Straßenverkehr

Gefahrenzone für Kinder an der B 480 in Wiemeringhausen

Franz-Josef Joch weist auf die enge Stelle an der Brunskappeler Straße am Abzweig auf die B480 in Wiemeringhausen hin, mehrfach ist er in den vergangenen Jahren schon mit der Stadt Olsberg in Verbindung getreten, wie der Gehweg vergrößert werden kann.

Franz-Josef Joch weist auf die enge Stelle an der Brunskappeler Straße am Abzweig auf die B480 in Wiemeringhausen hin, mehrfach ist er in den vergangenen Jahren schon mit der Stadt Olsberg in Verbindung getreten, wie der Gehweg vergrößert werden kann.

Foto: Sonja Funke / Westfalenpost

Olsberg.  Franz-Josef Joch spricht vom „tausendfachen Glück“ der Kinder: An der Kreuzung Brunskappeler Straße/B480 führt der Gehweg sehr eng um die Ecke.

Wer durch Wiemeringhausen über die Hauptstraße nach Niedersfeld fährt, sieht sofort, welche Gehweg-Ecke am Abzweig von der Brunskappeler Straße gemeint ist, denn direkt gegenüber geht es auch in den Ort. Gleich nebenan liegen die Fußgängerampel und die Bushaltestelle. Eine Mauer begrenzt das Grundstück direkt am Gehweg, auch dadurch wirkt alles sehr eng. Mit einer möglichen Lösung wandte sich Anwohner Franz-Josef-Joch im April an die Ratsvertreter und jetzt an die WP.

Er schlägt vor, den neuen Eigentümer zu fragen, ob er ein Stück Grundstück verkaufen könnte.

Seit Jahren brennt Joch das Thema unter den Nägeln. „Wenn man sieht, wie die Lkw hier morgens vorbeirattern, noch dazu bei Regenwetter, die Reifen so nah an den Kindern, es ist grauenhaft!“, betont Franz-Josef Joch, wie sehr ihm diese Verkehrssituation in seinem Heimatort Olsberg-Wiemeringhausen am Herzen liegt. Und das seit 35 Jahren. Inzwischen aber hat der Verkehr noch mal zugenommen und wird nach Öffnung des A-46-Teilstücks im November noch mal zunehmen.

Seit 35 Jahren brennt dem Anwohner das Thema unter den Nägeln

„Die Geschichte ist so alt wie meine Kinder und inzwischen betrifft sie meine Enkel“, sagt Joch, der ein Stück höher die Straße wohnt. Er meint den engen Gehweg, der an der großen Kreuzung in Wiemeringhausen von der Brunskappeler Straße (K46) um die Ecke auf die Winterberger Straße (B480) führt. Dort, ca. 30 Meter weiter ist die Bushaltestelle. Und mit dem Bus fahren die Kinder zur Grundschule nach Niedersfeld.

So schreibt Joch hartnäckig Brief für Brief an die Stadt Olsberg, ob man hier nicht den Gehweg verbreitern könne, zum Beispiel in dem ein Stück des angrenzenden Grundstücks oder gar das ganze Grundstück erworben wird. Zwischendurch gab es Eigentümerwechsel, irgendwie ging es in der Sache nicht weiter.

Und aktuell wittert er eine neue Chance, weil das Grundstück verkauft wurde: „Vielleicht ist der neue Eigentümer ja bereit, ein Stück seines Vorgartens abzugeben. Die Eingangssituation würde sich nicht verschlechtern und der Gehweg könnte breiter werden“, so Joch.

„Brauchen auf beiden Seiten mehr Platz und eine Geschwindigkeitsanzeige“

Dieses Anliegen trug er zuletzt u.a. am 18. Januar und am 25. April 2018 der Stadt Olsberg schriftlich als Vorlage beim Stadtrat vor: „Wir fordern eine wesentliche Entschärfung der Fußgängersituation an der Ecke B 480/Brunskappeler Staße bzw. Ibergstraße. Vorschläge dazu gibt es genug. Auf jeden Fall brauchen beide Seiten an der Hauptstraße mehr Platz und eine Geschwindigkeitsanzeige für Autos“, so der Wortlaut eines der letzten Schreiben, in dem er sich auch für die andere Straßenseite, den Abzweig in Richtung Dorf, einsetzt. Und im April dieses Jahres hatte er noch einmal beim Bürgermeister nachgehakt, ob sich die örtlichen Ratsvertreter schon um ein Gespräch bemüht hätten.

Dies entziehe sich seiner Kenntnis, so der Bürgermeister am 26. April 2019. Zur Situation insgesamt betont Wolfgang Fischer aber einmal mehr, das „Grundmaß für den Verkehrsraum des Fußgängers sei auf den Begegnungsfall bzw. das Nebeneinandergehen von zwei Personen ausgerichtet“.

Die vorhandenen 1,50 m Gehwegbreite seien daher bei „beengten dörflichen Hauptstraßen mit geringem Fußgängeraufkommen“ nicht zu beanstanden.

Franz-Josef Joch hat an der engsten Stelle genau 100 Zentimeter Gehwegbreite gemessen. Und er erwähnt, dass auch der Weg von der Kirche zum Friedhof hierher führt. Ganz niedrig sei die Fußgängerfrequenz also nicht.

Politische Ortsvertreter wollen mit Anwohner und neuem Hauseigentümer reden

In seinem Schreiben lenkt auch der Bürgermeister ein: „Da jedoch auch die örtlichen Mitglieder im Ausschuss Ordnung und Soziales bestätigt haben, dass durch den Zaun an der Aufstellfläche das Gefühl einer Enge aufkommt, da keine Ausweichmöglichkeit in den rückwärtigen Raum möglich ist, sollte diese Situation ,,aus dem Dorf heraus“ mit dem neuen Eigentümer besprochen werden.“

Mit dem Schriftwechsel konfrontiert, erklärt Ratsmitglied Franz-Josef Weigand aus Wiemeringhausen, er werde sich zeitnah gemeinsam mit Ortsvorsteher Talat Durguter und der neuen Grundstückseigentümerin treffen, um einmal ins Gespräch zu kommen und zu sehen, ob etwas machbar sei.

Sobald eine mögliche Lösung gefunden würde, könne man jederzeit auch wieder die Stadt hinzuziehen, betont Pressesprecher Jörg Fröhling. Franz-Josef Joch sieht seine Chance jetzt auch, weil „der Fußgänger durch die Klimadiskussion ja langsam wieder mehr ins Bewusstsein gerät.“ Die Enge an dieser Ecke sei doch augenfällig und er wolle hier nur eins: „Platz, Platz, Platz.“

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