Schützenfest

Der Bürgerschützenverein Düdinghausen feiert Jubiläum

Großer Bahnhof für das amtierende Düdinghäuser Königspaar Martina und Jan Eickhoff: Am Sonntag nehmen auch die benachbarten Schützenvereine mit ihren Regenten und Hofstaat am Festzug teil.Max Maurer

Großer Bahnhof für das amtierende Düdinghäuser Königspaar Martina und Jan Eickhoff: Am Sonntag nehmen auch die benachbarten Schützenvereine mit ihren Regenten und Hofstaat am Festzug teil.Max Maurer

Düdinghausen.  Vor 150 Jahren gründete sich der Verein und stellte unter schwierigen Bedingungen das erste Fest auf die Beine. Ein Streich bleibt im Gedächtnis.

Ende der 1860er Jahre - altgediente Reservisten gründen überall in Deutschland Kriegervereine, um den Kameradschaftsgedanken wachzuhalten und den Zeitgeist nach den deutschen Einheitskriegen von 1864 und 1866 aufzunehmen. In Düdinghausen wurde ebenfalls - genau wie in vielen anderen Orten, darunter auch Deifeld und Medebach - ein solcher Kriegerverein aus der Taufe gehoben und „Landwehr“ genannt.

Die Namen haben mehrfach bis zum heutigen „Bürgerschützenverein Düdinghausen“ gewechselt, seine Ziele sind immer geblieben: Die kameradschaftliche Pflege der Dorfgemeinschaft nahmen sich die 24 Gründungsmitglieder schon am 15. Mai 1869 vor.

Viel Herzblut für eigene Halle

1870 gab es somit das erste Dorffest in Düdinghausen, damals noch in einem Lakenzelt. Eine feste Halle war daher das ersehnte Ziel der Kameraden. Diesen Wunsch hegten sicher auch viele andere Orte, doch die Düdinghäuser hatten dafür besonders hohe Hürden zu nehmen: Als 1904 endlich die erste mit viel Eigenleistung gebaute Fachwerk-Halle eingeweiht werden konnte, wurde sie kurz darauf von einem Orkan wieder umgerissen. Die Vereinsmitglieder ließen sich dadurch nicht entmutigen und bauten die Halle wieder neu – doch sie brannte 1907 ab. Doch die Düdinghäuser gaben nicht auf, stattdessen wurde auch die dritte Halle in Angriff genommen.

Diese gemeinsame Schützenhalle blieb durch das Auf und Ab der Jahrzehnte immer ein großes Anliegen, für das sich die Düdinghäuser bis einschließlich heute mit sehr viel Engagement einsetzen. Bestes Beispiel dafür ist der sehr gelungene neue Anbau der „Pönstube“ hinter der Halle, die künftig allen Dorfbewohnern zur Verfügung steht und am Wochenende feierlich eingeweiht wird.

Vereinsleben kommt zum Erliegen

Die Weltkriege brachten das aktive Vereinsleben wie überall zum Erliegen. Erst 1949 konnte das Dorffest in Düdinghausen wieder aufleben – zum ersten Mal als Schützenfest. Kleine Anekdote am Rande: Die Fußballmannschaft soll dafür damals in Brilon-Wald einen Schützenvogel geklaut haben, der dann von Paul Asmuth als erstem Schützenkönig der Geschichte abgeworfen wurde.

Beim viertägigen Jubiläumsschützenfest am kommenden Wochenende vom 12.-15. Juli wird also kameradschaftlich wie seit 150 Jahren gefeiert und zudem alle drei Schützenvögel ganz legal beschafft sein – das versprechen die Bürgerschützen um ihren Hauptmann und Vorsitzenden Stefan Schlüter!

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