Leichathletik-DM

WTV-Trio im Rahmen der Möglichkeiten

Stephan Sanders vom Weseler TV hatte sich über die 110m Hürden für die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften qualifiziert und lief dort 14,73s.

Stephan Sanders vom Weseler TV hatte sich über die 110m Hürden für die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften qualifiziert und lief dort 14,73s.

Foto: Wolfgang Birkenstock -- www.wolf

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Wesel.  Wenig überraschend ohne Medaillen, aber zufrieden kehrte das Trio des Weseler TV von den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften aus Ulm zurück. So nutzte Hochspringer Torsten Sanders die große Bühne, um sich an die kurzfristig beschlossene Fünf-Meter-Verlängerung seines Anlaufes zu gewöhnen. „Das klappt sehr gut. Er kommt jetzt weniger über die Kraft, sondern über die Strecke und schließlich mit höherer Geschwindigkeit um die Kurve“, erläuterte WTV-Trainer Roman Buhl. Bis 2,10m meisterte der 18-Jährige alle Höhen im ersten Versuch. Bei zwei der drei gescheiterten Versuchen über 2,15m machte er der Latte die Entscheidung sehr schwer.

„Wichtig ist, dass sich der Torsten trotz seines späten Einsteigens in den Hochsprung mittlerweile auf diesem Niveau auch bei Wettkämpfen gefestigt hat“, so Buhl. „Umso wahrscheinlicher werden auf die Ausrutscher nach oben. Ich sehe bei ihm mit seiner Bestleistung von 2,15m das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.“ Am Ende wurde Torsten Sanders in Ulm Sechster. Für die Bronzemedaillen hätten es 2,19m sein müssen, Sieger Matthias Haverney sprang als einziger über 2,22m.

Tortens älterer Bruder Stephan hatte sich über die 110m Hürden für die DM qualifiziert. Die Austragung von nur zwei Vorläufen unterstreicht, dass er sich mit der DM-Qualifikation in Ulm in einem exklusiven Kreis in Deutschland bewegt. Nach zwei Fehlstarts bei den beiden Wettkämpfen zuvor lief Stephan Sanders diesmal 14,74s und verpasste damit das Finale. „Er war sehr darauf konzentriert, nicht den dritten Fehlstart in Folge zu produzieren und vielleicht sogar ein wenig perplex, als es dann tatsächlich richtig los ging“, so Buhl. Seine persönliche Bestzeit von 14,38s war auch wegen eines leichten Gegenwindes nicht in Gefahr. „Aber für sein zweites Männerjahr hat er sich stabilisiert“, so Buhl.

Persönlich sehr erfreulich verlief die Deutsche Meisterschaft für Janine Schulte. Als Schlussläuferin der 4x100m-Staffel der Startgemeinschaft Rhede/Sonsbeck/Wesel schaffte die Weselerin es zweimal, ihr Team um zwei Plätze zu verbessern. „Sie ist zweimal von mir handgestoppte 57,5 gelaufen. Das ist vielversprechend für die Jugend-DM Ende Juli in Rostock“, so Buhl. In Ulm wurden dafür in den Staffeln bereits die ersten Medaillen vergeben. Die hiesige Startgemeinschaft verbesserte ihre Qualifikationszeit im Vorlauf um zwei Sekunden auf 3:54,16. Im Finale der U20 bedeuteten 3:55,98 Rang fünf. Für die Bronzemedaille hätten es 3:53,44 sein müssen, wobei einige Konkurrenzstaffeln wie die aus Köln auf Platz drei für das Finale noch frische Kräfte ins Rennen schicken konnte.

Für Torsten Sanders beginnt der Traum bereits am kommenden Sonntag. Dann geht es von Frankfurt aus Richtung Rieti nach Italien, wo vom 18. bis 21. Juli die Europameisterschaften der U20-Athleten im Raul-Guidobaldi-Stadion steigen.

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