Jahreskonzert

Gelungenes Jahreskonzert des Musikvereins Erlinghausen

Der Musikverein Erlinghausen mit seinem Dirigenten Johannes Meier begeistert im 65. Jahr seines Bestehens mit seinem Jahreskonzert in der Schützenhalle.

Der Musikverein Erlinghausen mit seinem Dirigenten Johannes Meier begeistert im 65. Jahr seines Bestehens mit seinem Jahreskonzert in der Schützenhalle.

Foto: Herbert Dülme

Erlinghausen.  Wie sich der Musikverein Erlinghausen in den 65 Jahren seines Bestehens weiterentwickelt hat, präsentierten die aktiven Musiker eindrucksvoll.

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Beschwingt und hochkarätig, jung und traditionsbewusst, so präsentierte sich der Musikverein Erlinghausen zu seinem Jahreskonzert im 65. Jahr seines Bestehens. „1954 war ein Jahr der Superlative“, fand Dirigent Johannes Meier, gleich zur Einführung auf das Jubiläumskonzert den richtigen Ton. „Ereignisse, wie das Wunder von Bern oder die Gründung des Musikvereins Erlinghausen beeinflussten die Weltgeschichte.“ Der Applaus der Gäste war ihm sicher ob dieses Vergleiches. In der Schützenhalle war kein einziger Platz mehr frei.

Ein Jahr nach der Gründung des Musikvereins Erlinghausen schrieb Tolkien den Bestseller „Herr der Ringe“. In der Titelmusik zum Film ließen die 68 aktiven Musikerinnen und Musiker Tapferkeit und Mutlosigkeit der Hobbits im Auenland spürbar werden. Bei der Polka „Zeitlos“ bis zum Marsch „Salemonia“ zeigte sich das Jubiläumsorchester genauso zu Hause, wie bei der Filmmusik zu „Wie im Himmel“. „Gabriellas Song“ sang Magdalena Schröder nicht nur mit klarster Stimme, sondern auch im reinsten Schwedisch.

65 Jahre und kein bisschen leise

Mit der Filmmusik zu „Star Wars“ ging es musikalisch in ferne Galaxien, und bei “Return to Ithaka“ ließen die Musiker Zyklone und Sirenen auf stürmischen Meeren auferstehen. Bei dem Klassiker „Going home“ zog Eva Wallmeier am Alt-Saxophon alle Register ihres Könnens und bei dem „Santiano-Medley“ nahmen die Musikanten das restlos begeisterte Publikum wieder mit auf ruhigeres Fahrwasser. Bei „der lustigen Dorfschmiede“ kam der Dorfamboss zum Einsatz, bevor es „hinterm Horizont“ immer weiter ging mit dem Gesangs-Duo Peter Dülme und Magdalena Schröder.

Das Jugendorchester unter der Leitung von Lea Fromme zeigte beeindruckend schon zu Beginn des Konzertes, dass der musikalische Nachwuchs in den Startlöchern steht. Den Grundstein für den heutigen Erfolg aber hätten die Gründungsmitglieder Irmfried Aßhauer und Horst Wilk gelegt, freute sich Vorsitzender Michael Müller, die beiden unter den Gästen begrüßen zu dürfen. Ebenso die Ehrenvorstandsmitglieder Horst Schön und Vitus Schröder. Vitus Schröder spielt seit mehr als 50 Jahren im Orchester mit.

13 Musiker gründen den Verein

13 Musiker gründeten den Musikverein am 14. Oktober 1954. Am schwierigsten sei die Notenbeschaffung damals gewesen, blickte Vorsitzender Müller zurück in eine Zeit ohne Kopierer. Da mussten Noten noch per Hand abgeschrieben werden. Geburtstagsgrüße vom Kreisverband des Volksmusikerbundes NRW überbrachte Carina Steffen aus Thülen. „Was Ihr hier auf die Beine gestellt habt, ist schon eindrucksvoll und bewundernswert.“

Nicht mehr aufhalten ließen sich die Musiker bei „Don`t stop me now“ von Queen zum Ende des zweieinhalbstündigen Programms. Einige Zugaben verlangte ihnen das Publikum mit ihrem stehenden und rhythmischen Applaus noch ab.

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