Fest des Weseler Sports

Wesel ehrt seine erfolgreichsten Sportler des letzten Jahres

Beim Fest des Weseler Sports fanden sich am Samstagabend die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler in der Niederrheinhalle ein, um ihre Preise entgegenzunehmen.

Beim Fest des Weseler Sports fanden sich am Samstagabend die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler in der Niederrheinhalle ein, um ihre Preise entgegenzunehmen.

Foto: Gerd Hermann

Wesel.   Das Fest des Weseler Sports ist erneut weit mehr als eine gewöhnliche Preisverleihung. Mareen Hufe triumphiert bereits zum vierten Mal.

Das Fest des Weseler Sports ist weit mehr als eine gewöhnliche Preisverleihung. Der Stellenwert der Veranstaltung wurde am Samstagabend noch einmal richtig deutlich, als der prall gefüllte Saal der Niederrheinhalle gemeinsam mit der Partyband „The Daylights“ ein lautes „Happy Birthay to you“ anstimmte. Denn Box-Urgestein Horst Höpken verschwendete keinen Gedanken daran, seinen 80. Geburtstag nur im Kreise seiner Familie zu feiern, sondern nahm an der Veranstaltung teil und legte in den Tanzpausen auch noch gekonnte Schritte aufs Parkett.

Als die Niederrheinhalle um 19 Uhr ihre Pforten öffnete, füllte sich der Saal innerhalb von wenigen Minuten. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und den Vorsitzenden des Stadtsportverbandes Frank Rothkopf ging es ans Eingemachte.

Badminton-Team auf Platz eins

Gekonnt führte Moderator Peter Roelvinck durch das Abendprogramm und begann mit der Ehrung der Mannschaft des Jahres. Auf dem dritten Platz fanden sich die Tischtennis-Damen des BSV Grün-Weiß Flüren wieder. Die Mannschaft ging im Frühjahr 2017 erstmals an den Start und nimmt aktuell Kurs auf die Bezirksliga. Über den zweiten Platz freute sich die Quadrillenmannschaft-Pony des RV St. Hubertus. Die Mannschaft des Jahres 2018 wurde aber das Badminton-Team des BV Wesel Rot-Weiss. Nach dem Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga sind die Hansestädter auch aktuell wieder gut im Geschäft und mischen ganz oben mit. Von langer Dauer war der Besuch der Mannschaft allerdings nicht. Gleich nach der Auszeichnung machte sich das Team schon auf den Weg zum Auswärtsspiel nach Hamburg.

Basketballer zeigen ihr Können

In einer kurzen Pause zeigten die Nachwuchsbasketballer des Weseler TV ihre Fähigkeiten. Ein Parcours bestehend aus einer Koordinationsleiter, Hütchen und einem Korb simulierte verschiedene Trainingsformen. Die Kids absolvierten diesen gekonnt und durften kurze Zeit später den Jugend-Förderpreis entgegennehmen. Dicht dahinter auf dem zweiten Platz landeten die Nachwuchsreiter des RSV St. Hubertus Wesel-Obrighoven. Dritter wurden die Kanuten des Weseler Kanuclubs 1925.

Nach der Jugend wurden dann langjährige Aktive geehrt. Geburtstagskind Horst Höpken vom Weseler Box-Club bekam eine Urkunde für sein 25. Goldenes Sportabzeichen und Inga Birkenmaier wurde als „Ehrenamtliche des Jahres“ ausgezeichnet. „Ich freue mich wirklich sehr und hoffe noch lange weitermachen zu können“, verkündete die 73-Jährige.

Hufe und Ahrens ausgezeichnet

Der Gang zur Bühne bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres war für Mareen Hufe nichts neues. Zum elften Mal war sie als Nominierte zu Gast in der Niederrheinhalle und konnte sich nach dem dritten Platz im Vorjahr nun auch wieder über den Titel freuen. Sportlerin des Jahres wurde Hufe bereits zum vierten Mal. „Triathlon ist zwar ein Einzelsport, aber dahinter steht ein ganzes Team. Meine Familie, meine Freunde und meine Trainingspartner machen das alles möglich“, war die Athletin gerührt. Hinter ihr landeten Badmintonspielerin Diane Lakermann vom BV Wesel RW und Vorjahressiegerin Vanessa Borgmann von Jagdfalke Brünen.

Bei den Herren setzte sich Tennisspieler Jörg Ahrens durch und wurde Sportler des Jahres 2018. Der 47-Jährige gab sich bei der Ehrung bescheiden und kündigte an, sein Preisgeld dem Weseler Nachwuchssport zugute kommen zu lassen. Ahrens hatte erneut die Weseler Stadtmeisterschaft gewonnen und hat trotz der großen Titelsammlung weiterhin Erfolgshunger: „Es macht immer Spaß, gegen die jungen Bengel zu spielen. Die sind zwar fitter und schlagen härter, aber ich versuche dann, schlauer zu spielen.“ Zweiter wurde Tischtennisspieler Wolfgang Gerth von GW Flüren vor Minigolfspieler Severin Blümer vom 1. MSC Wesel.

Kultige Kommentare

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Anekdoten von Reporter-Legende Werner Hansch. Der kultige Kommentator bespaßte das Publikum und stellte seinen Live-Kommentar von den Olympischen Spielen in Seoul nach, als Nicole Uphoff zu Gold ritt. Seinen Besuch bei den Olympischen Spielen 1988 erklärte Hansch gewohnt humorvoll: „Die ARD hat mich damals als Hörfunkmann dahin geschickt, weil ich der einzige war, der wusste wie ein Pferd aussieht.“

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