Lernen

Mit Geoparkfoyer Kulturschätze im HSK in den Fokus rücken

Apolonia Held-Wiese, Norbert Panek, Annette Bette, Christoph Hammerschmidt und Winfried Dickel stellten das Projekt vor. 

Apolonia Held-Wiese, Norbert Panek, Annette Bette, Christoph Hammerschmidt und Winfried Dickel stellten das Projekt vor. 

Foto: Joachim Aue

Brilon .  Natur- und Kulturschätze im östlichen Hochsauerlandkreis sollen stärker in der Blickpunkt rücken – und zwar mit dem digitalen Geoparkfoyer.

Ein Klick genügt! Und im Display eines neuen Terminals im Eingangsbereich des Museums Hauses Hövener erfährt der Besucher alles Wissenswerte über den Geopark Grenzwelten – und es ist alles andere als bescheiden, was die geologisch abwechslungsreiche und landschaftlich reizvolle Mittelgebirgslandschaft im Grenzgebiet zischen Nordhessen und Nordrhein-Westfalen zu bieten hat.

Vielzahl von Sehenswürdigkeiten im östlichen HSK und Hessen

Im Beisein von Geopark-Projektleiter Norbert Panek, dem Regional-Leaderbeauftragten Christoph Hammerschmidt aus Medebach, Horst Frese aus Düdinghausen sowie Vertretern des Briloner Heimatbundes „Semper Idem“ sowie Mitarbeitern des Hauses Hövener wurde das Terminal jetzt offiziell vorgestellt und in Betrieb genommen.

Der Vorsitzende des Briloner Heimatbundes, Winfried Dickel, erläuterte noch einmal den Begriff „Grenzwelten“. Auch wenn es hier eine sprachliche, religiöse und politische Grenze gebe, so hätte diese Region eines gemeinsam, eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Ob in Brilon, Olsberg, Medebach, Marsberg, Winterberg, Waldeck oder dem Habichtswald: Es lohne sich einfach die Bürgern auf die Natur- und Kulturschätze aufmerksam zu machen. Aber längst seien im Terminal noch nicht alle Informationen eingespeist. Dickel: „Ich denke da an die Besucherbergwerke wie den Philippsstollen am Olsberger Eisenberg oder die Bruchhauser Steine.“

Viel Ehrenamt im Geopark Grenzwelten

Norbert Panek stellte den Geopark Grenzwelt mit seinen rund 3.700 Quadratkilometern und zehn Teilregionen als einen von 16 Geoparks in ganz Deutschland vor. Im Jahre 2009 sei er als nationaler Geopark anerkannt worden worden. Nach einer erneuten Zertifizierung 2014 für weitere fünf Jahre, stehe in Kürze die Verlängerung bis zum Jahr 2024 bevor.

„Ohne ehrenamtliches Engagement läuft nichts“ so Christoph Hammerschmidt, der auch für die Finanzierung durch Leadermittel zuständig ist. Gerade in den ländlichen Regionen identifizierte sich die Bevölkerung noch mit ihren heimischen Projekten, sei es in Besucherbergwerken oder den Museen.

Außerschulische Lernorte prägen die Region

„Auch die außerschulischen Lernorten prägen diese Region“. Darauf verwies der Vorsitzende des Arbeitskreises „Brilon natürlich“, Friedel Schumacher. Insgesamt gibt es im Hochsauerlandkreis 29 außerschulische Lernorte derzeit, unter anderem das Haus Hövener, das Schwerspatbergwerk in Dreislar, die Bruchhauser Steine und den Philippsstollen. Schumacher: „Da lohnt sich einfach der Besuch“.

Ähnlich sah es auch Horst Frese. zertifizierter Geopark- Natur- und Landschaftsführer, der in diesem Zusammenhang anregte, dass die Lernorte wissen sollten, welche Zielsetzung die Schulen mit einem Besuch verbinden.

In einem abschließenden Fazit wurde deutlich, dass es wünschenswert sei, dass sich in Zukunft noch mehr Städte und Gemeinden am Grenzwelten beteiligen, Potential gebe es überall genug.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben