kommenden Wochen mit seinem Klub um den Klassenerhalt in der B-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga kämpfen wollte. Nun rechnet niemand mehr so wirklich damit, dass die Saison in der DWL (und in den unteren Klassen) noch zu Ende gespielt wird. Christian Vollmert, Trainer beim Duisburger SV 98, hat die Spielzeit schon abgehakt. „Selbst wenn man Mitte Mai wieder trainieren könnte, die End- und Aufstiegsrunden können gar nicht mehr stattfinden. Ich denke, dass die DWL einen Strich unter die Saison machen wird“, sagt Vollmert pragmatisch.

Nationalmannschaft nicht abgehakt

Nicht nur, dass die Liga aus terminlichen Gründen in Verdrückung geraten würde – bei der sehr trainingsintensiven Sportart Wasserball würde der Trainingszyklus nach einer mehrwöchigen Pause quasi bei Null beginnen. Auch Christopher Hans macht die lange Zwangspause als das größte Problem aus. „Die Jungs müssten ja im Prinzip eine komplette Vorbereitung durchziehen. Ich habe auf meiner Position noch Glück – Torwartbeine verlernt man nicht. Schwimmerisch brauchen wir auch weniger Ausdauer“, sagt der Mechatronik-Student mit einem Lachen. Um dennoch nicht ganz aus der Form zu kommen, betreibt „Hansi“ daheim ein leichtes Workout. „Tatsächlich habe ich letzte Tage als ich bei meinen Eltern war, direkt mal ein paar Hanteln mitgenommen. Viel kann man damit nicht machen, aber einige Übungen funktionieren. Es ist besser als nichts“, sagt Hans.

Mit Interesse hat der ehemalige Nationalspieler auch die Entwicklung rund um die Olympischen Spiele verfolgt. Vor allem für seine ehemaligen Mitspieler beim ASC Duisburg, Julian Real, Moritz Schenkel und Dennis Eidner tut es ihm leid. „Das ist für alle natürlich schade. Wenn Deutschland es geschafft hätte dabei zu sein, dann hätte es zukünftig auch wieder andere Möglichkeiten gegeben, den Sport zu fördern. Das wäre schön.“ Seine eigene Nationalmannschaftskarriere hat der Torhüter noch nicht völlig abgehakt. Hans: „Jetzt hat erst einmal das Studium oberste Priorität. Aber wer weiß. . .“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben