Fußball

Weseler Landesligist zittert sich gegen Holzheim ins Ziel

Timo Giese (links) traf kurz vor der Pause zum 2:0.

Timo Giese (links) traf kurz vor der Pause zum 2:0.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Wesel.  In Überzahl und mit 2:0 in Führung liegend lässt Lackhausen zu viele Chancen aus. Das rächt sich in der Schlussphase dann fast noch.

Für Sünder Nico Giese, der in der Vorwoche in Sonsbeck nach dem Schlusspfiff wegen Meckerns Rot gesehen hatte, ließen sich die Verantwortlichen eine besondere Strafe einfallen. Vor der Heimpartie gegen die Holzheimer SG saß Giese gemeinsam mit Abteilungsleiter Paul Fritz im Kassenhäuschen und begrüßte alle Zuschauer. Bestens gelaunt war der gesperrte Fußballer des PSV Lackhausen da noch. In der Schlussphase der anschließenden Landesliga-Begegnung verging dann auch dem 25-Jährigen hinter der Bande zeitweise das Lachen. Seine Weseler retteten sich beim 2:1 (2:0) über die Neusser trotz fast 70-minütiger Überzahl nur mit Glück über die Ziellinie. Drei Minuten vor dem Ende vergab Gästekapitän Maurice Girke bei einem Handelfmeter die große Chance zum Ausgleich, der den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt hätte.

Frühe Führung

Für Lackhausen hätte die Begegnung dabei gar nicht besser beginnen können. Keine Minute war gespielt, da traf Eray Tuncel nach feiner Vorarbeit von Johannes Bruns und Linus Dersch schon zur Führung. Als dann auch noch HSG-Akteur Dennis Brune nach einem Fußtritt ins Gesicht von Jost Kasparek die rote Karte sah (20.), schien die Partie fast schon gelaufen. Doch auch wenn Timo Giese kurz vor dem Wechsel noch auf 2:0 stellte (44.), war Björn Assfelder nicht zufrieden. Zu pomadig gingen seine Schützlinge zu Werke. „Die Jungs haben nach dem frühen Tor und der Hinaustellung wohl gedacht, dass ein bisschen weniger reichen würde“, vermutete der PSV-Coach.

Tatsächlich war Lackhausens Keeper Raven Olschewski bis in die Schlussphase überhaupt nicht gefordert. Seine Vorderleute vergaben gerade in der Anfangsphase der zweiten Hälfte reihenweise beste Gelegenheiten. Erst verfehlte Julian Fuchs das Gästetor völlig freistehend (57.), dann traf der eingewechselte Donovan Sadek nur die Latte (61.), Spielführer Bruns misslang ein Kopfball aus bester Lage (62.), auch Jost Kasparek war kurz darauf im Abschluss glücklos (64.).

Gelb-Rot für Laader

Durch das Auslassen dieser Hochkaräter ließ der PSV einen spielerisch limitierten Kontrahenten weiter hoffen. Und plötzlich geriet auch die Weseler Defensive ins Schwimmen. Nach dem Anschluss durch Girkes ersten Strafstoß (79.) – Bruns soll im Sechzehner gefoult haben – lagen die Nerven plötzlich blank.

Als dem im Strafraum liegenden Stephan Sanders schließlich noch der Ball an den Arm sprang, sahen die Weseler Fans ihre schlimmsten Befürchtungen schon bestätigt. Aber Girke setzte seinen zweiten Elfmeter hauchdünn am Tor vorbei.

Dass sich PSV-Innenverteidiger Lennart Laader kurz darauf noch unnötig Gelb-Rot abholte, weil er einen Holzheimer Spieler ohne Not in der gegnerischen Hälfte ungestüm legte, passte trotzdem ins Bild eines Nachmittags, der für seinen Trainer am Ende nur einen positiven Aspekt hatte: „Wir haben gewonnen“, stellte Assfelder erleichtert fest.

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