Weihnachtskonzert

Hallenberger Weihnachtsexperiment ist gelungen

Mit guter Laune am Samstagabend auf der Bühne der Hallenberger Stadthalle (von links): Stefan Wurz, Johannes Weik, Lucy Scherer, Vanessa Ante, Florian Hinxlage und Yngve Gasoy-Romdal.

Mit guter Laune am Samstagabend auf der Bühne der Hallenberger Stadthalle (von links): Stefan Wurz, Johannes Weik, Lucy Scherer, Vanessa Ante, Florian Hinxlage und Yngve Gasoy-Romdal.

Foto: Nicole Reuter

Hallenberg.   Musical-Gala mit „Flo & Friends“ vor ausverkauftem Haus. Tradition trifft auf Moderne. Nun soll ein Musical-Open-Air folgen.

Wenn das andächtige „Oh, Du Fröhliche“ auf Frank Sinatras „Bad, bad Leroy Brown“ trifft, dann erwartet den Zuschauer wirklich ein etwas anderes Weihnachtsprogramm. In der Hallenberger Stadthalle hatte Florian Hinxlage am Samstagabend für jeden Geschmack etwas im Gepäck.

Mit „Flo & Friends“ bringt der Regisseur der Freilichtbühne bekannte Gesichter aus Musical und Fernsehen ins Sauerland. Zusätzliche musikalische Unterstützung gab es aber dieses Mal auch durch die Hallenbergerin Vanessa Ante – dem einen oder anderen bekannt aus verschiedenen Rollen auf der Freilichtbühne.

Experiment ist gelungen

„Wir haben gesagt: ‚Wir probieren’s mal hier in Hallenberg‘“, so Bürgermeister Michael Kronauge. „Es wird sicher ein sehr schöner Abend“, freute er sich. Und das Weihnachtsexperiment scheint gelungen: 220 Tickets seien weg, die Stadthalle ausverkauft. Mit bester Laune betrat Florian Hinxlage dann auch die Bühne.

Er ist selbst Musicaldarsteller, sonst ist er in Hallenberg eher hinter den Kulissen tätig - demnächst etwa wieder als Regisseur beim Stück „Kohlhiesels Töchter“ auf der Freilichtbühne. Als musikalischer Leiter war er auch bei „My fair Lady“ dabei.

Kleine Anekdoten

Bei der Weihnachtsgala zeigten „Flo & Friends“ aber, wie sehr sie es genießen, auch selbst das Publikum zu unterhalten: Am Piano lies Stefan Wurz bereits beim ersten Song die Finger über die Tasten fliegen. Gemeinsam mit Johannes Weik aus Hannover, der an der Gitarre sein Können zeigte, sicherte er sich mit instrumentalen Soli immer wieder Applaus.

„Mitsingen! Ja, das könnt ihr. Das können wir heute schon ganz am Anfang starten“ – sofort bezog Hinxlage die Zuschauer mit ein, die zum Teil erst verhalten bei „Jingle Bells“ mitsangen. Es dauerte an diesem Abend aber nicht lange, bis mitgeklatscht und mit den Fingern geschnipst wurde. Mit kleinen Anekdoten aus seinem Leben und der Karriere sowie humorvollen Weihnachtsgeschichten und -gedichten brachte der Künstler das gemischte Publikum zwischen den Songs immer wieder zum Schmunzeln.

Standing Ovations zum Schluss

Die Bühnenoutfits reichten an diesem Abend vom schwarzen Sakko über einen roten Rock wie Mozart ihn trug bis hin zum Elfen-Weihnachtspullover mit Glöckchen. Noch abwechslungsreicher zeigte sich allerdings die Musikauswahl. „Glockenklang aus der Ferne“, sang der Künstler und klimperte dazu mit seinem Pullover. Auf Weihnachtslieder wie „Weißer Winterwald“ folgten Stücke aus Musicals.

Lucy Scherer, Musicaldarstellerin und Schauspielerin, begeisterte mit „Nur für mich“ aus „Les Misérables“. Duette zu „Mozart! Das Musical“ und „Das Phantom der Oper“ wechselten sich mit reiner Instrumentalmusik bei „White Christmas“ und Sologesang zu „Nicht dieser Sohn“ aus dem Musical „Kinky Boots“ ab. Richtig international wurde es, als der aus Norwegen stammende Yngve Gasoy-Romdal das Lied „Anthem“ (Musical „Chess“) auf Schwedisch anstimmte.

Gag zum Abschied

Mit der Zugabe gab es dann ein Versprechen von Hinxlage: Wer die dritte Strophe mitsingen könne, dem gebe er im Anschluss ein Getränk aus. Lucy Scherer begann daraufhin, die erste Strophe von „Stille Nacht“ zu singen. Die zweite sang Hinxlage dann selbst – auf Englisch. Und die dritte? Mit der skandinavischen Sprache von Yngve Gasoy-Romdal schaffte es dann doch niemand, sich ein Freigetränk zu sichern. Spaß und selbstgebackene Plätzchen waren dann aber doch jedem gegönnt. Mit Standing Ovations verabschiedete das Publikum die Künstler.

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