Geburtstag

Kindergarten Wiemeringhausen ist seit 50 Jahren erfolgreich

Auch der Liedermacher Johannes Kleist feierte mit den Kindern den 50. Geburtstag des Montessori-Kindergartens in Wiemeringhausen.

Auch der Liedermacher Johannes Kleist feierte mit den Kindern den 50. Geburtstag des Montessori-Kindergartens in Wiemeringhausen.

Foto: Elke Polzer

Olsberg.  Der Städtische Montessori-Kindergarten in Wiemeringhausen hat seinen 50. Geburtstag gefeiert und blickte mit den Kindern in die Vergangenheit.

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Es war gleichermaßen eine Zeitreise durch die vergangenen fünf Jahrzehnte wie ein buntes Fest für alle Generationen: Der Städtische Montessori-Kindergarten in Wiemeringhausen hat seinen 50. Geburtstag gefeiert. Wegen des unbeständigen Wetters musste der offizielle Teil kurzfristig vom Außengelände des Kindergartens in die benachbarte Turnhalle verlegt werden. Es kamen sogar so viele Gäste, dass nicht alle in der Halle Platz fanden.

Von den ersten Überlegungen der Gemeindevertretung in der damals noch eigenständigen Gemeinde Wiemeringhausen bis heute – in seiner Rede ließ Bürgermeister Wolfgang Fischer die Entwicklung des Kindergartens Revue passieren. Er lobte vor allem die Arbeit von Anne Cramer, die die Einrichtung insgesamt 43 Jahre lang leitete. Sie brachte die Montessori-Pädagogik nach Wiemeringhausen. Seit dem Jahr 2000 ist der Kindergarten als Montessori-Kinderhaus anerkannt.

Erweiterung des U3-Angebotes

Vor drei Jahren ging Anne Cramer in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin Simone Reineke konnte 2016 „voll durchstarten“, wie Wolfgang Fischer betonte: Das U3-Angebot wurde erweitert, die Räume dafür modernisiert, das Außengelände neu gestaltet. Fischer kündigte an, dass im kommenden Jahr auch die Räume im Erdgeschoss des Kindergartens renoviert werden, in denen die Ü3-Gruppen angesiedelt sind.

Auch Simone Reineke dankte ihrer Vorgängerin: „Anne Cramer war immer eine Anwältin der Kinder, deren Wohl für sie bedingungslos im Mittelpunkt stand.“ Rund 720 Kinder haben den Kindergarten seit seiner Eröffnung besucht, hatten die beiden Leiterinnen während der Vorbereitung des Jubiläums ausgerechnet. Viele von ihnen kamen zur Geburtstagsfeier, und viele der heute erwachsenen Ehemaligen wissen inzwischen ihre eigenen Kinder in Wiemeringhausen gut betreut.

Die Entwicklung des Kindergartens stand nie still

Eine musikalische Zeitreise durch die vergangenen 50 Jahre rief den Gästen die Entwicklung des Kindergartens ins Gedächtnis: die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund, bei der der Kindergarten schon in den 1970er- und 80er-Jahren Pionier war, die ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung der Kinder der Grundschule, die sich bis zu ihrer Schließung nebenan befand, die Fortbildung der Erzieherinnen zur Montessori-Pädagogik, damit verbunden die Qualifikation mit dem Montessori-Diplom, die Gründung des Montessori-Vereins als Förderverein, der Ausbau der U3-Betreuung. „So wie Maria Montessori sich immer weiterentwickelt hat, stand auch die Entwicklung in unserer Einrichtung nie still“, fasste Simone Reineke zusammen.

Spiele für Kinder und Erwachsene

Bei Kaffee, Kuchen, kalten Getränken und Würstchen vom Grill feierten die Gäste anschließend ein fröhliches Geburtstagsfest. Rund 50 Helferinnen und Helfer trugen zum Gelingen bei, von der Vorbereitung bis zum Aufräumen. Für die Kinder gab es verschiedene Spiele, die Erwachsenen konnten unter anderem schätzen, wie viel alle Kindergartenkinder zusammen wiegen. Der Liedermacher Johannes Kleist begeisterte die großen und kleinen Gäste.

„Unser Dank gilt allen, die unsere Arbeit begleiten und unterstützen“, sagt Simone Reineke. „Ganz besonders denen, die uns an diesem Festwochenende in welcher Weise auch immer geholfen haben.“

Wer sich für die Arbeit des Montessori-Kindergartens in Wiemeringhausen interessiert, kann auch telefonisch einen Termin zum Kennenlernen vereinbaren (Tel. 02985 662) oder über die Internetseite www.mowie.org.

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