40 Jahre St. Mauritius

Medebacher Seniorenheim feiert Jubiläum und den Sommer

Zusätzlich zum Sommer- wird diesmal auch das 40-Jährige des Seniorenheims St. Mauritius in Medebach gefeiert.

Zusätzlich zum Sommer- wird diesmal auch das 40-Jährige des Seniorenheims St. Mauritius in Medebach gefeiert.

Foto: Kerstin Neumann-Schnurbus

Medebach.  Noch bis Sonntag, 21. Juli, ist im Heim eine Ausstellung zur Geschichte von Heim und Altenpflege zu sehen, auch mit historischen Gerätschaften.

„Alt geworden! Na und? Kommt drauf an, was man draus macht!“ Mit dieser flotten Einladung hatte das Wohn- und Pflegezentrum St. Mauritius zum jährlichen Sommerfest eingeladen und im Laufe des fröhlichen Nachmittags auch gezeigt, wie breit die Angebotspalette der Einrichtung ist.

Neben dem beliebten Sommerfest gab es im Medebacher Jubiläumsjahr auch bei der stationären Altenhilfe ein Jubiläum zu feiern. 40 Jahre ist es her, dass das alte Gebäude – nachdem es 64 Jahre lang ein Krankenhaus gewesen war – zum Altenheim umfunktioniert wurde.

Viele Hobbygruppen gegründet

Mit der Zahl der betreuten Pflegebedürftigen wuchsen auch die Anforderungen an Personal und Ausstattung. So kam es zu dem Neubau, der modern ausgestattet ist, eine freundlich-angenehme Ausstrahlung hat und auf die Bedürfnisse leicht- bis schwerstpflegebedürftiger Senioren ausgerichtet ist.

In vierzig Jahren wurden viele Projekte auf den Weg gebracht, von meditativen und kreativen Angeboten bis hin zur Gruppe der Cyber-Oldies, die neuen Technologien offen gegenüberstehen. Sie erforschten zunächst, was ihre Enkel und Urenkel an den neuen Medien so fasziniert. Mittlerweile haben sie erkannt, dass es auch für ältere Menschen viele spannende Inhalte bei Google und Youtube zu entdecken gibt.

Nicht einsam alt werden

Neben den Cyber-Oldies gibt es viele weitere Gruppen, die gemeinsam ihren Fähigkeiten, Kenntnissen und Interessen, wie Sudoku, Gymnastik und Basteln nachgehen. Hierfür hat das Heim Gemeinschaftseinrichtungen. Deshalb stand auch das diesjährige Sommerfest unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“.

Schnell war jeder Platz in der liebevoll gestalteten weitläufigen Gartenanlage von Bewohnern, Angehörigen und Gästen besetzt. Nach einer von Dr. Achim Funder und Mitarbeitern des Sozialen Dienstes gemeinsam zelebrierten Dankandacht warf der Pfarrer einen Blick zurück zu den Anfängen, als vor 40 Jahren wieder Leben in das ehrwürdige Gemäuer einkehrte.

Er lobte: „Alles, was in den Folgejahren geschaffen wurde, und alles, was das Wohn- und Pflegezentrum St. Mauritius heute ausmacht, ist auch ein Verdienst der vielen Ehrenamtlichen.“ Auch Bürgermeister Thomas Grosche gratulierte herzlich zum Jubiläum und hob die große Bedeutung des Wohn- und Pflegezentrums für die Stadt Medebach anschaulich hervor.

Gymnastik und Tänze vorgeführt

Im Lauf des Nachmittags stellten die Bewohnerinnen und Bewohner mit Übungen ihre Gymnastikrunde vor. Hierbei geht es darum, die Muskeln zu trainieren und somit die Mobilität so lange wie möglich zu erhalten und Tätigkeiten des Alltags selbstständig ausführen zu können.

Zulaa Enkhjargal, eine Mitarbeiterin im Bundesfreiwilligendienst, zeigte einen anmutigen Tanz aus ihrer Heimat Mongolei und trug so, genau wie die Orketaler Musikanten und ein Gewinnspiel, dazu bei, dass an dem fröhlichen Fest nie Langeweile aufkam.

Ausstellung bis Sonntag

Einige Besucher nutzten die Möglichkeit, an einer Hausführung teilzunehmen. Besonders viel Interesse erntete hierbei eine Ausstellung in der Kapelle, die die geschichtliche Entwicklung der Einrichtung und der Pflege allgemein zum Thema hat.

Diese informative Ausstellung mit alten medizinischen Instrumenten und Pflegeutensilien kann noch bis Sonntag, 21. Juli, besichtigt werden. Am Festnachmittag war das kulinarische Angebot groß, denn das Küchenteam hatte ein reichhaltiges Kuchenbuffet und köstliche Grillspezialitäten vorbereitet.

Viele Bewohner und Gäste saßen abends noch lange draußen und ließen den schönen Tag bei einem Glas Wein ausklingen nachdem der Leiter der Einrichtung, Rainer Hellwig sich nach einem tollen Tag bei allen Helfern herzlich bedankt hatte. Der Erlös eines Basars kommt der Betreuung und Beschäftigung der Bewohner zu Gute.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben