Handball

HSV und WTV gehen in die Verlängerung

In zwei Spielen gegen den TV Neheim entscheidet sich das Schicksal des HSV Herbede: Matthias Schmitz (re.), der bei der Pleite in Gladbeck sechs Treffer erzielte, bangt mit seinem Team um den Ligaerhalt.

In zwei Spielen gegen den TV Neheim entscheidet sich das Schicksal des HSV Herbede: Matthias Schmitz (re.), der bei der Pleite in Gladbeck sechs Treffer erzielte, bangt mit seinem Team um den Ligaerhalt.

Foto: Barbara Zabka

Witten.   Herbede muss in zwei Relegationsspielen um den Klassenerhalt kämpfen. Heute Hinspiel beim TV Neheim. Wittener TV träumt von der Landesliga.

Die Saison in der Handball-Bezirksliga geht in die Verlängerung – und mit dabei sind zwei Teams aus Witten. Der Wittener TV träumt durch den 26:25 (9:10)-Erfolg bei der HSG Wetter/Grundschöttel vom Aufstieg in die Landesliga. Dagegen droht dem HSV Herbede der Absturz in die Kreisliga. Die Wittener verpassten es durch die 36:40 (17:20)-Pleite beim VfL Gladbeck III, den Ligaverbleib aus eigener Kraft zu realisieren. Bereits heute Abend trifft der HSV im Relegationshinspiel auf den TV Neheim.


VfL Gladbeck III - HSV Herbede 40:36 (20:17). Die Rechnung war denkbar einfach: Schon ein Punkt beim bereits abgestiegenen VfL hätte dem HSV für den Klassenerhalt genügt. Doch die Hausherren drehten vor den Augen von Lokalrivale TV Gladbeck noch einmal richtig auf. Der TV, punktgleich mit dem HSV, hoffte schließlich auf Schützenhilfe – und wurde nicht enttäuscht. „Der Gegner war hochmotiviert“, sagte HSV-Trainer Marko Weiß.

Trotzdem legte seine Mannschaft gut los und führte zwischenzeitlich mit 9:7 (13.). Doch Gladbeck wurde stärker und war vor allem aus dem Rückraum immer wieder gefährlich. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff mehr bekommen“, so Weiß. Sein Team lag zur Pause mit 17:20 hinten und wurde mit Wiederbeginn überrollt – 22:29 (42.). Weiß stellte die Deckung um und der HSV kam zurück – 34:36 (55.). „Es sah so aus, als würde das Spiel kippen“, so Weiß. Doch die Gastgeber hatten schließlich den längeren Atem.

Der HSV beendet damit die Saison als Viertletzter und muss in zwei Relegationsspielen noch um den Klassenerhalt kämpfen. Bereits heute Abend (20.15 Uhr) steht das Hinspiel beim TV Neheim an, das Rückspiel folgt am Sonntag (11 Uhr, Horst-Schwartz-Halle). Marko Weiß erwartet heute Abend eine volle Halle und hitzige Atmosphäre: „Sauerland halt“, so Weiß, dem ein Video vom letzten Spiel der Neheimer zur Vorbereitung vorliegt. Das Ziel: In Neheim eine gute Ausgangslage für das Rückspiel schaffen. „In einem Heimspiel ist für uns dann alles möglich“, sagt Weiß.

HSV: Gajowski, Lange; Busch, Hoffmann (1), Schmitz (6/1), Ciesiolka (6), Trösken (2), Hake, Meuren, Filla (3), J. Windfuhr (1), Mazurek (4), Hirschberg (1), Ehrhardt (12).

HSG Wetter/Grundschöttel - Wittener TV 25:26 (10:9). Die Partie bei den abstiegsbedrohten Grundschöttelern war nichts für schwache Nerven. Die Führung wechselte hin und her, ehe die Hausherren in der Schlussphase die bessere Ausgangslage für sich hatten – 25:23 (57.). Doch nur wenig später hieß es 25:25.

In der Schlussminute ging es dann hoch her. Zunächst verbaselte der WTV im Angriff den Ball, die Gastgeber aber waren nicht in der Lage, diese Chance zu nutzen. Stattdessen durften die Wittener noch einen Angriff starten, den Nico Roehrle 18 Sekunden vor dem Ende mit dem 26:25-Siegtreffer krönte. „Wir sind immer dran geblieben, haben unseren Stiefel gut heruntergespielt“, lobte Coach Matthias Brandt.

Der Gegner in der Aufstiegsrelegation wird nun in zwei Spielen zwischen der SG Attendorn/Ennest und der HSG Herdecke/Ende ermittelt. Der Sieger empfängt am Sonntag den WTV, ehe die Entscheidung am Mittwoch, 29. Mai, in der Kreissporthalle fällt.

WTV: Heintze, O. Weber, Pohl; Kutsch (2), Roehrle (4), Wenzel (3), A. Weber (2), Gallinowski (7), Brecht (5/2), Mohri (1), Oberbossel (2), Lieberwirth.

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