Handyverbot für Eltern

Deshalb ist in Briloner Kitas kein Handyverbot notwendig

Die Kitas der CSE in Essen werden Handyfrei. Sind solche Aktionen auch im Sauerland notwendig?

Die Kitas der CSE in Essen werden Handyfrei. Sind solche Aktionen auch im Sauerland notwendig?

Foto: André Hirtz

Brilon.   In der Ruhrgebietsstadt Essen haben mehrere Kindertagesstätten ein Handyverbot in Kitas verhängt. Wir haben bei Kitas in Brilon nachgehört.

In der vergangenen Woche sorgten zehn Essener Kindertagesstätten (Kitas) für Aufsehen. Sie erhoben ein Handyverbot, sowohl für Eltern, als auch für Erzieher. Unter dem Motto „Hier gehört die Aufmerksamkeit mir!“ wurden die Kitas mit Verbotsschildern ausgestattet. Die Kinder erhielten Handy-Verbot-Kellen und Warnwesten, um auf das Verbot aufmerksam zu machen. Ein Grund sei gewesen, dass immer mehr Eltern auf ihre Smartphones schauten, anstatt den Kindern Aufmerksamkeit zu schenken, so dass diese sich beim Hinbringen oder Abholen vernachlässigt fühlten.

Doch wie ist es mit den Briloner Kindergärten bestellt? Wir haben Einrichtungsleitungen befragt.

DRK-Kindergarten

„Ich war vor kurzem noch in Amerika und da ist mir aufgefallen, wie viele Leute ständig ihr Handy vor der Nase haben. Sehr unangenehm“, befindet Anne-Marie Scharfenbaum, Leiterin des DRK-Kindergarten Brilon. In ihrem beruflichen Umfeld ist ihr ähnliches aber noch nicht aufgefallen: „Wir haben damit keine Probleme.“

AWO-Kindergarten

Ähnlich sieht es auch ihre Kollegin Melanie Schäfer-Mengelers vom AWO-Kindergarten in Brilon.

„Das ist bei uns absolut kein Problem.“ Auch könne sie nicht sagen, dass sie schon mal einen vergleichbaren Einzelfällt erlebt habe: „Es war bei uns nie so, dass die Eltern nur auf ihr Handy schauen und kein Interesse an ihren Kindern zeigen. Im Gegenteil.“

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