Eishockey

Eishockey: DEB-Team verliert Auftakt beim Deutschland-Cup

Eishockey: Frust bei den Deutschen, Freude bei den Russen

Eishockey: Frust bei den Deutschen, Freude bei den Russen

Foto: dpa

Krefeld.  Mannschaft von Trainer Sturm verkauft sich beim Deutschland-Cup gegen 3:4 gegen Olympia-Sieger Russland erneut gut.

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Und da waren es nur noch zwei Spiele für den scheidenden Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm. Der 40-jährige Landshuter, der nach dem Deutschland Cup in Krefeld zu den Los Angeles Kings in die National Hockey League (NHL) wechselt, war mit dem Turnierstart durchaus zufrieden. Die Neuauflage des Finals von Pyeongchang endete trotz einer starken deutschen Leistung gegen Russland so wie bei Olympia: 3:4 (0:1, 3:1, 0:1, 0:1) nach Verlängerung.

Niederlage gegen russisches B-Team

„Wir hätten einen Sieg verdient gehabt“, meinte Sturm nach dem schnellen K.o. nach nur 22 Sekunden der Extraspielzeit durch St. Petersburgs Verteidiger Artyom Zemchyonok. Dessen Klubkollege Nikolai Prokhorkin war zwar der einzige Goldgewinner im russischen B-Kader. Das A-Team spielt parallel beim Karjala-Cup in Finnland. Dennoch präsentierte sich eine starke Mannschaft, die sich komplett aus der russischen Kontinental Hockey League (KHL) rekrutierte, der zweitbesten Eishockeyliga der Welt.

Deutschland legte ab dem zweiten Drittel alle Scheuklappen ab, spielte mit Tempo und forderte den Olympiasieger. Zwei Treffer von Leo Pföderl sowie das 3:2 durch Frank Mauer, beide vom Meister EHC München, ließen die DEB-Auswahl von der Überraschung träumen. Doch statt des möglichen 4:2 brachte Andrei Chibisovs großartiger Handgelenkstreffer gegen den starken Düsseldorfer Torwart Mathias Niederberger noch den russischen Ausgleich – und eine extrem kurze Verlängerung.

Mannschaft hat den Abschied des Trainers im Kopf

„Wir haben eine gute Leistung hingelegt und sind nicht nur hier, um ein wenig über das Eis zu laufen“, betonte der zweifache Torschütze Leo Pföderl. Nicht nur bei ihm gingen die Gedanken allerdings schon in Richtung Abschied von Bundestrainer Sturm. „Marco war für das deutsche Eishockey eine absolute Bereicherung. Ich gönne ihm den Wechsel in die NHL, trotzdem tut es sicher nicht nur für mich weh, dass Marco geht“, meinte beispielsweise Mannheims Angriffskante David Wolf.

Wolfs Adler-Kollege, DEB-Kapitän Marcus Kink, ergänzte nach dem unglücklichen 3:4 gegen Russland: „Marco hat uns eine Menge beigebracht. Das Gerüst der Nationalmannschaft für die Zukunft steht, das sollte uns doch positiv stimmen.“

Sturms vorletzte Aufgabe wartet schon. Nach einem spielfreien Freitag geht es für Deutschland am Samstag (13.30 Uhr/Sport1) in Krefeld gegen die Schweiz weiter. Die Eidgenossen siegten im ersten Turnierspiel gegen die Slowakei mit 3:2.

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