Coronavirus-Pandemie

Coronavirus: Deutlich mehr Kranke im HSK – Appell an Bürger

 Im HSK sind 105 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das Bild stammt aus der Abstrichstelle am Krankenhaus Winterberg.

 Im HSK sind 105 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das Bild stammt aus der Abstrichstelle am Krankenhaus Winterberg.

Foto: Joachim Aue

Im Hochsauerlandkreis ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen sehr deutlich nach oben gegangen. So ist jetzt die aktuelle Lage.

Hochsauerlandkreis. Die Zahl der mit dem Coronavirus erkrankten Menschen im Hochsauerlandkreis ist erstmals dreistellig, sie liegt bei 105 (Stand: 20. März, 14 Uhr). Fünf davon sind stationär untergebracht, davon zwei unter 30 Jahre alt. Darüber hinaus gibt es vier begründete Verdachtsfälle. Am Donnerstag waren 85 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, am Mittwoch waren es 82 und am Dienstag 80. Am Montag hatte der Krisenstab des HSK 49 erkrankte Personen gemeldet.

Unbedingt zu Hause bleiben – Haus nur verlassen, wenn es nötig ist

Vor diesem Hintergrund appelliert Landrat Dr. Karl Schneider an die Bevölkerung: „Bleiben Sie wenn möglich zuhause. Entscheidend für eine erfolgreiche Bekämpfung des Virus ist, dass Sie sich an die Hygieneregeln halten und die sozialen Kontakte auf das absolut notwendige Mindestmaß begrenzen.“

Der Krisenstab des Hochsauerlandkreises weist nochmals darauf hin, dass sich Personen mit möglichen Symptomen zunächst telefonisch an ihren Hausarzt oder die Hotline des Gesundheitsamtes unter 0291/94-2202 wenden sollen. Dort wird dann entschieden, ob und wo ein Test stattfindet. „Bitte gehen Sie nicht direkt in die Arztpraxen oder Krankenhäuser, die für die Abstriche vorgesehen sind“, bittet der Krisenstab.

Zwei Krankenhäuser betreuen derzeit bereits stationär Patienten

Sollten sich bei der medizinischen Abklärung des Hausarztes oder der Hotline des Gesundheitsamtes nach den Vorgaben des Robert Koch-Institutes die Hinweise verdichten, dass ein begründeter Verdacht auf eine Coronainfektion vorliegt, wird den Betroffenen eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus für den Abstrich zur Diagnostik zugewiesen. Nur so kann festgestellt werden, ob überhaupt eine weitere Diagnostik erforderlich ist.

Dr. Klaus Schmidt, Arzt des Gesundheitsamtes und Mitglied des Krisenstabes, sieht die stationäre Versorgung im Hochsauerlandkreis für die bevorstehenden Herausforderungen gut aufgestellt: „Unsere Krankenhäuser haben sich in den vergangenen drei Wochen organisiert und die Kapazitäten für Coronapatienten aufgestockt.“ Zwei Krankenhäuser betreuen derzeit bereits stationär Patienten: Das Marienhospital Arnsberg (Klinikum Hochsauerland) ist eine der ersten Anlaufstellen als spezielles Corona-Krankenhaus. Das Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft als Lungenfachklinik steht aufgrund der medizinischen Ausstattung ebenfalls als Anlaufstelle zur Behandlung von Lungeninfekten zur Verfügung.

Krankenhäuser werden weiter ertüchtigt

Der Krisenstab steht mit allen Krankenhäusern in enger Verbindung. Auf Bundes- und Landesebene wird aktuell überlegt, wie die Krankenhäuser insgesamt weiter ertüchtigt werden können.

Die Kfz-Zulassungsstelle im Kreishaus Meschede bedankt sich für das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich der Einschränkungen. Der Ablauf hat sich eingespielt und die Kunden verhalten sich sehr diszipliniert und freundlich.

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