RINGEN

Ringerbund beschließt Rückkehr von Liga zwei

Die Wittener Ringer (mit Adam Juretzko, li.) sind eine feste Größe in der Bundesliga. Bis 2023 hat man sich den Gewinn des Titels zum Ziel gesetzt.

Die Wittener Ringer (mit Adam Juretzko, li.) sind eine feste Größe in der Bundesliga. Bis 2023 hat man sich den Gewinn des Titels zum Ziel gesetzt.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Würzburg.  Der Deutsche Ringer-Bund wird die 2. Bundesliga ab 2021 wieder einführen. Das hat die jüngste Tagung in Würzburg hervorgebracht.

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Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) hat bei seiner jüngsten Bundesligatagung die Katze aus dem Sack gelassen. Ab der Saison 2021/22 wird es wieder eine zweite Bundesliga geben. Auch auf den künftigen Modus in den beiden Profiligen verständigte sich die Verbandsspitze mit den Vereinsvertretern. Die Vorgehensweise des Präsidiums um den seit vielen Jahren umstrittenen DRB-Chef Manfred Werner allerdings sah so mancher Clubabgesandte durchaus kritisch - u. a. Thomas Altstadt, Vorsitzender des KSV Witten 07.

Im Vorfeld der Bundesligatagung in Franken hatte der DRB-Vorstand den Vereinen zwei von ihm ausgearbeitete Vorschläge zur künftigen Struktur der Bundesliga zugeschickt. Mit beiden Möglichkeiten wurde sich nun eingängig befasst, auch hätten sich mögliche Aufsteiger in die Diskussion eingebracht, lautet die DRB-Mitteilung. Abgestimmt haben die Vereinsverantwortlichen dann sehr eindeutig für eine jeweils zweigleisige Erst- und Zweitliga-Struktur. Die Sollstärke wird voraussichtlich acht Mannschaften pro Gruppe umfassen. Bei der Einteilung der jeweiligen Staffeln sollen dann wie bisher vorwiegend geografische Belange den Ausschlag geben. Weitere Details will man ab Februar 2020 in Zusammenarbeit mit dem Bundesliga-Ausschuss beraten.

KSV-Vorsitzender kritisiert Vorgehen des DRB-Präsidiums

„Wir waren uns ja grundsätzlich einig, dass es wieder eine zweite Bundesliga geben soll. Der sportliche Abstand zwischen der jetzigen Bundesliga und den Ober- bzw. Regionalligen ist einfach zu groß“, erklärt Thomas Altstadt. „Allerdings muss man schon einen klaren Plan haben, wie diese zweite Liga letztlich zustande kommt.“ Seiner Ansicht nach seien die Clubs vor vollendete Tatsachen gestellt worden.

„Abgesprochen war eigentlich, dass es im Frühjahr 2019 zu einer Versammlung mit den Landesorganisationen und deren Spitzenvereinen kommen sollte, um aus den Oberligen und Regionalligen Kandidaten für eine mehrgleisige 2. Bundesliga zu finden. Dieser Termin hat leider nie stattgefunden“, gibt der KSV-Chef zu bedenken. Nicht nur aus Witten, sondern auch aus Düren/Merken und aus Heusweiler seien kritische Stimmen zur Vorgehensweise laut geworden. „Die hat Manfred Werner dann allerdings als Wunschvorstellung einzelnen Clubs abgebügelt“, ärgert sich Thomas Altstadt. „Dabei wollten wir lediglich verhindern, dass es in Sachen zweite Liga einen Schnellschuss gibt.“

Verbandsspitze öffnet selbst den DRL-Vereinen wieder die Tür

Dass es ab 2021 dann eine zweigleisige erste Liga mit jeweils acht Mannschaften geben wird, bezeichnet er als „minimalen Konsens“. Aktuell gibt es drei Erstliga-Staffeln mit insgesamt 23 Vereinen. Der KSV Witten 07 ringt aktuell in der Nordwest-Gruppe um den für die Play-off-Teilnahme wichtigen dritten Platz, hat noch vier Kampftage vor sich.

Bei der Bundesligatagung ging es auch noch um eine mögliche Wiedereingliederung der fünf DRL-Vereine, die sich ehedem außerhalb des DRB-Einflusses selbstständig gemacht hatte. „Im Vorjahr haben wir beschlossen, dass eine Rückkehr nur über sportliche Qualifikation erfolgen kann. Das hat man nun auch übergangen - für mich ein Unding“, stellt Thomas Altstadt klar.

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