Sekundarschule

Sekundarschule Olsberg-Bestwig ohne Eingangsklasse 2020/21?

Sekundarschule Olsberg-Bestwig, Standort Olsberg. Dieser Hauptstandort wird bleiben, der Teilstandort Bestwig läuft aus.

Sekundarschule Olsberg-Bestwig, Standort Olsberg. Dieser Hauptstandort wird bleiben, der Teilstandort Bestwig läuft aus.

Foto: Joachim Aue

Olsberg.  Im Bauausschuss stand das Aus des Teilstandorts Bestwig der Sekundarschule Olsberg-Bestwig auf der Agenda - als Beschlussvorlage für den Rat.

Ab dem Schuljahr 2020/21 soll am Teilstandort Bestwig der Sekundarschule Olsberg-Bestwig keine Eingangsklasse mehr gebildet werden. Das empfiehlt der Ausschuss Bildung, Sport, Freizeit dem Rat der Stadt Olsberg. Die Empfehlung ist einstimmig an den Rat gegeben worden, wie die Pressesprecherin der Stadt Olsberg Angelika Beuter erklärt.

Damit wird vollzogen, was in einer Pressemitteilung schon Anfang November angekündigt wurde.

Die Schulaufsichtsbehörde sei über diesen Beschluss, sobald gefasst, zu informieren, so der Ausschuss. Sobald der Rat sich anschließt, wird der Teilstandort nur noch bis zum Abschluss der jetzigen Klassen 6 bis 10 fortgesetzt, heißt es in einer Absichtserklärung der beiden Städte, unterzeichnet am 28. Oktober 2019. Die jetzigen Klassen 5 werden zum Schuljahr 2021/22 zum Hauptstandort in Olsberg wechseln, „sofern bis dahin am Teilstandort durch Rückläufer von anderen Schulen nicht die für eine Differenzierung notwendige Zweizügigkeit erreicht werden sollte.“

Kooperation trägt sich nur einen Schuljahrgang lang

Die Räte Bestwig und Olsberg sollten dazu, heißt es weiter in der Absichtserklärung, gleichlautende Beschlüsse fassen. Und genau das muss nun in beiden Kommunen noch passieren. Damit hat noch nicht der erste Zehner-Jahrgang der Kooperation aus dem Jahr 2013 sein Schulzeit am Teilstandort abgeschlossen und schon wäre das Ende besiegelt. Von der Drei- bzw. Zweizügigkeit hatten sich die beiden Standorte schon in diesem Jahr verabschieden müssen, für ein Jahr hatte die Bezirksregierung in Bestwig die Einzügigkeit am Teilstandort abgesegnet. Weiterhin wurde für den Hauptstandort Olsberg einmalig der Kompromiss für die Einrichtung lediglich zwei Klassen 5 geschlossen.

Zurückgehende Schülerzahlen und Anmeldeverhalten der Eltern

„Aufgrund zurückgehender Schülerzahlen, insbesondere aber aufgrund des Anmeldeverhaltens der Eltern zu weiterführenden Schulen, das sich in den letzten Jahren mit einem deutlichen Trend zu den benachbarten Realschulen und Gymnasien deutlich verändert hat, ist für das laufende Schuljahr die Situation eingetreten, dass für den Teilstandort Bestwig mit lediglich 28 Anmeldungen die Zweizügigkeit nicht mehr erreicht werden konnte“, schreibt die Verwaltung weiter. Regelmäßig hatte es aber auch viele Rückläufer eben aus den vorab genannten Gründen gegeben.

„Aufgrund der Schulentwicklungsplanung sowie der zuvor genannten Gründe muss davon ausgegangen werden, dass sich an der Anmeldesituation für das kommende Schuljahr 2020/21 nichts Grundlegendes ändern wird und eine Zweizügigkeit am Teilstandort Bestwig nicht erreicht werden kann. Die Bezirksregierung Arnsberg wird einer erneuten Kompromisslösung nicht mehr zustimmen“, schließt die Verwaltung und verweist auf die Absichtserklärung.

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